Reichtum des Alters

Wohlstand

 

Armut und (materieller) Reichtum

Statistiken, die sich mit den Einkommensverhältnissen der Bevölkerung beschäftigen, belegen: Alter ist nicht per se gleichbedeutend mit Armut. Vielmehr zeigt sich: Armut ist jung. Heißt das im Umkehrschluss: Alter ist reich? Unübersehbar ist, dass inzwischen auch die Werbung die ältere Generation als kaufkräftige Zielgruppe für sich entdeckt hat, und das kommt nicht von ungefähr. Der finanzielle "Background" älterer Bürger ist in der Branche erkannt worden; deshalb werden Ältere mehr und mehr unmittelbar angesprochen, mit zunehmendem Erfolg. Dem entgegen belegen Statistiken mit Blick auf die Verteilung der finanziellen Ressourcen innerhalb der Gruppe der Senioren Formen von Altersarmut (insbesondere bei Frauen). Ein kontinuierlicher Anstieg wird prognostiziert.

Berechtigt ist die Frage nach der Einkommensentwicklung derer, die in einigen Jahren zur Generation der Senioren gehören werden. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht seitens der Politik an die Eigenverantwortlichkeit der Bürger appelliert wird, selbst Vorsorge hinsichtlich ihrer Altersbezüge zu treffen. Modelle dazu gibt es inzwischen in großer Zahl. Bleibt die Frage, wie es um die Eigenwahrnehmung der älteren Menschen bestellt ist. Wie empfinden sie selbst ihre Situation? Unter welchen Bedingungen stellt sich das Gefühl ein, zu den Armen in unserer Gesellschaft zu gehören? Und ist nicht das Ziel der gesellschaftlichen Teilhabe auch eine Frage der finanziellen Möglichkeiten?


Stand: 11.10.2011

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