Migration · Integration · Interkulturelles Leben
Das Gesicht der Migration in Mülheim an der Ruhr zeigen

www.migration-geschichte.de. Drei Jahre online: Für ein besseres Miteinander aller Kulturen in unserer Stadt am Fluss
Ein kleiner Teil der Aktiven: Der Arbeitskreis Migration & Geschichte an der VHS

www.migration-geschichte.de. Drei Jahre online: Für ein besseres Miteinander aller Kulturen in unserer Stadt am Fluss

Bereits vor dem Stadtjubiläum Mülheims 2008 wurde in einem Konzept die Behauptung aufgestellt: „Ohne die ausdrückliche Berücksichtigung der Migration wäre die Darstellung der Geschichte von Mülheim an der Ruhr lückenhaft.“ Denn die Migration hat unser Stadtbild und unsere Stadtgesellschaft maßgeblich mit geprägt und bereichert. Oft kamen die Migrantinnen und Migranten als Arbeitskräfte, als „Gastarbeiter“, geblieben sind sie als Menschen. Diese Geschichte zu dokumentieren, ist Ziel unseres Internetauftritts der Anfang 2007 online ging. In den letzten Monaten versuchen wir aber vor allem, die aktuelle Situation des interkulturellen Zusammenlebens in unserer Stadt darzustellen. Der Internetauftritt wird daher regelmäßig in ganz kurzen Abständen aktualisiert.

Ein Internetauftritt: Nein, viel mehr

Von Anfang an war es das Ziel, mit der Arbeit am Internetauftritt www.migration-geschichte.de einen kleinen Beitrag zu leisten für die Sicherung des sozialen Friedens in unserer Stadt. Denn bedingt durch den demographischen Wandel und durch die Teilnahme immer größerer Teile von Bürgerinnen und Bürgern mit Migrationskultur am Leben unserer Stadt wird sich unsere Gesellschaft zunehmend stark verändern. Wir sind der Überzeugung: „Wenn wir bis heute von ‚Problemen’ im Themenumfeld Migration & Integration reden, sollten wir spätestens ab morgen über die Lösungen sprechen.“ Wir stellen daher umfangreiche Informationen zur Verfügung und hoffen damit, ein vorurteilsloseres Miteinander über alle kulturellen Unterschiede hinweg zu fördern. Wir fordern Gespräche und Dialoge, wir regen Diskussionen an, wir tragen Kommunikation in die Gesellschaft. Unser Motto dabei ist: „Aus der Vergangenheit lernen, die Zukunft begreifen.“

Partizipation: Alle Mülheimerinnen und Mülheimer sind eingeladen

Das Gesicht der Migration in Mülheim an der Ruhr zeigen – der Internetauftritt www.migration-geschichte.de ist ein an der Mülheimer Heinrich-Thöne-Volkshochschule angesiedeltes Projekt mit dem Ziel einer dauerhaften, nachhaltigen Migrationsdokumentation aus dem persönlichen Blickwinkel der in Mülheim an der Ruhr lebenden Menschen. Ein an der Heinrich-Thöne-Volkshochschule durch die stellvertretende Direktorin Helga Richter-Lönnecke vor drei Jahren eingerichteter Kurs ist die kreative Basis für unsere gemeinsame Arbeit, ist Ort des Austausches, der Recherche und der Diskussion und ist für jeden kostenfrei zugänglich.

In den vergangenen drei Jahren haben sich ca. 150 Menschen aktiv am Projekt beteiligt, haben Beiträge geliefert, Fotos gemacht, haben recherchiert und neue Mitglieder in den Arbeitskreis vermittelt. Viele dieser Menschen sind Multiplikatoren, die „unser Thema“ in die Bevölkerung tragen.

Vor allem für Migrantinnen und Migranten werden bei uns im Internet ca. 50 hilfreiche Adressen in Mülheim an der Ruhr genannt, bei denen man Informationen für das tägliche Leben bekommen kann, von der „Ankunft“ angefangen bis hin zu „Hilfen für Frauen“.

Themenfelder: Weit gesteckt

Wir berücksichtigen bei unserer Arbeit nicht nur das Thema der Arbeitsmigration, sondern ausdrücklich auch die dunklen Seiten der Migration wie Flucht, Vertreibung und Deportation.

Mittlerweile haben wir ca. 135 Beiträge oder zum Teil umfangreiche Themenanhänge ins Netz eingestellt. Weitere ca. 20 Beiträge sind in Arbeit.

Umfangreich: Unser Netzwerk

Inzwischen haben sich vielfältigste Kontakte ergeben. Vom Deutschen Volkshochschulverband wurden wir nach Berlin eingeladen und konnten unsere Arbeit dort präsentieren. Es gibt Kontakte zum Europa-Network-Migration, zum Ministerium für Generationen, Familien, Frauen und Integration und zum Integrationsbeauftragten Thomas Kufen in Düsseldorf. Wir bekommen Anfragen von Doktoranden, die unsere Quellen nutzen wollen. Jugendheime, Schulen, Kirchengemeinden, Büchereien, der Integrationsrat, die Ausländerbehörde und viele andere Einrichtungen stehen mit uns in Kontakt.

Bei www.migration-geschichte.de gibt es ca. 20 Verlinkungen auf andere Internetportale, die sich ausschließlich mit dem Thema Migration und Integration beschäftigen. Über 200 weitere Verlinkungen verwiesen auf Wissensgebiete, die unsere Beiträge sinnvoll ergänzen.

Erfolgreich: Internet-Relaunch und redaktionelle Arbeit, gefördert durch die Leonhard-Stinnes-Stiftung

Während die Arbeit am Projekt Migration & Geschichte am Anfang überwiegend durch bürgerschaftliches Engagement getragen wurde, konnten wir durch die Förderung der Leonhard-Stinnes-Stiftung in den Jahren 2008 und 2009 eine überaus wichtige qualitative Verbesserung herstellen. Durch die Stiftungsgelder war es möglich, einen kompletten Internet-Relaunch durchzuführen und das Webteam der Stadt Mülheim an der Ruhr mit der technischen und inhaltlichen Pflege beauftragen, damit alle Interessierten immer einen aktuellen Zugang zum reichhaltigen Wissensschatz erhalten.

Während vor der Förderung durch die Leonhard-Stinnes-Stiftung die Zugriffe auf unser Internetportal sich bei 400 bis 500 pro Monat bewegten, sind die Zugriffe nach dem Relaunch auf ca. 1.400 bis 1.800 pro Monat gestiegen. Das wollen wir steigern.

Seit Monaten hält sich unser Internetautritt bei Google, bei der Eingabe der Suchbegriffe „Migration und Geschichte“ unter ca. 1.240.000 angezeigten Ergebnissen auf Platz sechs aller Nennungen (Status: 27.1.2010). Das Ergebnis wollen wir durch Beibehaltung der inhaltlichen Qualität halten.

Für alle am Projekt Migration & Geschichte Beteiligten
Klaus Wichmann, Mülheim an der Ruhr, im Januar 2010


Kontakt: vhs@muelheim-ruhr.de
kw@wichmann-kommunikation.de
http://www.kulturbetrieb.de
http://vhs.muelheim-ruhr.de
Das Projekt Migration & Geschichte
wird durch die Leonhard-Stinnes-
Stiftung gefördert.

Impressum
Stand: 01.08.2011

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