Filme von Migranten, die ohne Arbeit sind. Antonyme von „fremd“ sind „vertraut“ und „verwandt“, das sind Worte aus dem persönlichen und familiären Bereich. Fremd sein kann sich schon ein Deutscher, wenn er nicht zur eigenen Familie gehört. Übertragen auf ein Land, fühlt sich ein Volk als Familie, und wenn es die Grenzen überschreitet, fühlt es sich fremd. Auch gebetene und ungebetene Gäste in den eigenen Grenzen erzeugen Fremdheit. Fremd ist alles Unbekannte.
XENOS (Griechisch: fremd) ist der Titel eines Video-Workshops, in dem der Mülheimer Filmemacher Rainer Komers arbeitslose Migranten technisch in die Lage versetzte, ihre Situation aus ihrer eigenen Sicht filmisch darzustellen. Die Filme sind nicht wieder unser „einheimischer“ Blick auf ihr Leben, sondern Selbstdarstellungen geworden, wie sie in dieser Authentizität kein professioneller Filmemacher hätte machen können.
Im Rahmen des Workshops sind fünf Kurzfilme entstanden, die der oftmals prekären Lage der Migranten jeweils ein stilistisch sehr unterschiedliches aber qualitativ hochwertiges Bild geben.
Entstanden sind folgende Filme:
Mafor. Sichui Mireine Yameni (Kamerun)
In a Cocoon
Als verfolgte Schauspielerin geht sie mit ihren Kindern ins Exil.
Eine Beziehung zerbricht, die nächste steht vor unüberwindlichen Hindernissen.
Zusammenhalt in der Fremde stiften Familie und Religion.
Makbule S. (Kurdistan)
Ich könnte nicht da leben
Abenteuerliche Flucht in ein unbekanntes Land.
Erste Station (und ohne Papiere) ist Duisburg-Bruckhausen.
Doch ein Zurück gibt es nicht mehr.
Yanming Yuan (VR China)
Schnittlauch
Die Eltern leben in Guangzhou und benötigen eines Tages Pflege.
Wo werde ich gebraucht, wo möchte ich leben?
Musa (Nigeria)
Ich spreche über Fußball.. .
Bis der Aufenthaltsstatus geklärt ist:
die Sprache lernen und erst einmal ankommen – auf dem Sportplatz.
Jashar Canulari (Kosovo)
Kemana va kerela.. .
Leben in Sicherheit, Leben in Deutschland –
und eine versetzte Geige...
Premiere war im Theater an der Ruhr am 24.1.2009
Es spielten die Mülheimer Roma-Musiker des Cingarol o Basno Theaters.
Das vollständige Konzept für den Videoworkshop in Mülheim an der Ruhr, von Rainer Komers
Das Boot ist voll
Über 7.000.000 Ausländer leben in Deutschland, die Zahl ist leicht rückläufig. Gibt es Arbeitskräftebedarf wie in der IT-Branche, sind Ausländer willkommen. Auch für Deutschstämmige und Juden aus der ehemaligen Sowjetunion bleibt das Tor offen. Ansonsten gilt in der Politik und in der öffentlichen Meinung der Satz: „Das Boot ist voll. Uns geht es gut, und das soll so bleiben.“ Ein solcher Wunsch ist menschlich verständlich, aber er hat seinen Preis; denn vielen Menschen geht es nicht so gut. Und auch nicht allen bei uns geht es so gut. Die hohe Arbeitslosigkeit, der Druck auf unsere Grenzen, die Fremden in unseren Mauern erzeugen Ängste und Gewalt. Letzte Statistiken nennen für Deutschland jährlich 10.000 Straftaten mit rassistischem und fremdenfeindlichem Hintergrund. Das ist der Ausgangspunkt für unseren Film: Migranten, die ohne Arbeit sind, nehmen eine Kamera und richten sie auf das jeweils Eigene und/oder Fremde.
Arbeitsmigranten in Deutschland
Antonyme von „fremd“ sind „vertraut“ und „verwandt“, das sind Worte aus dem persönlichen und familiären Bereich. Fremd sein kann einem Deutschen schon ein Deutscher, wenn er nicht zur eigenen Familie gehört. Übertragen auf ein Land, fühlt sich ein Volk als Familie, und wenn es die Grenze überschreitet, fühlt es sich fremd. Auch gebetene oder ungebetene Gäste in den eigenen Grenzen erzeugen Fremdheit. Fremd ist alles Unbekannte. Auch gibt es die Gewöhnung an das Fremde. Solange der Fremde sich unseren Normen anpasst, lassen wir ihn in Ruhe und weichen ihm aus. Aber es gibt Ereignisse und Einflüsse, die diesen äußeren Frieden stören, wo uns das Ausweichen unmöglich wird. Eine solche Situation ist jetzt eingetreten zwischen der Westlichen Welt mit ihren traditionell römisch-jüdisch-christlichen Werten und der islamischen Welt mit ihren arabisch geprägten Werten. In Deutschland treffen diese Welten durch die Migranten aus dem Mittelmeerraum direkt aufeinander. Muslime, die ihre Zukunft nicht mehr in ihren Herkunftsländern, sondern dauernd in Deutschland sehen, errichten in unseren Städten allenthalben neue Moscheen. Unsere weitere Zukunft wird geprägt sein von einer muslimischen Minderheit, die in Deutschland zahlenmäßig bedeutender ist, als es die jüdische je war. Gleichzeitig verliert das Christentum ständig an Boden auf Kosten einer hedonistischen Welt des Konsums. Gemeinsame Basis für alle, unabhängig von ihrer Herkunft oder Religion, ist das soziale Leben, das ein friedliches, die Reproduktion sicherndes und kulturell entwickeltes Miteinander regeln soll. Soziales Leben ist heute von Vielfalt geprägt und ist sich beschleunigenden Änderungen unterworfen. Eine emanzipierte Deutschtürkin wird sich ihrer deutschen Geschlechtsgenossin näher fühlen als ihren patriarchalisch orientierten Landsleuten, die aus Kars oder Samsun kommen. Deshalb greifen bloße Betroffenheitsrituale vom Leben in der Fremde und vom Verlust der Heimat zu kurz. Gerade für Migranten aus der ländlichen Türkei eröffnen sich in Deutschland Möglichkeiten wie z.B. Hochschulbildung und freie Partnerwahl, die besonders den Frauen dort kaum offen standen. Fremdenfeindlichkeit in Deutschland wird also auch darzustellen sein vor dem Hintergrund von Einwanderern, die hoffen konnten und können, bei uns ein besseres Leben zu führen als zuhause. Mittlerweile lebt eine zweite und dritte Generationen von Türken unter uns, die auch gar nicht mehr zurück kann oder will, weil sie sich von ihren Wurzeln längst gelöst hat und deshalb die deutsche Staatsbürgerschaft anstrebt oder schon besitzt. Existenzielle Erfahrung für diese Generationen ist der starke Anstieg der Arbeitslosigkeit. In Berlin z.B. gibt es Bezirke, wo 70% der türkischstämmigen Jugendlichen arbeitslos sind. U.a. durch den traditionellen Familienzusammenhalt konnten diese Jugendlichen (bisher) mehrheitlich aufgefangen und stabilisiert werden. Demgegenüber lebt die Hälfte der übrigen Berliner als Singles. Für die Arbeitslosen unter ihnen fällt die finanzielle, aber vor allem mentale Unterstützung durch die Familie entsprechend geringer aus, und sie sind dem häufig erniedrigenden öffentlichen Unterstützungssystem entsprechend mehr ausgeliefert. Soziales Leben definiert sich für Deutsche in der Hauptsache immer noch über die Arbeit. Wer davon ausgeschlossen ist, ist ein Ausgeschlossener, der sich im eigenen Land ausgestoßener fühlen kann als ein arbeitsloser Deutschtürke mit seinem Familienverband im Rücken.
Flüchtlinge
Eine prinzipiell andere Gruppe als die ins Land gerufenen Arbeitsmigranten aus der Türkei sind Kriegsflüchtlinge, politische Flüchtlinge oder sogenannte Wirtschaftsflüchtlinge aus dem ehemaligen Jugoslawien, aus Asien oder aus Afrika. Roma-Flüchtlinge aus dem Kosovo beispielsweise sind bei uns nur geduldet. Sie dürfen hier nicht arbeiten und dürfen den Ort, an dem sie geduldet sind, nicht ohne Erlaubnis verlassen. Roma waren bereits in ihren Herkunftsländern diskriminierte Minderheiten. Roma waren schon immer klandestine Randgruppen, deren Integration als Gruppe meistens scheiterte. Sie mussten im Lauf ihres Exodus aus Indien lernen, als Gruppe in einer tendenziell feindlichen Umgebung zu überleben. Jeder von uns hat schon die früh verwelkte Roma-Mutter mit einem Kleinkind im Schoß in unseren Innenstädten betteln gesehen. Deutsche Singles betteln mit ihren Hunden, Roma mit ihren Kindern. Sinnfälliger könnten soziale und kulturelle Unterschiede gar nicht dargestellt werden.
Code: unbekannt
Das Bild einer südosteuropäischen Bettlerin in einem Film von Michael Haneke lieferte die Ausgangsidee für das das „Xenos“-Projekt. In „Code: unbekannt“ erzählt Haneke parallele, miteinander verwobene Geschichten von Familien aus Afrika, Rumänien und Frankreich, deren Mitglieder in einer Schlüsselszene des Films in Paris und ohne, dass sie von einander wissen, zusammentreffen. Die junge Schauspielerin Anne (Juliette Binoche) verabschiedet sich auf der Straße von Jean, dem jüngeren Bruder ihres Freundes Georges, der als Fotoreporter in Kriegsgebieten auf dem Balkan arbeitet. Frustriert vom Leben als Jungbauer hat Jean den Hof seines Vaters (Sepp Bierbichler) verlassen, um sich in Paris niederzulassen. Als Anne gegangen ist, besorgt sich Jean aus dem Schnellrestaurant eine Mahlzeit und wirft, als er mit dem Essen fertig ist, den zusammengeknüllten Pappteller halb gedankenlos, halb verächtlich der rumänischen Bettlerin Maria in den Schoß. Diese Szene beobachtet zufällig der junge Amadou, ein afrikanischer Musiklehrer für taubstumme Kinder. Er läuft Jean hinterher, stellt ihn zur Rede und verlangt von ihm, sich bei Maria zu entschuldigen. Jean bleibt stur, und es kommt zu einer Rangelei. Mittlerweile sind die Streithähne von Zuschauern umringt, und bald erscheint die Polizei. Den Franzosen Jean, den Verursacher des Streits, lassen die Flics ungeschoren laufen, während Amadou mit zur Wache muss und Maria, das eigentliche Opfer, ausgewiesen wird nach Rumänien. Dort sehen wir sie in einer dörflichen Szene im Kreis ihrer Familie, von der sie zum Geldverdienen ins reiche Paris geschickt worden war. Seit diesen Szenen in Hanekes Film sehe ich eine Straßenbettlerin vom Balkan mit anderen Augen. Sie bietet nicht länger das fremdartige Bild, das ich abwehren möchte; ich weiß jetzt, dass diese Frau eine Familie hat, die sie mit ihren Bettelgroschen unterstützen hilft. Über das Zeigen ihrer Familie hat Haneke die Bettlerin aus der Anonymität herausgelöst und dadurch mein Herz erreicht. Jeder Mensch definiert sich durch die Zugehörigkeit zu seiner Gruppe, zuallererst zu seiner Familie. Selbst isolierte Menschen definieren sich wenigstens durch ihre Antihaltung zu der sie umgebenden Gruppe. Deshalb wird sich der Film mit dem Verhältnis von Individuum und Familie/Gruppe beschäftigen.
work in progress
Das „Xenos“-Projekt kann nur als ein „work in progress“ funktionieren, das offen sein muss hinsichtlich seiner Protagonisten, hinsichtlich der Spielregeln und hinsichtlich der realisierten Episoden. Deshalb lässt sich jetzt von Entwürfen, aber nicht von fertigen Konzepten sprechen. Ich stelle mir als Teilnehmer Afrikaner, Türken und Roma vor, die ohne feste Arbeit sind, und die mit der Kamera Geschichten entwickeln, die ihr Leben in Deutschland unter Deutschen und unter Ausländern als ein Miteinander, Nebeneinander oder Gegeneinander reflektieren. Die Fähigkeit zur Beobachtung, zur Selbstbeobachtung und zum Spielerischen ist die Wunschkombination, die ein Teilnehmer mitbringen sollte. Der Einwurf könnte lauten: „Ist dieser Anspruch nicht zu hoch?“ Ich bin sicher, er ist nicht zu hoch. Wer einen persönlichen Brief oder ein Tagebuch schreibt, wer anderen persönliche Erlebnisse erzählen kann und vor allem Lust hat sich mitzuteilen, der ist geeignet. Sollte die Kamera auf das eigene Milieu und Leben gerichtet sein, oder sollte eine Situation hergestellt werden, in der die Teilnehmer ihren eigenen, bekannten Lebensbereich verlassen, um die Kamera auf einen anderen, unbekannten Schauplatz zu richten? Diese Frage muss im Lauf des Projekts und von Fall zu Fall entschieden werden. Bei Recherchen in einem Roma-Lager in Oberhausen schlug mir eine Welle von Frustration entgegen, die mich als Filmemacher lähmte und wahrscheinlich auch jeden Rom, der dieses ungewollte Container-Leben 1:1 schildern müsste. Deshalb kam ich auf die Idee, die Kamera einfach umzudrehen und darzustellen, wie Roma (als ausgeprägte „Ingroup“) das Leben in Deutschland und die Deutschen erleben. Dieser Perspektivenwechsel würde die Lähmung durch das eigene Milieu lösen und kreatives Potenzial wecken und würde beide Seiten gleichermaßen neugierig machen.
Spielregel
Wie lässt sich eine Spielsituation herstellen, die dem Blick auf das Fremde zu mehr Nähe und Intensität verhilft? Am Beispiel Köln habe ich erlebt, dass ich diese Stadt, die mich als Nicht-Kölner faszinierte und zugleich abstieß, mit anderen Augen sah und sogar anziehend fand, als ich dort eine Wohnung hatte und in den Mauern der Stadt schlief, also abends nicht wieder nach Mülheim zurückflüchten konnte. Deshalb stelle ich mir vor, dass „Xenos“-Teilnehmer wie Austauschschüler eine Zeitlang bei einer Gastfamilie oder Gastgeber leben, dass die Kamera dabei ist, und dass die Gäste bei ihren Gastgebern auch übernachten (können), dass z. B. eine Türkin aus einer Großfamilie das Leben einer deutschen Single Tag und Nacht teilt und beobachtet. Aus dieser Spielsituation kann sich dann Unvorhergesehenes entwickeln: Beobachterin und Beobachtete können ihre Rollen tauschen, beide können sich auch zusammen tun und sich neuen Schauplätzen oder Personen zuwenden. Ein anderer Teilnehmer wird lieber unabhängig von einer Spielregel und ganz selbstständig vorgehen wollen. Roma beispielsweise konnten auf ihrem Exodus nur überleben, indem sie den Gaje, den Nicht-Roma Einblick in ihre Verhältnisse und Überlebensstrategien verwehrten. Sie werden zum Offenlegen ihrer Situation ein anderes Verhältnis haben als ein durch zwanzig Jahre Talkshows sozialisierter Deutschtürke.
11. September
Auch für das „Xenos“-Projekt hat sich etwas nach dem 11. September 2001 geändert. Eine mit einem Afrikaner verheiratete Künstlerin aus Essen, die mich vorher eingeladen hatte, mit der Kamera zu notieren, welchen Gewaltsituationen Afrikaner auch in Ruhrgebietsstädten ausgesetzt sind, wehrte meine Bitte, dieser Einladung jetzt nach dem schrecklichen Ereignis Folge leisten zu können, geradezu hysterisch ab. Niemals würde sie es zulassen, dass man den Nazis durch Filmaufnahmen ihrer afrikanischen Freunde noch gratis Steckbriefe ins Haus liefere. Gleich nach den Anschlägen in den USA sind mehr als 30 Roma aus dem Lager in Oberhausen verschwunden. Aus Angst vor plötzlicher Abschiebung sind sie wahrscheinlich zu Verwandten nach Frankreich geflüchtet. Im Kosovo ging es für die Roma um Leben und Tod. Ihre Häuser wurden von Nato-Bomben zerstört oder von Albanern angezündet. Für sie ist das Fremdsein kein Spiel, sondern existenzielle Erfahrung. Aber auch sie leben nicht in völliger Isolation in ihren Gastländern (sie könnten so auch gar nicht existieren) und sind deshalb an sozialem und kulturellem Austausch interessiert. Bei der Recherche in Oberhausen zeigte mir Shaban ein selbst gedrehtes Video von zerstörten Roma-Häusern im Kosovo. Als wir danach über das Filmprojekt sprachen, ging es ihm vor allem um eine Darstellung der Kultur seines Volkes. Die Auseinandersetzung mit dem Fremden schließt den Stolz auf die eigene Kultur mit ein.
Amateur als Autor
Ich stelle mir einen Film vor, der sich aus Episoden mit unterschiedlichen Sicht- und Erzählweisen der Teilnehmer zusammensetzt, zusammengehalten durch eine (noch zu erarbeitende) Rahmengeschichte, die alle Teilnehmer in einer Szene zusammenführt. Eine solche Rahmengeschichte könnte beispielsweise ein Besuch von Hans Haackes umstrittener Reichstagsplastik „Der Bevölkerung“ sein, oder eine Reise an die polnische Grenze nach Guben, das auch nach dem Tod des Algeriers Farid Gouendoul nicht zur Ruhe kommt. Ein erstes Vorbereitungstreffen mit türkischen TeilnehmerInnen hat stattgefunden. Dabei führte ich ihnen kurze, von der BBC produzierte Amateurfilme vor. Unter dem Titel „Video Nation“ hatte der Sender 50 BürgerInnen eingeladen, Szenen aus ihrem Leben zu filmen. Die Beiträge dieser vor den Hauptnachrichten ausgestrahlten, äußerst populären Sendereihe haben einen Charme und eine Authentizität, die kein Professioneller so erreichen kann. Der besondere Reiz des „Xenos“-Projekts liegt also darin, dass diesmal nicht von Fernsehmachern und von außen über Menschen und Verhältnisse berichtet wird, sondern dass die Menschen, um die es im Film geht, selbst zu Autoren werden und zwar mit dem Recht auf äußerste Subjektivität und Verspieltheit. Die Risiken liegen im Gegenteil darin, dass verinnerlichte Fernsehvorbilder (Magazinbeiträge, Comedies, Talkshows etc.) schlecht nachgemacht werden. Solche Risiken müssen durch intensive Vorbereitung minimiert werden. Dazu will ich mit den Teilnehmern weitere Filme wie den schon genannten „Code: unbekannt“ oder „AKA: Don Bonus“, das Videotagebuch eines kambodschanischen Einwanderers in den USA, diskutieren.
Produktion
Sind das „Casting“ der Teilnehmer und die Stoffentwicklung abgeschlossen, findet eine handwerkliche Unterweisung an den Geräten statt. Dann werden zwei bis drei Leihkameras für einen begrenzten Zeitraum zur Ausführung der Vorhaben ausgeliehen. Eine Einzelbetreuung durch den Projektleiter während der Drehphase ist sinnvoll. Sind alle Filme abgedreht, kommt es zu einer Sichtung und Beurteilung des Materials durch alle Teilnehmer und Entscheidungen über eventuelle Nachdrehs. Ein professioneller Cutter wird unter Beteiligung der Autoren die einzelnen Beiträge zu einem Gesamtfilm montieren, dessen Endlänge von der Beschaffenheit des Materials und dem begrenzten Kostenrahmen bestimmt wird.
© Rainer Komers, Text und Bilder
Klaus Wichmann, Mülheim an der Ruhr, im August 2010
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Download Pressespiegel Xenos: Das Eigene und das Fremde zeigen (PDF, 451 KB) |
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