YONEX German Open 2017

Vize-Europameister nehmen Revanche

2016 musste er sich bei den YONEX German Open in Mülheim an der Ruhr im Finale des Herreneinzelwettbewerbs noch dem chinesischen Superstar Lin Dan geschlagen geben. In diesem Jahr durfte Chou Tien Chen (Weltranglistenplatz 9; Setzplatz 6) auch nach dem Endspiel jubeln: Mit 21:16, 21:14 setzte sich der Taiwanese am Sonntag (5. März 2017) gegen seinen Landsmann Wang Tzu Wei (Weltranglistenplatz 25; Setzplatz 14) durch und trug sich damit erstmals in die Siegerliste der Internationalen Badmintonmeisterschaften von Deutschland ein.

Yonex German Open 2017: Olympiasieger Zhang Nan, Li Yinhui, Huang Yaqiong, Lu Kai.

Siegerehrung im Mixed. v.l.: Herrendoppel-Olympiasieger Zhang Nan, Li Yinhui, Huang Yaqiong, Lu Kai.

Fotos: Claudia Pauli

Im Dameneinzel fiel das Endspiel aus: Nachdem Olympiasiegerin Carolina Marin (Weltranglistenplatz 2; Setzplatz 1) wenige Stunden nach ihrem hart umkämpften Dreisatzerfolg im Halbfinale über die Japanerin Minatsu Mitani (Weltranglistenplatz 28) aus Verletzungsgründen ihren Startverzicht im Finale erklärt hatte, stand deren Nationalmannschaftskollegin Akane Yamaguchi (Weltranglistenplatz 6; Setzplatz 2) bereits am Samstagabend als Gesamtsiegerin fest. Auch die 19-Jährige holte bei dem für den Deutschen Badminton-Verband (DBV) bedeutsamsten Turnier zum ersten Mal einen Titel.

Im Herrendoppel kam es im Finale zur Neuauflage des Endspiels bei der Individual-EM 2016 in Frankreich – diesmal allerdings mit dem besseren Ende für Kim Astrup und Anders Skaarup Rasmussen (Weltranglistenplatz 11; Setzplatz 4): Die Vize-Europameister aus Dänemark behielten gegenüber ihren damals siegreichen Landsleuten Mads Conrad-Petersen/Mads Pieler Kolding (Weltranglistenplatz 8; Setzplatz 2) mit 21:17, 21:13 die Oberhand. Während Kim Astrup und Anders Skaarup Rasmussen jeweils erstmals in Mülheim an der Ruhr die gesamte Konkurrenz hinter sich ließen, verpassten Mads Conrad-Petersen und Mads Pieler Kolding ihren zweiten gemeinsamen YONEX German Open-Sieg nach 2015. Mads Pieler Kolding belegte bei dem Turnier der Kategorie Grand Prix Gold vor zwei Jahren zudem im Mixed – an der Seite von Kamilla Rytter Juhl – Platz eins.

Yonex German Open 2017: Kim Astrup (vorne) und Anders Skaarup Rasmussen besiegten im Finale die Europameister.

Kim Astrup (vorne) und Anders Skaarup Rasmussen besiegten im Finale die Europameister.

Der Sieg im Damendoppel ging 2017 an die ungesetzte Paarung Yuki Fukushima/Sayaka Hirota (Weltranglistenplatz 23), die im Halbfinale Isabel Herttrich und Carla Nelte (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim/TV Refrath; Weltranglistenplatz 57) aus dem Turnier geworfen hatte. Die Deutschen Meisterinnen avancierten mit ihrem Einzug in die Vorschlussrunde zu den erfolgreichsten Vertretern des DBV bei den diesjährigen YONEX German Open. Die Japanerinnen boten im Endspiel ein weiteres Mal eine starke Leistung und bezwangen Huang Dongping/Li Yinhui aus China (Weltranglistenplatz 21; Setzplatz 5) mit 15:21, 21:17, 21:15. Auch Yuki Fukushima und Sayaka Hirota gewannen jeweils erstmals bei den Internationalen Badmintonmeisterschaften von Deutschland einen Titel.

Im Finale des Mixedwettbewerbs hatten die Chinesen Zhang Nan/Li Yinhui (Weltranglistenplatz 17; Setzplatz 8) beim 22:20, 21:11 gegen ihre Landsleute Lu Kai/Huang Yaqiong (Weltranglistenplatz 6; Setzplatz 1) im zweiten Satz leichtes Spiel. Zhang Nan, der Olympiasieger von Rio im Herrendoppel und Olympiadritte von 2016 im Mixed, freute sich damit über seinen insgesamt zweiten YONEX German Open-Titel: 2010 hatte an der Seite seines Landsmanns Chai Biao in Mülheim an der Ruhr Platz eins im Herrendoppel belegt. Bei den Olympischen Spielen in Rio trat Zhang Nan mit Fu Haifeng und Zhao Yunlei an, die inzwischen ihre internationale Karriere beendet haben.

Ergebnisse, Haupt- und Titelsponsor

Alle Ergebnisse von den YONEX German Open  finden Sie auf der Veranstaltungswebseite unter www.german-open-badminton.de.

YONEX German Open Badminton Championships.

Als Haupt- und Titelsponsor der Internationalen Badmintonmeisterschaften von Deutschland fungiert in diesem Jahr zum insgesamt 31. Mal in Folge die Firma YONEX.

NACHWUCHSHOFFNUNGEN DES DBV
BEGEISTERN
„Ich weiß auch nicht, wie ich das geschafft habe – ich habe nicht aufgegeben und weiter
gekämpft.“ Erst 18 Jahre ist die gebürtige Hamburgerin Yvonne Li (SC Union Lüdinghausen) alt
und steht nun bei den YONEX German Open in Mülheim an der Ruhr (2017 vom 28. Februar bis
zum 5. März) im Achtelfinale des Dameneinzelwettbewerbs. Nachdem sich die Europameisterin
von 2014 im Mädcheneinzel U17 mit zwei Dreisatzerfolgen in der Qualifikation einen Startplatz im
Hauptfeld erspielt hatte, setzte sie sich am Mittwoch (1. März 2017) in der ersten Runde des
Hauptturniers mit 19:21, 23:21, 21:18 gegen die 27 Jahre alte Olga Konon (1. BC Saarbrücken-
Bischmisheim) durch. In der für beide Spielerinnen enorm kräftezehrenden Partie lag Yvonne Li im
zweiten Durchgang mit 11:18 hinten, behielt aber in bemerkenswerter Weise die Nerven. „Ich bin
voll fertig. Zum Glück habe ich heute nur ein Spiel, da ist das nicht ganz so schlimm“, so die
Studentin unmittelbar nach dem rein deutschen Duell lachend. In der Runde der besten 16 Damen
trifft Yvonne Li, die in diesem Jahr zum ersten Mal in ihrer Karriere bei den YONEX German Open
im Dameneinzel aufschlägt, auf die an Nummer acht gesetzte Japanerin Ayumi Mine. Die
Weltranglisten-21. aus Asien und die auf Weltranglistenplatz 107 geführte deutsche
Nachwuchshoffnung bestreiten dann erstmals ein Match.
Der Einzug ins Achtelfinale gelang am Mittwoch außerdem Fabian Roth (TV Refrath) im
Herreneinzel, Isabel Herttrich/Carla Nelte (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim/TV Refrath) im
Damendoppel, Jones Ralfy Jansen/Josche Zurwonne (Indonesien/SC Union Lüdinghausen) im
Herrendoppel sowie den Gemischten Doppeln Raphael Beck/Carla Nelte (1. BC Beuel/TV Refrath)
und Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim). Isabel
Herttrich und Carla Nelte haben damit gleich in zwei Disziplinen die Chance, das Viertelfinale zu
erreichen.
Absender:
Dr. Claudia Pauli
Press Relations Officer YONEX German Open
Waldbleeke 36
D-45481 Mülheim an der Ruhr
Tel.: +49 (0)208 / 69 866 296
E-Mail: claudia.pauli@cp-presse.de
Datum: 01.03.2017
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Fabian Roth setzte sich in seinem Spiel aus der zweiten Runde mit 21:16, 21:17 gegen den
Schweden Henri Hurskainen, den Vize-Europameister von 2012, durch. „Eigentlich habe ich mich
erneut ganz gut gefühlt. Teilweise habe ich mir dann selber das Leben schwer und einige leichte
Fehler gemacht. Dann wurde es ein Kampf. Ich freue mich darauf, morgen zum ersten Mal bei den
German Open im Achtelfinale zu stehen, morgen erneut spielen zu dürfen. Wenn die Leute hinter
einem stehen, ist das cool“, so der 21-Jährige. In der Runde der besten 16 Herren darf sich der
Weltranglisten-55. zum ersten Mal im Rahmen eines Turniers mit dem Japaner Takuma Ueda
(Weltranglistenplatz 44) messen. Die Begegnung wurde zum „Match of the Day“ des 3.
Veranstaltungstages deklariert und beginnt um 19.55 Uhr auf Court 2.
Kurz, bevor Fabian Roth als Achtelfinalteilnehmer feststand, hatten sich Isabel Herttrich und Carla
Nelte in ihrer Partie aus der ersten Runde mit 21:13, 21:10 gegen Jenny Nystrom/Sonja Pekkola
aus Finnland durchgesetzt. Im Mixed – an der Seite von Mark Lamsfuß – agierte Isabel Herttrich
genauso souverän: Die Deutschen Vizemeister besiegten die Japaner Yugo Kabayashi/Koharu
Yonemoto mit 21:14, 21:12. Den nationalen Champions Raphael Beck und Carla Nelte gelang es
unterdessen, ein speziell im dritten Durchgang enges Match gegen Lee Chun Hei Reginald/Chau
Hoi Wah aus Hongkong mit 21:12, 11:21, 21:19 für sich zu entscheiden. „In beiden Disziplinen im
Achtelfinale zu stehen, ist sehr zufriedenstellend. Im Damendoppel hatten wir einen Sieg schon
erwartet, das war ein bisschen eine Pflichtaufgabe. Im Mixed wussten wir nicht so genau, was auf
uns zukommt. Das haben wir souverän gemacht“, zog Isabel Herttrich ein Fazit. Carla Nelte meinte
zum Gemischten Doppel: „Wir haben uns gestern – in der Quali – ein bisschen schwer getan.
Heute hatten wir keinen Druck mehr und haben auch viel besser gespielt. Mich freut, dass wir
mutig geblieben sind, als es im dritten Satz eng war, und wir es geschafft haben, gegen eine
Paarung, die sich in der Weltrangliste unter den Top 15 befindet, den Sieg nach Hause zu fahren.“
Nächste Gegner des noch relativ neu zusammengestellten Duos Raphael Beck/Carla Nelte
(Weltranglistenplatz 112) sind die an Position fünf notierten Thailänder Bodin Isara/Savitree
Amitrapai (Weltranglistenplatz 14). Dieses Duell bedeutet ebenso eine Premiere in einem
Wettkampf wie die Achtelfinalpartie des Damendoppels Isabel Herttrich/Carla Nelte
(Weltranglistenplatz 57) gegen die in Mülheim an der Ruhr topgesetzten Japanerinnen Kurumi
Yonao/Naoko Fukuman (Weltranglistenplatz 8) und die Begegnung von Isabel Herttrich/Mark
Lamsfuß (Weltranglistenplatz 38) im Gemischten Doppel mit Peng Soon Chan/Liu Ying Goh
(Weltranglistenplatz 8) aus Malaysia.
In einem der letzten Spiele des 2. Veranstaltungstages verbuchten Jones Ralfy Jansen und
Josche Zurwonne einen 21:17, 21:16-Erfolg über die Japaner Takuto Inoue/Yuki Kaneko. „Das war
ein sehr gutes Spiel von uns beiden. In der vergangenen Woche, bei den Austrian Open, haben
wir nicht die beste Leistung gebracht. Daher freuen wir uns sehr, dass wir es geschafft haben, uns
so gut umzustellen. Das war eine sehr konzentrierte Leistung und ist sehr, sehr gut gelaufen. Wir
haben es geschafft, die Sieger von Österreich zu schlagen“, meinte Josche Zurwonne zufrieden. In
der Runde der besten 16 Herrendoppel warten die amtierenden Vize-Europameister Anders
Skaarup Rasmussen/Kim Astrup auf die indonesisch-deutsche Kombination. Die
Weltranglistenelften aus Dänemark treffen erstmals auf Jones Ralfy Jansen und Josche Zurwonne
(Weltranglistenplatz 35).
Starke Konkurrenz und eine krankheitsbedingte Aufgabe
Ausgeschieden sind am Mittwoch aus deutscher Sicht neben Olga Konon zudem Marc Zwiebler (1.
BC Saarbrücken-Bischmisheim; Setzplatz 7) und Simon Wang (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim)
im Herreneinzel, Raphael Beck/Peter Käsbauer (1. BC Beuel/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim)
im Herrendoppel, die Damendoppel Linda Efler/Eva Janssens (TV Emsdetten/1. BC Beuel),
Johanna Goliszewski/Lara Käpplein (beide 1. BV Mülheim), Annika Horbach/Theresa Wurm (SV
Fun-Ball Dortelweil/SG Anspach), Lisa Kaminski/Hannah Pohl (beide 1. BC Beuel) und Anika
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Dörr/Jennifer Karnott (SV Fun-Ball Dortelweil/TV Refrath) sowie Michael Fuchs/Birgit Overzier (1.
BC Saarbrücken-Bischmisheim/1. BC Beuel) im Mixed.
Von Fieber und Schüttelfrost geplagt, musste Marc Zwiebler in seinem Zweitrundenmatch gegen
den Dänen Kim Bruun beim Stand von 10:21, 6:11 aus seiner Sicht aufgeben. „Jedes andere
Turnier hätte ich abgesagt, aber bei den German Open möchte man natürlich auf Teufel komm
raus spielen. Die Ärzte haben mir davon abgeraten und die Trainer haben mich vor dem Spiel
gebeten, nicht zu spielen. Aber ich wollte es probieren. Im Spiel haben sie mich dann gebeten,
aufzugeben“, meinte der 32-Jährige unmittelbar nach der Partie.
Für den 13 Jahre jüngeren Simon Wang, der als Qualifikant die zweite Runde des Hauptturniers
erreicht hatte, erwies sich die dänische Nachwuchshoffnung Anders Antonsen (Setzplatz 16) beim
13:21, 18:21 als zu stark.
Die Deutschen Meister im Herrendoppel, Raphael Beck und – der gesundheitlich wie Marc
Zwiebler angeschlagene – Peter Käsbauer, erlitten in ihrem Auftaktmatch eine 15:21, 16:21-
Niederlage gegen Or Chin Chung/Tang Chun Man aus Hongkong.
Im Damendoppel mussten die Deutschen Vizemeisterinnen Linda Efler/Eva Janssens beim 8:21,
12:21 gegen die an Nummer acht gesetzten Japanerinnen Shiho Tanaka/Koharu Yonemoto die
Überlegenheit der Konkurrenz anerkennen. Gleiches gilt für Annika Horbach/Theresa Wurm, die
Hsu Ya Ching/Wu Ti Jung aus Taiwan mit 10:21, 13:21 unterlagen, für Lisa Kaminski/Hannah Pohl
beim 3:21, 8:21 gegen die an Position sieben notierte Weltklassepaarung Greysia Polii/Rizki
Amelia Pradipta aus Indonesien und für Anika Dörr und Jennifer Karnott, die mit 10:21, 8:21 gegen
die an Nummer vier gesetzten Indonesierinnen Della Destiara Haris/Rosyita Eka Putri Sari
verloren.
Die 21 Jahre alte Jennifer Karnott war dennoch durchaus positiv gestimmt: „Wir hatten damit
gerechnet, dass es sehr schwierig werden würde, sind aber ganz zufrieden damit, dass wir im
ersten Satz zehn Punkte erzielen konnten. Manche Ballwechsel waren sogar relativ lang, da
konnten wir mitspielen. Aber unsere Gegnerinnen waren einfach zu stark im Angriff.“
Ein noch schwereres Los erwischten Johanna Goliszewski/Lara Käpplein für ihr Auftaktmach: Sie
standen darin den an Nummer zwei gesetzten Thailänderinnen Jongkolphan Kititharakul/Rawinda
Praongjai gegenüber, die nach einer Spielzeit von 29 Minuten durch einen 21:14, 21:10-Sieg ins
Achtelfinale einzogen.
Die mehrmaligen Olympiateilnehmer Michael Fuchs und Birgit Overzier, die seit ihrer Rückkehr
aus Rio den Fokus auf ihre berufliche Laufbahn legen, kämpften bei ihren letzten YONEX German
Open bravourös. Letztlich mussten sich die 34 und 32 Jahre alten Routiniers in ihrem
Erstrundenmatch gegen das an Nummer vier gesetzte Mixed Tan Kian Meng/Lai Pei Jing aus
Malaysia allerdings mit 17:21, 21:18, 16:21 geschlagen geben.
Weitere Informationen
Die Achtelfinalspiele werden bei dem immens stark besetzten Turnier in allen Disziplinen am
Donnerstag (2. März 2017) ausgetragen. Alle Ergebnisse von den YONEX German Open sind auf
der Veranstaltungswebseite unter www.german-open-badminton.de erhältlich. Als Haupt- und
Titelsponsor der Internationalen Badmintonmeisterschaften von Deutschland fungiert in diesem
Jahr zum insgesamt 31. Mal in Folge die Firma YONEX.

Stand: 06.03.2017

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