Zeittafel zur Mülheimer Geschichte

 

796
Erwähnung eines Waldes namens Heißen (Heissi) in Zusammenhang mit Rodungen
811 Nennung von Menden (Menethinna) in einem Verzeichnis der Abtei Werden. Dies ist die erste verlässlich datierbare Erwähnung des Namens eines späteren Mülheimer Stadtteils.
873 Erwähnung einer Kirche in Mintard (Mintyrt)
883/884 Vermutliche Entstehung der Ursprungsanlage von Burg Broich als Sperrfort zur Sicherung des Ruhrüberganges gegen die Normannen. Im 11. Jahrhundert Umbau der aufgelassenen Befestigung zur Burg.
Um 1000 Erwähnung der Orte Fulerum (Fulramon), Raadt (Rotha), Speldorf (Spelthorpe), Saarn (Sarnon), Winkhausen (Winninghuson), Styrum (Stiarhem) und Mülheim (Mulinhem) in Schenkungsurkunden.
1067 Nachweis von Styrum als Reichsgut. Aus Teilen des Reichsgutes entsteht später die kleine reichsunmittelbare Herrschaft Styrum.
1093 Erwähnung von "Muilenheim" als Gerichtsstätte des Ruhrgaues. Es ist die erste datierte Nennung Mülheims. In derselben Urkunde sind die Edelherren von Broich (Brouche) zum ersten Mal im Mülheimer Raum belegt.
Um 1200 Errichtung des ersten steinernen Baus der Petrikirche
1214 Gründung des Zisterzienserinnenklosters Saarn
1223 Bestätigung der Klostergründung in Saarn von Papst Honorius III.
1266 Erwähnung der Pfarrei Mülheim
1303 Erste Erwähnung des Ortes Selbeck (Vouzheim)
1408 Erste Erwähnung der Broicher Ruhrfähre
1443 Eroberung von Burg Broich. In der Folge ändern sich die machtpolitischen Verhältnisse im unteren Ruhrtal.
1554 Nachweis von reformatorischen Änderungen in Mülheim
1591 Sieg der Reformation in der Herrschaft Broich
1598 Erstürmung von Schloss Broich durch spanische Truppen. Es wird so schwer zerstört, dass die Schäden erst Jahrzehnte später behoben werden können.
1607 Ermordung des Junggrafen Wirich durch die Spanier
1639 Einrichtung einer Schuhmacher- und Löherzunft durch den Broicher Landesherrn Graf Wilhelm Wirich von Daun-Falkenstein
1644-48 Wiederaufbau und Neubefestigung von Schloss Broich
1658 Stiftung einer lutherischen Pfarrkirche (Paulikirche) durch Graf Wilhelm Wirich von Daun, Herr zu Broich
1659 Erschlagung des Junggrafen Alexander von Daun-Falkenstein durch Graf Moritz von Limburg-Styrum auf der Lipperheide
1702 Treffen von König Friedrich I. von Preußen und Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz auf Schloss Broich
1703 Einkehr von Kaiser Karl VI. im Kloster Saarn
1708 Tod des Mülheimer Auswanderers und Papierfabrikanten Wilhelm Rettinghaus (William Ritttenhouse)
Ab 1712 Wirken von Gerhard Tersteegen (1697-1764), Mystiker und Pietist, in Mülheim. Tersteegen wird die überragende Gestalt des rheinischen Pietismus.
1745 Geburt von Carl Arnold Kortum (1745-1824) in Mülheim. Er studiert Medizin und lässt sich in Bochum als Arzt nieder. Bekannt wird er als Verfasser der "Jobsiade".
1752 Errichtung einer katholischen Mission in Mülheim, aus der später die katholische Pfarrei Sankt Mariae Geburt hervorgeht
1769 Tod von Gerhard Tersteegen
1770 Gründung der Tabakfirma J.W. von Eicken
1780 Eröffnung der Mülheimer Schleuse. Die Ruhr ist damit von der Mündung ab schiffbar. Der Kohlenhandel erfährt einen Aufschwung.
1787
Erster Aufenthalt von Prinzessin Luise von Mecklenburg-Strelitz, der späteren Königin Luise von Preußen, als Gast ihrer Großmutter auf Schloss Broich
1790 Erhebung der katholischen Missionsstelle zur Pfarrei
1790 Geburt des Firmengründers Mathias Stinnes
1791 Gründung einer Baumwollspinnerei durch Johann Caspar Troost
1795 Konzession zur Herausgabe einer Zeitung in der Herrschaft Broich an den Druckereibesitzer Blech. Die Zeitung erscheint ab Januar 1797 zweimal wöchentlich.
1796 Geburt des Lehrers und Dichters Hermann Adam von Kamp
1797 Erste Mülheimer Zeitung
1797 Überfall auf das Pfarrhaus von Pastor Pithan
1801 Gründung einer Sohlledergerberei durch Jean-Baptiste Coupienne, den Stammvater der Mülheimer Lederindustrie
1806 Auflösung der Herrschaften Broich und Styrum. Napoleon gründet das Großherzogtum Berg und setzt seinen Schwager Joachim Murat als Regenten ein. Beginn der französischen Verwaltung.
1808 Entstehung der Munizipalität Mülheim. Das Gemeindegebiet umfasst die aufgelösten Herrschaften Broich und Styrum. Zum ersten Mal in der Geschichte ist Mülheim damit eine selbständige Gemeinde (nach französischem Recht).
1808 Aufhebung von Kloster Saarn nach fast 600-jährigem Bestehen durch die französische Verwaltung. Die Klostergebäude werden versiegelt.
1808 Gründung einer Firma durch Mathias Stinnes (1790-1875), die sich mit Schifffahrt und Kohlenhandel befasst: die Keimzelle des Stinnes-Konzerns.
1809 Die Munizipalität Mülheim hat 11.949 Einwohner
1810 Tod von Königin Luise
1811 Gründung einer Dampfmaschinenfabrik- Keimzelle der Friedrich Wilhelms-Hütte - durch Johann Dinnendahl (1780-1849).
1813 Ende der französischen Herrschaft an Rhein und Ruhr. Das Großherzogtum Berg wird aufgelöst, die ehemaligen Herrschaften Broich und Styrum gehen nach einer zweijährigen Übergangszeit an das Königreich Preußen.
1815 Einrichtung der Königlich-Preußischen Gewehrfabrik im Kloster Saarn. Sie wird 1862 nach Erfurt verlegt.
1819 Besuch von Kronprinz Wilhelm von Preußen (dem späteren Kaiser Wilhelm I.) auf Schloss Broich
1824 Tod von Carl Arnold Kortum
1835 Gründung einer privaten Höheren Knabenschule. Es handelt sich um die erste weiterführende Schule in Mülheim.
1839 Einweihung der privaten Aktienstraße von Essen zum Mülheimer Hafen
1839 Betriebsaufnahme der Pferdebahn von der Zeche Sellerbeck zum Kohlenhafen
1840 Mülheim hat 22.000 Einwohner
1842 Bau des ersten Mülheimer Rathauses
1842 Gründung der Sparkasse
1844 Eröffnung der Kettenbrücke, der ersten Brücke über die Ruhr. Die Schollsche Fähre verliert damit ihre Bedeutung, der Betrieb wird eingestellt.
1845 Fertigstellung der Hafenanlagen
1846 Aufteilung der Bürgermeisterei Mülheim in eine Stadt- und eine Landbürgermeisterei. Der Stadtbürgermeisterei wird die revidierte Städteordnung von 1831 verliehen, so dass Mülheim jetzt auch nach preußischem Recht Stadt wird.
1847 Geburt des Großindustriellen Emil Kirdorf
1850 Eröffnung des Evangelischen Krankenhauses
1852 Gründung der Höheren Bürgerschule, der ersten weiterführenden Schule in städtischer Trägerschaft. Aus ihr gehen später drei Gymnasien (die heutigen Karl-Ziegler-Schule, Otto-Pankok-Schule, Luisenschule) sowie die städtische Berufsschule hervor.
1853 Erster Personendampfer auf der Ruhr (Fahrt Mülheim-Werden)
1855 Geburt des Arztes und Völkerkundlers Karl von den Steinen
1856 Erste Straßenbeleuchtung in Mülheim (mit Gaslaternen)
1857 Versteigerung von Schloss Broich. Käufer sind der Verwalter Bilger und sein Schwiegersohn Eduard Stöcker.
1860 Höhepunkt der Kohlenschifffahrt auf der Ruhr
1861 Gründung der Lederfabrik Lindgens
1862 Abtretung der Lipperheide zur Gründung von Oberhausen
1862 Anschluss Mülheims an das Eisenbahnnetz mit Eröffnung der Strecken Dortmund-Bochum-Steele-Essen-Mülheim-Duisburg sowie Oberhausen-Mülheim. Die Ruhrschifffahrt wird in den folgenden Jahren zunehmend durch die Eisenbahn verdrängt.
1866 Pocken- und Choleraepidemie in Mülheim
1867 Tod des Lehrers und Dichters Hermann Adam von Kamp
1867 Gründung der Firma Wilhelm Schmitz-Scholl, die sich mit dem Import und der Veredelung von Kolonialwaren, vor allem Kaffee und Kakao beschäftigt. Dies ist die Keimzelle der Unternehmensgruppe Tengelmann.
1870 Geburt von Hugo Stinnes (1870-1924), eines Enkels von Mathias Stinnes. Ab 1890 übernimmt er die Leitung der Bergbaubetriebe seiner Familie und treibt mit der Gründung des Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerks (RWE) die Elektrifizierung entscheidend voran. Bei seinem Tode besitzt er mit über 1500 Unternehmen den größten deutschen Konzern.
1871 Gründung der Maschinenfabrik Thyssen & Co. in der Gemeinde Styrum durch August Thyssen (1842-1926). Die Fabrik wird zur Basis eines der größten deutschen Montankonzerne.
1873 Erste Mülheimer Tageszeitung im Verlag Julius Wecker (ab 1880 Verlag Ernst Marks), Die "Mülheimer Zeitung" erscheint insgesamt 72 Jahre lang bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs.
1873 Schließung der Zinkhütte in Eppinghofen
1876 Eröffnung der Ruhrtalbahn
1878 Vergrößerung der Stadt Mülheim um die Gemeinden Eppinghofen und Mellinghofen. Die Landbürgermeisterei Mülheim wird in die Bürgermeistereien Broich, Styrum und Landbürgermeisterei Mülheim (ab 1879 Bürgermeisterei Heißen) aufgeteilt.
1879 Einrichtung des Königlich-Preußischen Amtsgerichts
1879 Abbruch der alten lutherischen Kirche an der Delle
1879 Gründung des Verschönerungsvereins
1881 Einweihung der Paulikirche
1881 Ausgabe einer weiteren Mülheimer Tageszeitung. Der "Generalanzeiger für Mülheim" wird 1934 mit der "Mülheimer Zeitung" vereinigt.
1885 Geburt des Karikaturisten und Malers Hermann Haber
1887 Gründung einer freiwilligen Feuerwehr
1889 Erste öffentliche Müllabfuhr (für privaten Hausmüll)
1890 Eröffnung des Restaurants auf dem Kahlenberg (spätere Jugendherberge)
1893 Geburt des Malers Otto Pankok in Saarn
1894 Eröffnung des Zentralhallentheaters
1897 Verkehr der ersten elektrischen Straßenbahn in Mülheim. Die Dampfstraßenbahn von Duisburg nach Broich, die schon seit 1887 existiert, wird ebenfalls auf elektrischen Betrieb umgestellt.
1897 Errichtung einer neuen Hauptpost auf dem bis dahin weitgehend unbebauten Schollenfeld. Das Gebäude wird 86 Jahre lang genutzt. Seit 1994 ist die "Alte Post" Sitz des Städtischen Museums.
1899 Einzug des Infanterie-Regiments 159 in die neue Kaserne an der Kaiserstraße. Mülheim wird Garnisonsstadt.
1901 Geburt der Industriellentochter und Rennfahrerin Clärenore Stinnes
1901 Gründung der Mülheimer Abteilung des Sauerländischen Gebirgsvereins
1903 Wahl von Paul Lembke zum Mülheimer Oberbürgermeister  (1904-1928)
1904 Eingemeindung der Bürgermeisterei Broich sowie der Gemeinden Styrum und Holthausen. Mülheim wird kreisfreie Stadt.
1905 Mülheim hat 92.682 Einwohner
1906 Gründung des Mülheimer Geschichtsvereins
1906 Einweihung der Kahlenbergbrücke
1906 Gründung der Broich-Speldorfer Wald- und Gartenstadt AG
1907 Eröffnung der Augenheilanstalt, einer Stiftung von Hermann Leonhard und seiner Frau Margarethe geb. Stinnes.
1907 Einweihung der Synagoge am Viktoriaplatz, vom Mülheimer Architekten Franz Hagen nach Plänen von Joseph Kleesattel
1908 Der 100.000 Einwohner wird geboren: Mülheim wird Großstadt.
1908 Einweihung des neuen Sparkassengebäudes am Viktoriaplatz
1909 Eröffnung des Bismarckturms als Aussichtsturm auf dem nördlichen Kahlenberg
1909 Eröffnung des Solbads Raffelberg
1909 Stillegung und Abbruch der Kettenbrücke
1910 Einweihung der Rennbahn Raffelberg
1910 Auflösung des Kreises Mülheim. Ober-Dümpten, Heißen, Winkhausen und Fulerum werden nach Mülheim eingemeindet, Nieder-Dümpten, Nord-Styrum und Altstaden an die Stadt Oberhausen übergeben.
1910 Bau des Stadtbads
1910 Einweihung der Schule an der Mellinghofer Straße
1911 Amtsantritt des Dirigenten Hans Knappertsbusch
1911 Eröffnung der ersten Mülheimer Jugendfestspiele (Vaterländische Festspiele)
1911 Teilung der Oberrealschule und Eröffnung des Staatlichen Gymnasiums
1911/12 Betriebsaufnahme der Kakao- und Schokoladenfabrik WISSOLL in Speldorf
1912 Baubeginn des neuen Rathauses, einer Planung des Architekturbüros Pfeifer & Großmann aus Karlsruhe. Das Gebäude wird 1914 im Rohbau fertiggestellt.
1912 Eröffnung der Städtischen Sammlungen (ab 1913 Städtisches Museum)
1914 Einweihung des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Kohlenforschung, für dessen Ansiedlung sich Oberbürgermeister Lembke sehr engagiert hat.
1915 Tod des Mülheimer Komponisten August Bungert (1845-1915) in Leutesdorf am Rhein
1916 Erste Stadtverordnetensitzung im neuen Rathaus
1917 Abschiedsleuten aller Mülheimer Glocken vor dem Einschmelzen für Kriegszwecke
1919 Eröffnung der Volkshochschule
1920 Auswirkungen des Kapp-Putsches und des Aufstandes der Roten Ruhrarmee. Das in Mülheim stationierte Freikorps Schulz (bestehend aus Soldaten des ehemaligen Infanterie-Regiments 159) spielt in den Kämpfen im westlichen Ruhrgebiet eine wichtige Rolle.
1920 Eingemeindung von Menden und Raadt
1923 Besetzung des Ruhrgebiets (und damit auch Mülheims) durch französische und belgische Truppen. Die Reichsregierung ruft zum passiven Widerstand auf, der sich durch zahlreiche Sabotageakte zum aktiven Widerstand ausweitet ("Ruhrkampf"). Erste Ausgabe von Notgeld.
1924 Tod von Hugo Stinnes
1925 Gründung der Luftverkehrsgesellschaft Ruhrgebiet AG und Beschluss zum Bau des Flughafens Essen-Mülheim
1925 Einweihung des Ruhrstadions in Styrum
1926 Eröffnung der Stadthalle, errichtet nach den Plänen der Architekten Großmann und Fahrenkamp.
1926 Tod von August Thyssen
1927 Gründung der "Weißen Flotte" und Beginn der regelmäßigen Personenschifffahrt auf der Ruhr. Zugleich wird der Mülheimer Wasserbahnhof auf der Schleuseninsel eröffnet.
1927 Inbetriebnahme des neuen Hafens und des Ruhrschifffahrtskanals
1927 Geburt von Wim Thoelke
1928 Neueröffnung des Kaufhauses Tietz im Gebäude des ehemaligen Kaufhauses Hammonia. Unter den Nationalsozialisten Enteignung und Umbenennung in Kaufhof.
1928 Besuch des Berliner Droschkenkutschers Gustav Hartmann ("Eiserner Gustav") in Mülheim an der Ruhr
1929 Eingemeindung von Selbeck, Mintard und Ickten
1929 Konsekration der Marienkirche auf dem Kirchenhügel
1929 Eröffnung der ersten Ausstellung Mülheimer Künstler
1931 Tod des "Ruhrpastors" Konrad Jakobs
1933 Absetzung von Oberbürgermeister Alfred Schmidt durch den Düsseldorfer Regierungspräsidenten. Staatskommissar Maerz wird neuer Verwaltungschef.
1936 Ernennung von Edwin Hasenjaeger zum Mülheimer Oberbürgermeister. Hasenjaeger fällt die schwierige Aufgabe zu, die Geschicke der hoch verschuldeten Ruhrstadt wieder in geordnete Bahnen zu lenken.
1936 Einweihung der Freilichtbühne
1938 Erwerb von Schloss Broich durch die Stadt Mülheim
1938 Zerstörung der Synagoge am Viktoriaplatz durch Brandstiftung in der Reichspogromnacht. Die Überreste werden im Februar 1939 abgetragen.
1938 Eröffnung des ersten Mülheimer Großkinos (UfA-Palast)
1943 Schwerer alliierter Luftangriff auf Mülheim in der Nacht vom 22. auf den 23. Juni: 77 % der innerstädtischen Gebäude werden beschädigt oder zerstört.
1944 Hinrichtung des Mülheimer Offiziers Günther Smend nach dem Stauffenberg-Attentat vom 20. Juli 1944 auf Adolf Hitler
1945 Einzug amerikanischer Truppen in Mülheim. Damit ist der Zweite Weltkrieg für Mülheim beendet. Die Einwohnerzahl beträgt nur noch 88.000.
1946 Neubegründung der Volkhochule unter Valentin Tomberg
1946 Erste Kommunalwahl nach dem Zweiten Weltkrieg und erste Sitzung einer frei gewählten Stadtvertretung
1948 Erste Ausgabe der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ)
1953 Jugendaustausch mit der englischen Stadt Darlington. Dieser bildet die Grundlage für Mülheims erste Städtepartnerschaft.
1955 Der HTC Uhlenhorst wird Deutscher Hockeymeister
1955 Gründung der Fluggesellschaft  LTU durch den Mülheimer Architekten und Bauunternehmer Kurt Conle
1957 Wiedereröffnung der Stadthalle in Anwesenheit von Bundespräsident Heuss
1958 Ende des Wiederaufbaus der zerstörten Petrikirche
1959 Übergabe von Schloss Styrum an die Stadt Mülheim
1959 Besuch von Albert Schweitzer in Mülheim an der Ruhr
1960 Teilung des Essener Aldi-Konzerns durch die Firmengründer Karl und Theo Albrecht. Mülheim wird Sitz von Aldi-Süd.
1963 Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt Tours
1963 Chemie-Nobelpreis für Karl Ziegler, der seit 1943 Direktor des Mülheimer Kohlenforschungsinstituts ist.
1964 Stilllegung der Hochöfen der Friedrich-Wilhelms-Hütte. Mülheim ist damit die erste Stadt des Ruhrgebiets ohne Hochöfen.
1964 Gründung der Metro-SB-Großmärkte GmbH in Mülheim durch Otto Beisheim.  Dies ist die Keimzelle des späteren Metro-Handelskonzerns.
1966 Einstellung der Kohleförderung auf der Schachtanlage Rosenblumendelle. Mülheim ist damit die erste Stadt des Ruhrgebiets ohne Zechen.
1969 Baubeschluss für eine Universität am Standort Essen/Mülheim
1971 Abbruch der Paulikirche an der Delle
1971 Tod des Ehrenbürgers und Alt-Oberbürgermeisters Heinrich Thöne
1972 Mülheim hat 192.937 Einwohner (höchste Zahl in der Geschichte der Stadt)
1972 Städtepartnerschaft mit der finnischen Stadt Kuusankoski
1973 Eröffnung des Rhein-Ruhr-Zentrums auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Humboldt in Heißen als bundesweit größtes überdachtes Einkaufszentrum
1973 Tod des langjährigen Kreishandwerksmeisters und Ehrenbürgers Max Kölges
1974 Fertigstellung des City-Centers (heutiges Forum). Zugleich wird die Schloßstraße zur Fußgängerzone umgestaltet.
1975 Kommunale Gebietsreform. Mülheimer erhält das zur Stadt Kettwig gehörende Dorf Mintard und einen Teil von Breitscheid.
1975 Wiederöffnung von Schloss Broich nach mehrjähriger Restaurierung (1967-74)
1976 Erste Mülheimer Theatertage ("Stücke") als Festival deutschsprachiger Stücke, die in den letzten zwölf Monaten uraufgeführt wurden. Verleihung des Mülheimer Dramatikerpreises.
1977 Eröffnung des Büromuseums
1980 Weichenstellung für die Gründung des "Theaters an der Ruhr" als freies Theater mit Sitz im Raffelbergpark
1980 Übergabe des neuen Archivgebäudes an der Aktienstraße an das Stadtarchiv
1981 Übergabe der Sammlung Ziegler an das Städtische Museum
1981 Gründung eines zweiten Max-Planck-Instituts in Mülheim. Das MPI für Strahlenchemie geht aus der Abteilung Strahlenchemie des Max-Planck-Instituts für Kohlenforschung hervor.
1985 HTC Uhlenhorst wird Deutscher Hockeymeister
1986 Gründung des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wasserchemie und Wassertechnologie mit Sitz beim Rheinisch-Westfälischen Wasserwerk (RWW) in Styrum
1992 Landesgartenschau "MüGa". Das Mülheimer Ruhrtal wird hierzu erheblich umgestaltet, vor allem in seinem Kernbereich um die Schloßbrücke.
1992 Eröffnung des Wassermuseums Aquarius
1994 Wiedereröffnung des völlig umgebauten innerstädtischen Einkaufszentrums "City-Center" unter dem Namen "Forum"
1994 Abzug der britischen Armee aus Mülheim nach 48 Jahren
1994 Neueröffnung des Kunstmuseums in den Räumen der Alten Post
1995 Eröffnung der Kultur- und Begegnungsstätte "Ringlokschuppen"
1998 Eröffnung des Ruhrtunnels nach neunjähriger Bauzeit (U-Stadtbahn-Verbindung vom Hauptbahnhof nach Broich)
1999 Abschaffung der kommunalen Doppelspitze: erster hauptamtlicher Bürgermeister wird Jens Baganz (CDU)
2003 Wahl von Dagmar Mühlenfeld (SPD) zur neuen Oberbürgermeisterin nach dem Rücktritt von Baganz
2003 Eröffnung des Leder- und Gerbermuseums in den Räumen der ehemaligen Lederfabrik Abel
2006 Eröffnung des Museums zur Vorgeschichte des Films (Camera Obscura) im ehemaligen Broicher Wasserturm
2006 Empfehlung von Essen stellvertretend für das gesamte Ruhrgebiet als Kulturhauptstadt Europas 2010
2007 Aufnahme partnerschaftlicher Beziehungen zum Istanbuler Stadtteil Beykoz. Dies ist die sechste Städtepartnerschaft nach Darlington (GB), Tours (FRA), Kuusanskoski (FIN), Opoloe (POL) und Kfar Saba (ISR).
2008 Stadtjubiläum: 200 Jahre Stadt Mülheim an der Ruhr. Grundlage ist die Erhebung zur Munizipalität durch Großherzog Joachim von Berg im Jahr 1808. Eröffnung des Gründer- und Unternehmermuseums (GuM) im Haus der Wirtschaft sowie des Klostermuseums im Kloster Saarn.
2008 Zuschlag für Mülheim als Standort der neuzugründenden Fachhochschule Westliches Ruhrgebiet
2009 Eröffnung des Medienhauses auf dem Grundstück der ehemaligen Synagoge. Neben Stadtbibliothek und Medienkompetenzzentrum findet dort das Kino Rio eine neue Heimat.
2009 Begrüßung der ersten Studenten an der Hochschule Ruhr West mit Beginn des Wintersemesters 2009/2010
2010 Wahl der Mülheimer SPD-Politikerin Hannelore Kraft zur ersten weiblichen Ministerpräsidentin des Landes NRW
2011 Eröffnung des Badminton-Leistungszentrums
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Stand: 01.02.2012

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