Zille in der Alten Post

Das Kunstmuseum zeigt in einer umfangreichen Präsentation zirka 160 Skizzen, Aquarelle, Zeichnungen und ein frühes Skizzenbuch des Künstlers Heinrich Zille. Die Werke dieses Berliner Zeichners befinden sich seit 1986 im Bestand des Museums. Der größte Teil der Sammlung besteht aus Handzeichnungen, Skizzen und Studien von Menschen, Häusern und Gegenständen, der in der Ausstellung vollständig gezeigt wird und um einige Leihgaben aus Privatbesitz ergänzt werden konnte.

Freut sich über die gelungene Ausstellung: Museumsleiterin Dr. Gabriele Uelsberg

Fotos: Walter Schernstein

Heinrich Zille gehört zu den hervorragendsten Künstlern des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts in Deutschland. Seine künstlerische Bedeutung wird heute unstrittig anerkannt und stellt seine Arbeit in die Tradition des Naturalismus des frühen 20. Jahrhunderts, wodurch sich sein Werk als Beitrag zu einer sozialkritischen und engagierten Kunst seiner Zeit ausweist. Zille war wie die Literaten und Dichter jener Bewegung bestimmt von der Triebfeder sozialen Mitleids, dem er Zeit seines Lebens verpflichtet blieb. Den Menschen, den Frauen und vor allem den Kindern galt sein scharfer und liebevoller Blick. Das Berlin von 1900 bis 1930 mit seinen Menschen und deren Problemen wird in der Ausstellung ebenso lebendig wie der Blick und die treffsichere Hand des Künstlers.

Zur Ausstellung erscheinen zwei neue Publikationen über Heinrich Zille. Zum einen ist es Dank der Unterstützung des Landschaftsverbandes Rheinland das erste Mal möglich gewesen, den Bestand in einem kompletten Buch zusammenzufassen, das die über 400 Werke des Künstlers abbildet und das Lebenswerk von Heinrich Zille umfangreich darstellt.
Zur Ausstellung selber wurden die Handzeichnungen in einem kleineren Band anschaulich zusammengefasst.

SONNTAGSFÜHRUNGEN des Kunstvereins in der Ausstellung: Jeweils um 11.00 Uhr. 12.10.2003, 26.10.2003, 09.11.2003, 23.11.2003, 14.12.2003, 28.12.2003

SONDERVERANSTALTUNGEN
So. 02.11.2003, 17.00 Uhr. Sonntagsmatinee am Nachmittag des Kunstvereins:
"Morgens willste nich und abends...". Musikalisch-literarisches Kabarett der
20er Jahre. Almut Grytzmann singt Liebeslieder von Wedekind bis Kreisler, begleitet wird sie am Flügel von Alexandre Moyerer.

Sa. 06.12.2003, 15.00 Uhr. Performance der Düsseldorfer Künstlerin Inken Boje: "Zeichnung in Pappmaché". Anlässlich der Zille-Ausstellung greift die Künstlerin das Genre der Zeichnung in seiner Ausdrucksvielfalt thematisch auf und gestaltet in einem Zeitraum von drei Stunden einen Skulpturenzyklus.

ÖFFNUNGSZEITEN:
Di., Mi., Fr. 11.00 bis 17.00 Uhr / Do. 11.00 bis 21.00 Uhr
Sa. und So. 10.00 bis 17.00 Uhr / Mo. geschlossen

Weitere Informationen zur Zille-Sammlung finden Sie hier.


 


 

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Stand: 29.09.2003

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