"Zukunftsschule im Wohnquartier"

Die HOCHTIEF Construction AG erstellt gemeinsam mit der Stadt Mülheim an der Ruhr eine Machbarkeitsstudie. Sie soll klären, ob die Einrichtung einer "Zukunftsschule im Wohnquartier" im Stadtteil Eppinghofen stadtentwicklungspolitisch, pädagogisch, baulich und wirtschaftlich sinnvoll ist. Die Ergebnisse der Erhebung werden im Sommer 2006 präsentiert. Der Hauptausschuß der Stadt stimmte diesem Verfahren jetzt mit großer Mehrheit zu.

Mülheim an der Ruhr hat traditionell ein gutes Bildungsniveau. Untersuchungen an der Ruhr-Universität Bochum bescheinigen der Stadt seit den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts z. B. eine kontinuierlich über dem Landesdurchschnitt liegende Quote hochwertiger Mädchenbildung (Abitur und Hochschulstudium). Gleiches gilt für die Abiturienten- und Akademikerzahlen allgemein. Gleichwohl bestehen innerhalb des Stadtgebietes sozialräumliche Unterschiede hinsichtlich der Teilhabe an der städtischen Bildungsinfrastruktur. Das Modellprojekt setzt in Mülheim-Eppinghofen an, da hier die Indikatoren zur Bildungs- und Sozialstruktur eine Verdichtung von Problemlagen und damit einen vordringlichen Handlungsbedarf aufzeigen.

Das Konzept für die "Zukunftsschule im Wohnquartier" wurde von HOCHTIEF als Innovationsprojekt entwickelt. Es sieht vor, dass Kindergärten, Schulen sowie andere Sozial- und Kultureinrichtungen an einem Ort gebündelt werden. Nach Einschätzung von Experten bringt eine solche Konzentration zahlreiche Vorteile:

  • Durch die gemeinsame Nutzung der Infrastruktur werden öffentliche Einrichtungen besser ausgelastet. Dadurch sinken die Betriebs- und Investionskosten im Vergleich zu herkömmlichen Einrichtungen im Bildungs- und Sozialbereich.
  • Die verschiedenen Einrichtungen können durch die räumliche Nähe besser kooperieren.
  • Durch die ganzheitliche Planung der Zukunftsschule im Wohnquartier können innovative Pädagogik- und Organisationskonzepte besser umgesetzt werden.
  • Die Schulen öffnen sich für neue Partner und interessierte Nutzer aus der Nachbarschaft.
  • Der Stadtteil profitiert von der Einrichtung der Zukunftsschule im Wohnquartier durch den Aufbau und durch die Stärkung von Netzwerken.

HOCHTIEF übernimmt die Kosten der Machbarkeitsstudie. Beide Partner kooperieren dabei mit Forschungseinrichtungen. Ob und in welcher Form die Stadt Mülheim an der Ruhr das Konzept der "Zukunftsschule im Wohnquartier" umsetzt, ist abhängig von den Untersuchungsergebnissen.

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Stand: 04.04.2006

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