Archiv-Beitrag vom 21.04.2011Zukunftswerkstatt Mülheim Styrum

Eindruck Plenum Zukunftswerkstatt IIBis zu den Sommerferien 2011 soll der Bildungsentwicklungsplan der Stadt Mülheim an der Ruhr verabschiedet werden. Auch in Mülheim-Styrum muss die Bildungslandschaft zukunftsfähig aufgestellt werden.
Lokale Akteure, Politik und Verwaltung haben bereits 2007 im Rahmen der Zukunftswerkstatt I zur Styrumer Bildungslandschaft Stärken und Herausforderungen für die Bildung im Stadtteil herausgearbeitet und erste Ansätze für die passenden Antworten abgeleitet.

Ziel der Zukunftswerkstatt II am 8. April 2011 in der Willy-Brandt-Schule war es, diese Ergebnisse so weit zu konkretisieren, dass Vorschläge zu den Standorten und Strukturen der Styrumer Schulen direkt in den Entwurf für den Bildungsentwicklungsplan eingehen können.

Im Kern wurde folgendes Ergebnis (aus der Ergebnisdokumentation der Zukunftswerkstatt) erzielt.

Langfristige Zielvorstellungen für die Schullandschaft in Mülheim Styrum

  • Konzentration der Schulstandorte an zwei Standorten, nämlich Zastrowstraße und Augustastraße/Willy-Brandt-Gesamtschule
  • Aufgabe der Teilstandorte Fröbel-, Schlägel- und Meißelstraße unter der Bedingung, dass die verbleibenden Standorte qualitativ ausgebaut bzw. aufgewertet werden
  • Ganztag an beiden Standorten; die Modelle für den Ganztag müssen noch ausdifferenziert werden (offener oder gebundener Ganztag)
  • Positive Aufhebung der einzelnen Konfessionalitätsschulen in einer mehrkonfessionellen Stadtteilschule
  • Augustastraße dreizügig mit Jahrgängen 1 - 10 plus Oberstufe (nach der Grundschule Übergang zur Willy-Brandt-Gesamtschule)
  • Zastrowstraße dreizügig mit Jahrgängen 1 - 10 (nach der Grundschule Verbleib in der Stadtteilschule)
  • Beide Standorte müssen ausgebaut werden: Ein weiterer Grundschulzug an der Augustastraße, an der Zastrowstraße die Sekundarstufe I.

Die Ergebnisse der Gruppenarbeit weisen Unterschiede in der kurzfristigen Perspektive auf. So skizzieren zwei Gruppen Zwischenschritte zur Realisierung der langfristigen Zielvorstellung.

  • Sofort jeweils drei Grundschulzüge an den Standorten Augustastraße und Zastrowstraße einrichten, um ein Zeichen für die Gleichwertigkeit beider Standorte zu setzen. An der Augustastraße ist derzeit allerdings nur eine räumliche Kapazität für zwei Züge vorhanden.
  • Daher lautet der Gegenvorschlag, bis zum endgültigen Ausbau der Augustastraße die räumlichen Kapazitäten an der Zastrowstraße zu nutzen, um dort vier Grundschulzüge unterzubringen; an der Augustastraße verbleibt es währenddessen bei zwei Zügen.

Eindruck aus den Arbeitsgruppen

Die Abstimmung über die kurzfristigen Arbeitsschritte ergibt ebenfalls ein eindeutiges Bild:

  • 35 der 37 Stimmberechtigten sind für den kurzfristigen Ausbau der Standorte mit jeweils drei Zügen. Zwei Personen enthalten sich.
  • zwei der 37 Stimmberechtigten sind kurzfristig für den Erhalt der Zweizügigkeit an der Augustastraße bei vierzügigem Unterricht an der Zastrowstraße, 31 sind dagegen und vier enthalten sich.

Die Teilnehmer der Zukunftswerkstatt betonen, dass diese kurzfristigen Zielvorstellungen nicht von Dauer sein können und ohne eine langfristige Weiterentwicklung im Sinne der oben geschilderten langfristigen Perspektive keine Verbesserung der Bildungssituation im Stadtteil bewirken können.

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Stand: 04.04.2012

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