ZEITZEICHEN 21. Dezember 1962: Erste Verleihung des Ruhrpreises für Kunst und Wissenschaft

Die Ruhrpreisträger von 1962 beim Eintrag ins goldene Buch der Stadt Mülheim: Carl Altena (schreibend), Ernst Rasche (dahinter) und Heinrich Siepmann (rechts). Links: Oberstadtdirektor Witthaus und Oberbürgermeister Thöne.Am 17. April 1962 stiftete der Rat der Stadt Mülheim an der Ruhr auf Initiative des damaligen Oberstadtdirektors Bernhard Witthaus einen mit 6.000 DM (circa 3.000 Euro) dotierten Kunstpreis, der jährlich verliehen werden sollte. Die Anregung hierzu war von Künstlern und Kunstkennern ausgegangen. Sie hatten zu recht  darauf verwiesen, dass es in Mülheim an der Ruhr eine lebendige Szene auch über die Grenzen der Stadt hinaus bekannter Künstlerinnen und Künstler gäbe, denen man mit einem entsprechenden Preis Anerkennung zollen könne. Außerdem seien viele junge Talente vorhanden, die förderwürdig seien. Anerkennung etablierter lokaler Künstler auf der einen, Förderung junger Talente auf der anderen Seite waren daher von Anfang an fester Bestandteil der Idee des schließlich vom Rat gestifteten Preises.

Im ersten Jahr ausschließlich für bildende Künstler vorgesehen, konnte der Preis bereits 1963 auch für "ausgeszeichnete Leistungen auf den Gebieten der Musik, Dichtung und ggf. der wissenschaftlichen Forschung" vergeben werden und stellt seit dieser Zeit als "Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft der Stadt Mülheim an der Ruhr" eine herausragende Auszeichnung und einen besonderen Ansporn gleichermaßen dar. Von Beginn an wurden die Preisträger durch eine Jury, die sich aus Vertretern von Politik und Verwaltung sowie sachkundigen Experten  zusammensetzt, vorgeschlagen.  Über die endgültige Vergabe entscheidet dann auf Grundlage der Juryempfehlung der Kulturausschuss. Erstmals wurde der Ruhrpreis am 21. Dezember 1962 im Rahmen einer Feierstunde in der Rathausbibliothek verliehen. Die ersten Preisträger waren Heinrich Siepmann, Carl Altena und Ernst Rasche.

Bereits wenige Jahre nach dieser ersten Ruhrpreisverleihung konnte der damalige Oberbürgermeister Heinz Hager resümierend feststellen: "Ich freue mich, dass sich der Ruhrpreis [...] zu einer wohlbegründeten Einrichtung unseres Gemeinwesens entwickelt hat. Wir empfinden Dankbarkeit darüber, dass durch wissenschaftliche und künstlerische Arbeit unserer Mitbürger elementare Bereiche menschlichen Lebens Gestaltung und Ausdeutung erfahren haben." Bis heute hat sich daran nichts geändert und so ist der Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft der Stadt Mülheim an der Ruhr nach wie vor eine der renommiertesten Auszeichnungen dieser Art.

Längengrad*
Breitengrad*
ODER Adresse (nur Straße und Hausnummer)
Markertext*

Kontakt


Stand: 06.06.2017

[schließen]

Fehler melden

Sie haben einen Fehler auf dieser Internetseite gefunden? Bitte teilen Sie ihn uns mit. Ein Redakteur wird sich umgehend darum kümmern.

Haben Sie ein anderes Anliegen, um das wir uns kümmern sollen, dann wenden Sie sich bitte an die Bürgeragentur.

Ihre Nachricht

 

Teilen | Drucken | PDF-Version | RSS-Feed | Fehler melden

Transparenter Pixel