365 Tage Bürgeramt. Wie geht es denn so?

Interview mit Mera Kabashaj, Bürgeramt und Karen Fahrenbach, Team der Digitalisierung - Janine Smyk

Ich bin ja grundsätzlich von neugieriger Natur. Genau aus diesem Grund wollte ich gern einmal wissen, wie es in dem Fachbereich aussieht, welchen wir schon seit einiger Zeit betreuen. Also machten Karen Fahrenbach und ich uns auf den Weg zu Mera Kabashaj, unserer Ansprechpartnerin für Digitalisierung im Bürgeramt. Sie ist dort Abteilungsleiterin der Verwaltung, für Zentrale Dienste und der Führerscheinstelle, aber auch das Thema Digitalisierung steht, seit der ersten Auftaktveranstaltung im Februar 2019, weit oben auf ihrer Janine Smyk, Kommunikation Digitale Verwaltung, Digitale Zukunft - Janine SmykTo-do-Liste. Es freut uns daher sehr, dass sie sich Zeit genommen hat und unsere Fragen in einem kleinen Interview beantwortete.

Mera Kabashaj, seit einiger Zeit wird das Bürgeramt durch das Digitalisierungsteam betreut. Wie sind die bisherigen Erfahrungen?

"Ich habe das Team als sehr aufgeschlossen und engagiert kennengelernt. Wir alle befinden uns auf einem langen Weg "von manuell auf digital" und arbeiten gemeinsam und konstruktiv daran, die Veränderungsprozesse möglichst zügig voranzutreiben. Trotz fehlender finanzieller und personeller Ressourcen sowie den engen gesetzlichen Bestimmungen sind wir hoch motiviert, solche Hürden gemeinsam aus dem Weg zu räumen. Erfreulicherweise kann ich aber sagen, dass sich bereits einige Prozesse auf einem guten Weg befinden."

Welche Veränderungen haben sich schon oder werden sich noch in der nächsten Zeit für unsere Bürgerinnen und Bürger ergeben? 

"Wir bieten seit einiger Zeit bereits Online-Dienstleistungen, wie zum Beispiel die Online-Zulassung von Kraftfahrzeugen oder die Online-Beantragung von Urkunden an. Damit die Bürgerinnen und Bürger aber noch benutzerfreundlicher und damit smarter unsere Online-Dienste in Anspruch nehmen können, ist es wichtig, den nächsten Schritt zu machen. Es werden zukünftig online alle marktgängigen Zahlungsverfahren angeboten. Dabei wird der Zahlungseingang direkt online bestätigt, anders als bei einer Überweisung oder einem SEPA-Mandat, bei der man mehrere Tage auf eine Zahlungsbestätigung warten muss. Damit wird es zum Beispiel kurzfristig möglich sein, Feinstaubplaketten online zu beantragen und sofort zu bezahlen.

Eine schöne Neuerung wird es für zukünftige Brautpaare geben. Beim Standesamt wird ein Traukalender eingeführt. Damit können Verfügbarkeit infrage kommender Trautermine, die Höhe der Kosten, die Größe des jeweiligen Trauortes und andere wichtige Details direkt online eingesehen werden."

Interview mit Mera Kabashaj, Bürgeramt und Karen Fahrenbach, Team der Digitalisierung - Janine Smyk

Ergeben sich daraus auch Vorteile für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen?

"Mittel- und langfristig werden sich mit Sicherheit viele Vorteile allein durch optimierte Prozessabläufe ergeben. In Zukunft werden dann persönliche Bürgerkontakte reduziert und damit einhergehende Belastungen durch Nachfragespitzen, beispielsweise an Brückentagen, vermieden. Dafür ist jetzt innovative Mitarbeit von allen Beteiligten gefragt."

Wie sähe aus Ihrer Sicht das digitale Bürgeramt der Zukunft aus?

"Ich wünsche mir ein zentrales Bürgerportal, das nicht nur die Leistungen des Bürgeramtes abdeckt, sondern die Nutzung aller städtischen Dienstleistungen ermöglicht. In so einem Portal könnte dann auch die (rechtssichere) Kommunikation mit unseren Bürgerinnen und Bürgern stattfinden. Spontan fallen mir da beispielsweise die Antragstellung und die abschließende Bearbeitung der Ersterteilung einer Fahrerlaubnis ein.

Selbstverständlich sollte das Bürgeramt auch weiterhin Anlaufstelle für unsere Bürger und Bürgerinnen bleiben; denn nicht alle Lebenslagen lassen sich digital abwickeln."

Logo der Digitalisierung der Stadt Mülheim an der Ruhr - Stadt Mülheim an der Ruhr

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Stand: 12.02.2020

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