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Pressemitteilung November 2018

Anzahl der Arbeitslosen im SGB II sinkt weiter

Im Oktober 2018 sinkt die Arbeitslosigkeit in beiden Rechtskreisen verhältnismäßig gleichstark. Für den Rechtskreis Sozialgesetzbuch Zweites Buch (SGB II) meldete die Sozialagentur 4.372 Arbeitslose, 62 weniger als im Vormonat (- 1,4 %). Die Agentur für Arbeit meldete 1.519 Arbeitslose im SGB III, 27 weniger als im September 2018 (- 1,7 %). Insgesamt waren in Mülheim an der Ruhr somit im Oktober 5.891 Personen arbeitslos (- 1,5 % zum Vormonat). Im SGB III bleibt die Arbeitslosenquote konstant bei 1,8 %. Die Arbeitslosenquote im SGB II sinkt von 5,2 % auf 5,1 %. Zusammen ergibt sich eine Arbeitslosenquote von 6,9 % für Mülheim an der Ruhr insgesamt.

Abbildung 1: Arbeitslose in Mülheim 2011 bis 2017(Jahresdurchschnittswerte) und Januar bis Oktober 2018 (absolut) - Sozialagentur der Stadt Mülheim an der Ruhr

An arbeitsmarktpolitischen Angeboten der Sozialagentur haben im Oktober 2.665 arbeitssuchende Mülheimerinnen und Mülheimer teilgenommen. Von Unterbeschäftigung waren daher in Mülheim an der Ruhr im Oktober 7.038 Personen betroffen (4.372 Arbeitslose + 2.665 Maßnahmenteilnehmende). Nach wie vor werden Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung am häufigsten in Anspruch genommen (995 Teilnahmen im Oktober), gefolgt von fremdgeförderten Maßnahmen (847 Teilnahmen). Die Unterbeschäftigungsquote betrug im SGB II 8,0 %. Für Mülheim an der Ruhr beträgt sie insgesamt 10,2 % zusammen mit den Maßnahmeteilnehmenden im SGB III. Das heißt, mehr als jede zehnte Mülheimerin oder jeder zehnte Mülheimer sucht Arbeit.

Hilfebedürftigkeit sinkt weiter

Über ein Jahr stagnierte die Anzahl der regelhaft leistungsberechtigten Personen im SGB II bei knapp unter 21.000 (vorläufige Daten). Seit August 2018 sinkt die Anzahl deutlich. Im Oktober 2018 meldete die Sozialagentur mit 20.157 Regelleistungsberechtigten 255 Personen weniger als in September (- 1,2 %). Der Rückgang zwischen August und September betrug bereits über 2 %.

Im Oktober findet sich der Rückgang etwas stärker unter den erwerbsfähigen Leistungsberechtigten wieder: 13.764 Leistungsberechtigte waren aufgrund des Alters rechtlich (mindestens 15 Jahre) sowie aus gesundheitlichen Gründen in der Lage mindestens 15 Stunden pro Woche arbeiten zu gehen. Das sind 196 Personen weniger als im Vormonat (- 1,4 %). Die Anzahl der Kinder unter 15 Jahren beziehungsweeise der älteren, die gesundheitlich als nicht erwerbsfähig gelten, sank um 59 Personen auf 6.393 Leistungsberechtigte an (- 0,9 %).

490 weitere Personen haben keinen (regelmäßigen) Anspruch auf Leistungen nach dem SGB II, leben aber mit in den Bedarfsgemeinschaften. Das können Personen sein, für die zum Beispiel Beiträge der Krankenkasse gezahlt werden, um die Hilfebedürftigkeit zu vermeiden. Auch Jugendliche zählen zu dieser Gruppe, die ihren persönlichen Anspruch durch Unterhaltsleistungen oder Ausbildungsgehalt selbst decken können, oder Studierende, die BAföG-berechtigt sind aber noch in der Bedarfsgemeinschaft leben.

Zusammen mit den Regelleistungsberechtigten bilden diese „sonstigen Personen“ die „Personen in Bedarfsgemeinschaften“, die im Oktober insgesamt 20.647 Mülheimerinnen und Mülheimer umfasste, 359 weniger als im Vormonat (- 1,7 %). Sie lebten in insgesamt 9.725 Bedarfsgemeinschaften. Damit sank auch die Anzahl der Bedarfsgemeinschaften um 130 (- 1,3 %).

Abbildung 2: Leistungsberechtigte, erwerbsfähige Leistungsberechtigte und Bedarfsgemeinschaften in Mülheim 2011 bis 2017und Januar bis Oktober 2018 - Sozialagentur der Stadt Mülheim an der Ruhr

Ausbildungsstellenmarkt 2017/2018

Das Berichtsjahr 2017/2018 für die Ausbildungsmarktstatistik endete am 30. September 2018. Die offiziellen Statistiken der Bundesagentur für Arbeit sind seit dem 30. Oktober verfügbar.

Bei der Agentur für Arbeit und bei der Sozialagentur meldeten sich zwischen Oktober 2017 und September 2018 insgesamt 1.369 Bewerber und Bewerberinnen für Berufsausbildungsstellen (Bewerberinnen und Bewerber auf duale Ausbildungen oder Reha-Ausbildungen). Dem gegenüber stehen in Mülheim an der Ruhr 1.242 Ausbildungsstellen. Das entspricht einer Relation von 110 Bewerbende auf 100 Stellen.

Abbildung 3: Gemeldete Bewerber für Berufsausbildungsstellen, gemeldete Ausbildungsstellen und Bewerber-Stellen-Relation 2009/2010 bis 2017/2018 - Sozialagentur der Stadt Mülheim an der Ruhr

637 der Bewerbenden für Berufsausbildungsstellen konnten in eine Ausbildung einmünden (46,5 %). 529 fanden eine Alternative zur Ausbildung und suchen nicht weiter nach einer Ausbildungsstelle (38,6 %). 140 Bewerbende suchen weiterhin nach einer Ausbildung, begannen aber eine Alternative und 63 Bewerberinnen und Bewerber gelten in der Statistik als unversorgt (4,6 %). 1.178 Bewerbende für Berufsausbildungsstellen meldete die Agentur für Arbeit für den Rechtskreis SGB III (86 %), die restlichen 191 meldete die Sozialagentur im SGB II.

Von diesen 191 Bewerberinnen und Bewerbern für Berufsausbildungsstellen mündeten 153 in eine duale Ausbildung ein (80,1 %). Eine Alternative zur Ausbildung fanden 38 Bewerbende (19,9 %), wobei davon vier weiterhin nach einer Ausbildungsstelle suchten (2,1 %). Unversorgt ist im SGB II niemand geblieben.

Abbildung 4: Anschluss der gemeldeten Bewerber für Berufsausbildungsstellen im SGB II 2009/2010 bis 2017/2018 - Sozialagentur der Stadt Mülheim an der Ruhr

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Stand: 31.10.2018

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