Assessment für Migranten

Ein innovatives Angebot für Flüchtlinge in Mülheim an der Ruhr

Die Vermittlung von Personen mit Fluchthintergrund und fehlenden oder nur geringen deutschen Sprachkenntnissen stellt die Sozialagentur vor besondere Herausforderungen. Eine wesentliche Lücke ist das Wissen und der Dialog über fachlich vorhandene oder beruflich verwertbare Qualifikationen und/oder Kompetenzen sowie über die Lern- und Bildungsfähigkeit. Die Sozialagentur hat daher, in Zusammenarbeit mit dem Berufsförderungszentrum - Bfz-Essen GmbH, ein bundesweit einzigartiges, neues Konzept für „Assessment“ entwickelt, das ganz konkret diese Lücke schließt.

Assessment für Migranten - ein innovatives Angebot für Flüchtlinge in Mülheim an der Ruhr: v.l.n.r. Hozan Othman, Karem Issa, Heike  Thomeczek, Rania Gruber, Angela Geiling, Klaus Konietzka

v.l.n.r.: Hozan Othman, Karem Issa (Teilnehmende am Assessment), Heike Thomeczek (Leitung Profiling und Diagnostik BfZ-Essen GmbH), Rania Gruber (Dolmetscherin), Angela Geiling (Bereichsleitung Training BfZ-Essen GmbH), Klaus Konietzka (Leiter der Sozialagentur).

Das Assessment für Kunden mit arabischen Sprachkenntnissen enthält eine umfassende Kompetenzfeststellung (Feststellung der verfügbaren oder erlernten kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten) und Potentialanalyse (Analyse noch nicht entwickelter Kompetenzen) von Menschen mit Flucht- oder Migrationshintergrund in Bezug auf fachliche und überfachliche Fähigkeiten. Ferner wird ein individuelles Kompetenzprofil und eine fundierte Einschätzung der Bildungsfähigkeit und der Bildungsbereitschaft erstellt. Dokumentiert werden sollen die festgestellten Fähigkeiten und Fertigkeiten mit Blick auf die realen Anforderungen des Arbeitsmarktes.
Das Assessment ermöglicht somit eine umfassende und verhaltensnahe Einschätzung ausgewählter, auch sozialkommunikativer Kompetenzen anhand von qualifizierenden Elementen, berufsbezogener Übungen und Aufgaben für ausgewählte Berufsbilder – unabhängig von deutschen Sprachkenntnissen und lateinischer Alphabetisierung.

Zweiter Durchgang im September

Ein erster Durchgang mit zwanzig Teilnehmern wurde Mitte Mai erfolgreich beendet, ein zweiter Durchgang findet im September statt. Die Ergebnisse des ersten Durchgangs sind für jeden Kunden verschieden, bei allen aber eine konstruktive Klärung hinsichtlich der Kompetenzprofile, beruflicher Interessen und Möglichkeiten und die nächsten Schritte erreicht.
„Die Integration in den Arbeitsmarkt ist eine ganz besondere Herausforderung für die Menschen mit Fluchthintergrund, vor allem auch leider eine sehr lang dauernde“, erklärt Klaus Konietzka, Leiter des Jobcenters. „Das Assessment ist für die arbeitssuchenden Kunden und uns ein ernorm wichtiges Angebot, den Integrationsprozess  zu beschleunigen. Um neben dem notwendigen Spracherwerb auch bereits andere Schritte in Richtung beruflicher Bildung und Arbeitsmarkt gehen zu können, benötigen wir konkrete Informationen und einen umsetzbaren Plan. Das erreichen wir mit dem Assessment – und das mit hoher Professionalität und Bravour.“

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Stand: 04.07.2017

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