Ausstellungen Aktuell

Joseph Beuys: In Bewegung. Plakate, Aufrufe, Manifeste
10. März bis 2. Mai 2021

Nach vorheriger Terminvereinbarung können Sie die Ausstellung "Joseph Beuys. In Bewegung, Plakate, Aufrufe, Manifeste" und den Museumsshop besuchen. Erforderlich ist hierfür ein tagesaktuelles negatives Schnelltestergebnis. Der Schnelltest muss in einer offiziellen Teststelle durchgeführt und schriftlich oder digital belegt werden. 
Selbsttests werden NICHT anerkannt!


Nach der Schaufenster-Ausstellung „Erinnern an Joseph Beuys“ folgt die Ausstellung „Joseph Beuys: In Bewegung. Plakate, Aufrufe, Manifeste“. Sie gibt Einblick in den Werkkomplex der vielfach signierten und gestempelten Plakate.

Joseph Beuys, Beuys  Christiansen. Konzert: Ich versuche dich frei zu lassen (machen), Akademie der Künste, Berlin, 27.2.1969, Siebdruck, Sammlung des Kunstmuseums Mülheim an der Ruhr Copyright 2021 Joseph Beuys Estate  VG Bild-Kunst, Bonn - Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr, Copyright 2021 Joseph Beuys Estate  VG Bild-Kunst, Bonn

Dank einer Neuerwerbung von rund einhundert Beuys-Plakaten und Kleinschriften, die der Förderkreis für das Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr e. V. im Jahr 2019 getätigt hat, verfügt die Sammlung des Mülheimer Kunstmuseums über diesen umfassenden Werkkomplex. Er stammt aus der Hand des Medizin- und Kunsthistorikers Prof. Dr. Axel Hinrich Murken, der den Künstler als Freund und Autor des Werkes „Beuys und die Medizin“ von 1968 bis zu dessen Tod im Jahr 1986 begleitet hat.

Wie kaum ein anderer Künstler seiner Generation hat Joseph Beuys (1921-1986) schon früh die Möglichkeiten und die Strahlkraft dieses Mediums erkannt. Neben Multiples und Editionen stellten für ihn diese modernen Druckerzeugnisse ein willkommenes „Vehikel“ dar, um seine künstlerischen Vorstellungen einer „Sozialen Plastik“ und seine gesellschaftspolitischen Utopien auch in kunstferne Gesellschaftsgruppen hineinzutragen.

Der Gestaltung der Plakate für Ausstellungen und (politische) Aktionen, die oftmals in Zusammenarbeit mit künstlerischen Weggefährten entstanden, widmete der Künstler stets große Aufmerksamkeit. Neben Werkabbildungen liegt den Entwürfen häufig eine Fotografie zugrunde, die Joseph Beuys als charismatischen Denker und Redner in Aktion zeigt. Durch die Signatur und das Hinzufügen eines oder mehrerer seiner charakteristischen Stempel (Braunkreuz, Hauptstrom) sind der Künstler und seine Ideen gleichsam in diesen Werken präsent. Die Plakate werden auf diese Weise autorisiert und dem künstlerischen Gesamtwerk hinzugefügt.

Die ausgewählten Plakate und Kleinschriften aus den 1970er- und 1980er-Jahren zeigen eine Künstlerpersönlichkeit, die ständig in Bewegung war und sich als Impulsgeber verstand, der als „Sender“ im Rahmen von Vorträgen unermüdlich sein Modell einer zukunftsfähigen Gesellschaft zur Diskussion stellte. Die ausgestellten Kommunikationsmedien dokumentieren unter anderem auch politische Ereignisse wie die Gründung der „Deutschen Studentenpartei“ (DSP) im Jahr 1967 oder die Bundestagskandidaturen für die „Aktionsgemeinschaft unabhängiger Deutscher“ (1976) sowie die „Grünen“ (1983). Beuys‘ visionäre Ideen manifestieren sich besonders in den vielfältigen Aktivitäten der 1973 gegründeten Free International University (FIU).

Ergänzt wird die Schau durch die Präsentation des Kurzfilms „Beuys“ (1980) von Werner Nekes (1944–2017) und Dore O. (geboren 1946).

Begleitende Präsentation:

Die Verwandlung des Schaufensters in die Schaufenster-Vitrine
Joseph Beuys, Jeff Koons, Damien Hirst und andere
Bücher, Plakate und Kataloge

Die erste Ausstellung zu unserer Joseph Beuys-Reihe 2021 bezog sich auf das große Schaufenster zur Straße hin. Das Echo in der Presse war überaus positiv. Der zweite Teil der Ausstellung „Joseph Beuys: In Bewegung“ setzt die Schaufenster-Ausstellung fort. Der Titel lautet jetzt: „Die Verwandlung des Schaufensters in die Schaufenster-Vitrine“. Mit dieser Ausstellung wird das spannende Verhältnis von zwei Präsentationstypen von Kunst im Werk von Joseph Beuys in den Blick gerückt.
Diese Ausstellungsarchitektur insgesamt ist kunstgeschichtlich sehr erfolgreich geworden. Jeff Koons und Damien Hirst haben an dieser Architektur weiter gebaut – allerdings unter ganz anderen Vorzeichen. Die Reflexion auf „Kunst und Kapital“ und auf „Wirtschaftswerte“ wurde ersetzt durch den Sachverhalt der „Konsumkunst“. Diesen Hinweis verdankt die Ausstellung dem Kunsthistoriker Ulrich Blanché und dem Museum für Moderne Kunst München.

In Zusammenarbeit mit dem Museum für Moderne Kunst München und dem Förderkreis für das Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr e. V..

Zur Ausstellung der Plakate erscheint ein Bestandskatalog.

Nach vorheriger Terminvereinbarung können Sie die aktuelle Ausstellung besuchen.
Telefon: 0208/ 455 4138 oder 0208/ 455 4171
E-Mail: kunstmuseum@muelheim-ruhr.de


Stand: 29.03.2021

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