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Blick in das Foyer des Kunstmuseums Mülheim an der Ruhr

AUSSTELLUNGEN 2018
IM KUNSTMUSEUM MÜLHEIM AN DER RUHR


Kunst & Kohle
Ein Ausstellungsprojekt der RuhrKunstMuseen
Helga Griffiths
Die Essenz der Kohle
6. Mai bis 16. September 2018 | Erdgeschoss und 2. Obergeschoss

Wenn im Jahre 2018 die Steinkohleförderung in Deutschland ausläuft, endet damit mehr als ein bedeutender Industriezweig: Das Kapitel einer über 150 Jahre andauernden Geschichte, die insbesondere das Gesicht des Ruhrgebiets, das Selbstverständnis seiner Bewohner und die Entstehung seiner einmaligen Kunst- und Kulturlandschaft geprägt hat, schließt. Die RuhrKunstMuseen widmen sich mit einem gemeinsamen Ausstellungsprojekt diesem bedeutsamen Einschnitt.
17 RuhrKunstMuseen nehmen das Ende der Kohleförderung im Ruhrgebiet zum Anlass für das größte städteübergreifende Ausstellungsprojekt, das je zu diesem Thema umgesetzt wurde. In 13 Städten werden von Mai bis September 2018 zeitgleich über die gesamte Region hinweg künstlerische Positionen gezeigt, die sich auf unterschiedliche Art und Weise mit dem Thema „Kohle“ auseinandersetzen.
Das Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr präsentiert im Rahmen dieses Projektes die international renommierte Künstlerin Helga Griffiths (*1959 Ehingen/Donau). Mit multimedialen Installationen schafft die Künstlerin besondere, sinnliche Erfahrungen stimulierende „Erlebnis-Räume“. Für die Mülheimer Ausstellung realisiert sie zwei neue Arbeiten, in denen Steinkohle das Ausgangsmaterial für umfangreiche Wandlungsprozesse ist: Über das Verfahren der Destillation wird die Essenz der Kohle gewonnen und zu einem Parfüm veredelt. Der Duft erinnert an die Herkunft des Energieträgers aus den Urwäldern des Karbonzeitalters. Ein geschliffener Diamant wird zum materiellen Zeugnis des Wandels, den Kohlenstoff unter Druck und Hitze im Laufe von Jahrmillionen durchlaufen hat. Ergänzt wird die Präsentation durch weitere multisensuelle Arbeiten, die einen Einblick in die Arbeitsweise der Künstlerin vermitteln.
In der Verknüpfung von Kunst, Wissenschaft und Technologie lotet Helga Griffiths die Grenzen der menschlichen Wahrnehmung aus. Ihr Studium absolvierte sie mit Auszeichnung an der Rutgers University, New Jersey, der Kunstakademie Stuttgart und der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. Ihre Werke waren unter anderem in der Stadtgalerie Saarbrücken, in der Kunsthalle Darmstadt, im Kunstmuseum Ravensburg, in der Bundeskunsthalle in Bonn, im Haus der Kunst, München, dem Zentrum für Medienkunst, Karlsruhe sowie im Palais des Tokyo in Paris zu sehen. Außerdem war sie Teilnehmerin der Cairo Biennale, der Curitba Biennale (BR), der Havanna Biennale (CU), der Seoul Media Art Biennale und Echigo Tsumari Art Triennale in Japan.


Stand: 01.03.2018

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