Ausstellungen 2018

Vor der Hacke war et duster!
Bergbaugeschichte in Mülheim an der Ruhr

Ausstellung im Haus der Stadtgeschichte
10. Oktober bis 20. Dezember 2018

 

Ausstellung Vor der Hacke war et duster Bergbaugeschichte in Mülheim an der Ruhr vom 10. Oktober bis 20. Dezember 2018 im Haus der Stadtgeschichte - StadtarchivDer deutsche Steinkohlenbergbau endet im Dezember 2018. Mit der Schließung der letzten Steinkohlenzechen in Bottrop und Ibbenbüren geht ein bedeutendes Kapitel – nicht nur der Industriegeschichte – zu Ende. 

Auch die Mülheimer Stadtgeschichte ist ohne den Kohlenbergbau nicht denkbar. So wurde nachweislich seit dem 16. Jahrhundert auf dem Gebiet der heutigen Stadt Mülheim an der Ruhr Kohle abgebaut. Die verkehrsgünstige Lage der Stadt an der Ruhr ermöglichte es bereits in vorindustrieller Zeit, Kohle aus den umliegenden Bergwerken und Abbaustätten per Schiff von hier aus auf die Absatzmärkte bis in die Niederlande und an den Oberrhein zu bringen. Auf diese Weise prägte der Kohlenabbau wie der Kohlenhandel die Wirtschafts- und Sozialgeschichte unserer Stadt entscheidend mit.

Der Titel der Ausstellung „Vor der Hacke war et duster!“ zitiert einen früher unter Bergleuten geläufigen Ausspruch. Diese Redewendung drückte nicht nur aus, dass die Arbeit unter Tage bei wenig Licht, eben „im Dustern“ stattfand. Sie verweist auch auf die Ungewissheit, nie zu wissen, was den Bergmann hinter dem nächsten Schlag mit der Hacke erwarten würde.

Das Stadtarchiv ruft in der Ausstellung „Vor der Hacke war et duster!“ gemeinsam mit dem Arbeitskreis Mülheim an der Ruhr im Förderverein bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier e.V. die Bergbaugeschichte Mülheims in Erinnerung. Schlaglichter auf Industrie- und Technik-, auf Wirtschafts- und Sozialgeschichte verdeutlichen die Bedeutung des Steinkohlenbergbaus und –handels für die Geschichte unserer Stadt.
 

Öffnungszeiten

Montags bis freitags 9.00 bis 20.00 Uhr

 


 

BEGLEITPROGRAMM ZUR AUSSTELLUNG

 


Mit dem Abbauhammer durch die Bergbauausstellung -

Erlebnisführungen für Jung und Alt

Einmal einen echten Abbauhammer oder ein Förderseil in der Hand halten - diesen Wunsch erfüllt der „Förderverein Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier e.V.“ jungen und älteren Besuchern der Bergbauausstellung „Vor der Hacke war et duster!“. Seit Mitte Oktober zeigen das Stadtarchiv Mülheim und der Verein die Ausstellung im Haus der Stadtgeschichte und rufen damit die Bergbaugeschichte Mülheims in Erinnerung. Noch bis zum 20. Dezember 2018 ist die Ausstellung zu sehen und endet somit mit der offiziellen Schließung der letzten Steinkohlenzechen in Bottrop und Ibbenbüren. Bis dahin bieten der „Förderverein Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier e.V.“ und das Stadtarchiv Mülheim in der Ausstellung noch ein Rahmenprogramm für Jung und Alt an.


Dienstag, 11.12.2018, 17.30 Uhr

„Schnipseljagd“ - Kinderführung durch die Ausstellung

Am 11.12.2018 laden wir die jüngeren Besucher zu einer besonderen Führung durch die Ausstellung ein. Bei der sogenannten „Schnipseljagd“ erhalten die Kinder kleine Ausschnitte aus Fotos und Zeichnungen, die in den Ausstellungstafeln verwendet wurden. Gemeinsam suchen die Kinder diese Ausschnitte in der Ausstellung. Wenn Sie einen Schnipsel gefunden haben, erfahren sie von unserem Besucherführer interessante Details über den abgebildeten Gegenstand. Außerdem zeigen wir während der Führung weitere Original-Bergbauexponate (z.B. ein Abbauhammer), die die Kinder anfassen, ausprobieren und kennenlernen dürfen. Außerdem gibt es eine kleine Geschichte und für jedes Kind ein Hauer-Diplom. Die Veranstaltung ist vorwiegend auf Kinder im Grundschulalter ausgerichtet, Abweichungen sind aber natürlich möglich.

Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung erforderlich. Weitere Informationen und Anmeldungen gibt es unter Tel. 0157 / 77 24 64 83 (vorwiegend ab 18.30 Uhr) oder per Mail an info@bergbauhistorie.ruhr.

 

Donnerstag, 13.12.2018, 17.30 Uhr

(Erwachsenen-)Führung durch die Ausstellung

Am 13.12.2018 bieten wir um 17.30 Uhr eine einstündige Führung durch die Ausstellung an, bei der auch einige zusätzliche Exponate „zum Anfassen“ gezeigt werden. Die Besucher erfahren bei dem Rundgang mehr über die gezeigten Bergwerke und die Arbeit Untertage. Im Anschluss an die Führung besteht um 19.00 Uhr die Möglichkeit am Vortrag „Die Friedrich Wilhelms-Hütte in Mülheim an der Ruhr und ihre Werksbahn“ von Norbert Tempel im Haus der Stadtgeschichte teilzunehmen, der im Rahmen der Reihe zur Mülheimer Geschichte stattfindet.

Da durch den Abendvortrag eine erhöhte Teilnehmerzahl erwartet wird, bitten wir um eine Anmeldung. Weitere Informationen und Anmeldungen unter Tel. 0157 / 77 24 64 83 (vorwiegend ab 18.30 Uhr) oder per Mail an info@bergbauhistorie.ruhr.

 

Donnerstag, 20.12.2018, 18.00 Uhr

Steinkohlenbergbau im Ruhrgebiet – Was war? Was ist? Was kommt?

Vortrag von Lars van den Berg, Förderverein Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier e.V.

Anlässlich des Endes der Steinkohlenförderung in Deutschland werden am letzten Tag der Bergbauausstellung mit einem Vortrag drei Fragen beantwortet: Während mit der Frage „Was war?“ ein rückblickender Rundgang durch die Bergbaugeschichte beginnt, bietet das Thema „Was ist?“ einen Blick in die Gegenwart und die aktuelle Technik und Arbeit untertage. Die Frage „Was kommt?“ beantwortet der Vortrag mit einem Blick in die Zukunft, der zwar unter anderem die bekannten Ewigkeitslasten kurz thematisiert, den Fokus aber auf einen zweiten, ebenfalls wichtigen Bereich der Bergbauzukunft legt. Oder wussten Sie schon, dass es auch nach 2018 noch ein aktives Steinkohlenbergwerk im Ruhrgebiet geben wird? Lars van den Berg verzichtet in seinem Vortrag bewusst auf viele Jahreszahlen und veranschaulicht die Inhalte anhand von Fotos aus der Welt des Bergbaus.

Ort: Vortragssaal im Haus der Stadtgeschichte, Von-Graefe-Straße 37, 45470 Mülheim/Ruhr.

Eine Veranstaltung des Stadtarchives Mülheim und des „Förderverein Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier e.V.“.


Stand: 14.12.2018

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