Migration · Integration · Interkulturelles Leben
Das Gesicht der Migration in Mülheim an der Ruhr zeigen

migration-geschichte.de: Schwarz oder Weiß: Unterwegs in der Welt als sichtbare Minderheit
Sally (links) und Anja haben in ihrem Leben schon in vielen verschiedenen Ländern gelebt. Dort waren sie jeweils Teil einer "sichtbaren Minderheit" (siehe Anmerkung A)

Das Mülheim von morgen wird ein anderes Gesicht haben mehr

Über die Arbeit für ein besseres Miteinander aller Kulturen in unserer Stadt am Fluss

Unser Stadtbild ist bunter geworden, sehr viel bunter; die vielen Menschen aus aller Herren Länder haben dazu beigetragen. Manche empfinden dies als Zumutung, andere sehen das voller Freude. Die Themen Migration und Integration polarisieren – so viel steht fest. Zum 31. Dezember 2008 lebten in Mülheim an der Ruhr insgesamt fast 33.500 Personen mit Migrationskultur (1). Das waren fast 20 % der Gesamtbevölkerung, jeder fünfte ist also kein typischer Deutscher. Bei näherer Betrachtung aber gibt es sogar annähernd 50.000 Menschen, die ihre Wurzeln nicht in Mülheim haben, die eine andere Kultur mitgebracht haben. Und das sieht und hört man überall in der Stadt. An den Klingelschildern der Häuser kann man es festmachen, am Arbeitsplatz, in der Schule, im Kindergarten, im Sportverein. Migranten sind längst keine Minderheit mehr, sie sind ein „Aktivposten“ an der Ruhr.

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1978 lernten türkische Frauen Deutsch für eine bessere Verständigung. Jeden Montag trafen sie sich im „Türkischen Zentrum” an der Friedrich-Ebert-Straße (siehe Anmerkung B)

Mülheim an der Ruhr, internationale Stadt

Es war 2006, zwei Jahre vor dem Stadtjubiläum Mülheims, da wurde in einem Konzept die Behauptung aufgestellt: „Ohne die ausdrückliche Berücksichtigung der Migration wäre die Darstellung der Geschichte von Mülheim an der Ruhr lückenhaft, ja sogar falsch. Denn die Migration hat unser Stadtbild und unsere Stadtgesellschaft maßgeblich mit geprägt.“

Also machten sich zuerst Einzelpersonen und später dann ein Arbeitskreis daran, die Themen Migration und Integration ernst nehmen. Diese Menschen treffen sich jetzt seit drei Jahren an der Heinrich-Thöne-Volkshochschule, an einem Ort also, der immer schon Hilfen und Einstiegsmöglichkeiten für Neu-Bürgerinnen und -Bürger aus anderen Kulturen angeboten hat wie zum Beispiel in der Sprachbildung. Ziel des Arbeitskreises war und ist es, eine dauerhafte, nachhaltige Migrationsdokumentation aus dem persönlichen Blickwinkel der in Mülheim an der Ruhr lebenden Menschen zu schaffen. Über 150 Personen aus allen Kulturkreisen, aus allen Ecken der Welt, haben sich bisher aktiv am Projekt beteiligt. Sie haben Geschichte und Geschichten geliefert, Beiträge geschrieben und Fotos zur Illustration mitgebracht, haben ihre zum Teil ganz persönlichen, zum Teil sehr ergreifenden Biografien erzählt, haben Daten, Zahlen und Fakten recherchiert und neue Mitglieder in den Arbeitskreis vermittelt. Viele dieser Menschen sind zu Multiplikatoren geworden, die „unser Thema Migration“ in die Bevölkerung tragen.

Migration & Geschichte: Wissenschaftliche Aufarbeitung zum Thema Arbeitsmigration von Prof. Wessel
Wichtig für die Deutsche Wirtschaft: „Gastarbeiter“, hier im Kreis ihrer deutschen Arbeitskollegen bei den Mannesmannröhren-Werken (siehe Anmerkung C)

Überall und jederzeit verfügbar und digitales Archiv, das Internet

Entstanden ist unter anderem ein Internetauftritt, der regelmäßig und oft aktualisiert wird. Dort ist alles das zu sehen, was das bunte Mülheim ausmacht. Und „Das Gesicht der Migration in Mülheim an der Ruhr zeigen“, so der Titel des Portals, findet nicht nur in Mülheim an der Ruhr Beachtung. Die Kontakte reichen weit über die Stadtgrenzen hinaus, sogar weltweit. Von Anfang an war es das Ziel, mit der Arbeit im Arbeitskreis und am Internetauftritt migration-geschichte.de einen kleinen Beitrag zu leisten für die Sicherung des sozialen Friedens in unserer Stadt. Denn bedingt durch den demographischen Wandel und durch die Teilnahme immer größerer Teile von Bürgerinnen und Bürgern mit Migrationskultur am Leben unserer Stadt wird unsere Gesellschaft von morgen eine andere sein. Es werden daher umfangreiche Informationen zur Verfügung gestellt, in der Hoffnung, ein vorurteilsfreieres Miteinander über alle kulturellen Unterschiede hinweg zu fördern. Es werden Gespräche und Dialoge geführt, Diskussionen angeregt und Kommunikation in die Gesellschaft getragen. Das Motto dabei ist: „Aus der Vergangenheit lernen, die Zukunft begreifen.“ Denn nicht alles ist glatt gelaufen, in den letzten Jahrzehnten.

migration-geschichte.de: Das Mülheim von morgen wird ein anderes Gesicht haben mehr
Stella Weber (rechts), einer der vielen Mülheimer Aktiven aus den Kreisen der Migranten, hier bei der Ministerpräsidentin von NRW, Hannelore Kraft (siehe Anmerkung D)

Es wird nicht einfach, aber wir können es gemeinsam schaffen

„Die Türkei führt mit gut 2,9 Millionen Menschen in Deutschland die Liste der wichtigsten Herkunftsländer an, gefolgt von den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion mit zusammen knapp 2,9 Millionen, Polen mit 1,4 Millionen und den Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawiens mit zusammen 1,3 Millionen. Insgesamt 1,3 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund lassen sich jedoch nicht eindeutig Herkunftsländern zuordnen. Zum Beispiel, weil sie die Staatsangehörigkeit vor Zuzug als (Spät-)Aussiedler nicht angegeben haben. Oder, weil sie als Deutsche mit beidseitigem Migrationshintergrund Eltern aus unterschiedlichen Herkunftsländern haben.“ (2)

Oft kamen die Migrantinnen und Migranten in den vergangenen 50 Jahren als Arbeitskräfte, als „Gastarbeiter“. „Wanderungen sind so alt wie die Menschheit“, schreibt Prof. Dr. Horst A. Wessel, ehemaliger Leiter des Mannesmann-Archivs in Mülheim an der Ruhr. Und weiter fragt er: „Welchen Beitrag haben die ausländischen Arbeitskräfte zur statistisch zweifelsfrei belegbaren Erhöhung unseres Wohlstandes bzw. unseres Lebensstandards geleistet? Wie hat sich deren Beschäftigung z. B. auf die Geldwertstabilität, auf die Erwerbstätigkeit, auf unsere volkswirtschaftliche Zahlungsbilanz, auf das Wirtschaftswachstum und auf unsere Einkommen ausgewirkt?“ Schon vor über dreißig Jahren setzten ernsthafte Bemühungen ein, das unvermindert große Interesse an der Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer mit den Notwendigkeiten ihrer angemessenen Eingliederung in Einklang zu bringen. „Man dürfe“, so der damalige Bundesarbeitsminister Walter Arendt, „nicht zulassen, dass diese Bevölkerungsgruppe zunehmend zu einer Randgruppe unserer Gesellschaft wird.“ (3) Und der Schriftsteller Max Frisch ergänzt: „Wir riefen Arbeitskräfte, und es kamen Menschen.“

„Deutschland steht vor einem grundlegenden Perspektivwechsel bei der Integration der Zuwanderer. Integration ist angesichts der demographischen Entwicklung keine Minderheitenfrage mehr. Die bisher dominierende Defizitwahrnehmung von Zuwanderern muss von einem potenzialorientierten Ansatz abgelöst werden, der Vielfalt als Stärke dieses Landes begreift. Denn Deutschland ist in den nächsten Jahrzehnten dringend auf Zuwanderung angewiesen. Die Wirtschaftskrise erschwert das nötige Umdenken. Die Herausforderung besteht darin, angesichts steigender sozialer Spannungen den Zusammenhalt zwischen Einheimischen und Zuwanderern auf eine neue Grundlage zu stellen sowie Politik und Gesellschaft für weitere Zuwanderung zu öffnen.“ (4)

„Die erfolgreiche Integration von Migranten ist eine der zentralen Zukunftsfragen überhaupt, auf die wir jetzt dringend Antworten finden müssen. Das kann nur gelingen, wenn Migranten und Aufnahmegesellschaft ernsthaft und aktiv gemeinsam daran arbeiten“, das stellte Prof. Dr. Rita Süßmuth eindrücklich in ihrem Vortrag in der Mülheimer Volkshochschule am 30. April 2010 heraus. „Deutschland ist längst vom, Rotationsland’ zum Einwanderungsland geworden. Wir leben im Zeitalter der Migration, im Zeitalter der zirkulären Migration, in dem Menschen oft ihre Plätze in immer wieder neuen Ländern suchen. Deshalb ist die Arbeit an der Integration auch eine, die längst ein einzelnes Land nicht mehr alleine leisten kann. Migration wird zum Testfall für ein funktionierendes Miteinander in den Gesellschaften weltweit. Gelungene Integration ist gleichzeitig aber vor allem eine Herausforderung auf kommunaler Ebene.“ (5) Was bedeuten diese Feststellungen und Thesen für Mülheim an der Ruhr? Und was bedeutet das für unser tägliches Leben?

migration-geschichte.de: Das Mülheim von morgen wird ein anderes Gesicht haben mehr
Hochzeit von Lisa und Vassilios Poungias. Mülheimer Zeitung, Oktober 1962: Brautpaar der Woche, Mülheim wurde zweite Heimat für jungen Griechen.. . (siehe Anmerkung E)

Sind Migrantinnen und Migranten schon in unserer Stadtgesellschaft angekommen?

Am 7. Februar 2010 wurde der neue Integrationsrat für Mülheim an der Ruhr gewählt. Die Verkündigung des Wahlergebnisses bringt Ernüchterung: Nur 11,57 % der Wahlberechtigten sind zur Urne gegangen, das sind ca. 3 % weniger als vor fünf Jahren. Auch wenn der Integrationsrat zurzeit nur beratend tätig sein kann, er ist die einzige effektive Form der Migranten sich in die direkten politischen Entscheidungen der Stadt einzumischen. Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld nennt das Ergebnis der Wahl im Gespräch „enttäuschend“: „Wir müssen aber weitermachen,“ sagt sie, „trotz des schlechten Ergebnisses. Wir müssen auch weiter das Kommunale Wahlrecht für alle Mülheimer fordern, damit aus der beratenden Funktion des Integrationsrates echte politische Teilhabe für alle am Leben in Mülheim wird.“ War die so geringe Beteiligung an der Wahl nur eine schlechte Momentaufnahme?

In der letzten Zeit kann man leider beobachten, dass sich große Teile der Migrantinnen und Migranten in ihre Situation ergeben haben und sich nicht so intensiv in das städtische Leben einbringen, wie es ratsam wäre. Sie haben sich eingerichtet in ihren „Nischen“, haben ihren Platz in der Gesellschaft hauptsächlich unter „Ihresgleichen“ gefunden. Dort lebt es sich verhältnismäßig ungestört, dort kennt man sich aus, dort spricht man „eine“ Sprache. Die Frage aber nach der uneingeschränkten, gleichberechtigten Teilhabe von ausländischen Frauen am Leben in unserer Stadt zum Beispiel bleibt in bestimmten Communities nach wie vor unbeantwortet. Ist diese Gruppe die große „schweigende Mehrheit“ innerhalb der Migrantenkreise?

Andere Migrantinnen und Migranten allerdings haben sich mit aller Kraft aufgemacht, ihr Leben zu verändern, es den Gegebenheiten hier in Deutschland anzupassen, ohne die eigene Identität zu verleugnen. Sie entwickeln Projekte und führen sinnvolle Maßnahmen durch, die Vorbild sind. Und sie nehmen damit auch Einfluss auf das Leben in ihrer unmittelbaren Umgebung, werden zu Ideengebern, zu Vorreitern und Multiplikatoren für ein besseres Miteinander aller Kulturen. Sie haben den Marsch in die neue Gesellschaft angetreten, weil sie einfach Spaß daran haben, hier in Mülheim an der Ruhr zu leben. Und ganz viele von ihnen sind hier Zuhause, wie sie sagen, sie sind richtige Mülheimer, viele von ihnen streben die Deutsche Staatsbürgerschaft an oder haben diesen Schritt schon vollzogen. Das wird auch von städtischer Seite gefördert.

migration-geschichte.de: Das Mülheim von morgen wird ein anderes Gesicht haben mehr
Fast 800 Mülheimerinnen und Mülheimer haben 2010 deutlich gemacht, dass Rechtsradikale und Ausländerfeindlichkeit in Mülheim nicht geduldet werden (siehe Anmerkung F)

Und was sagt der „Mann“ von der Straße?

Die von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes kürzlich herausgegebene Sinus-Milieustudie „Diskriminierung im Alltag“ offenbart neben enormen Vorurteilen im Zusammenhang mit der Religion – insbesondere gegenüber Muslimen – auch viel Handlungsbedarf innerhalb der Mehrheitsgesellschaft, wenn es um die ethnische Herkunft oder um die Hautfarbe von Migranten geht.

Laut Studie treten sowohl in den qualitativen Erhebungen als auch in der Repräsentativbefragung in nahezu allen Milieus starke, emotional getragene Vorbehalte gegenüber Ausländern und Migranten zutage. Diese äußern sich in Unbehagen, Misstrauen und irrationalen Ängsten („Ich würde auch nicht die Tür aufmachen, wenn ein Dunkelhäutiger davorsteht“), ebenso wie in den bekannten ressentimentgeladenen Negativklischees („Die wissen, wie man an Sozialgeld kommt“). Ursache dieser Grundeinstellung ist häufig das Gefühl einer umfassenden und nicht beherrschbaren Bedrohung durch die übergroße Zahl der ins Land strömenden Fremden („Das Problem sind die Massen“; „Immer mehr Ausländer kommen nach Deutschland, irgendwann ist Ende“). Das Bedrohungs-Szenario des „vollen Bootes“ führt dann, unterstützt durch den Hinweis auf allfällige Fehlentwicklungen (Migranten-Gettos in den Städten, Gewaltkriminalität bei ausländischen Jugendlichen, Belastung der Sozialsysteme etc.) rasch zu aggressiven Ausgrenzungstendenzen („Zuzug sperren“, „Die gehören abgeschoben“, „Schwarze Schafe raus“).

Insbesondere in den traditionellen und in den unterschichtigen Milieus ist blanker Hass gegenüber den Menschen anderer ethnischer Herkunft oder Hautfarbe zu spüren („Die werden immer mehr und immer frecher“; „Uns Deutsche behandeln sie wie Scheiße“), … bis hin zu der gelegentlich geäußerten Ansicht, man habe durchaus Verständnis dafür, wenn arbeitslose Jugendliche ihrem Frust Luft machen, indem sie „Fidschis klatschen“. In diesen Milieus ist die Überzeugung verbreitet, nicht die Migranten benötigten staatlichen Diskriminierungsschutz, sondern die „Einheimischen“, „das eigene Volk“ müsse vor den Folgen der als bedrohlich empfundenen Einwanderungswelle, die die Fundamente unseres Sozialstaats „unterspült“, geschützt werden. Viele Befragte aus diesen Milieus fühlen sich deshalb auch unmittelbar von der Ausländerpolitik des Staates diskriminiert („Die haben die Ausländer ins Land geholt, und jetzt kümmern sie sich nicht um die Probleme“). (6)

migration-geschichte.de: Rita Süssmuth in Mülheim an der Ruhr. Migration und Integration: Testfall für unsere Gesellschaft
Prof. Dr. Rita Süßmuth (Mitte), ausgewiesene Expertin in Zuwanderungsfragen, am 30. April 2010 bei uns in der Heinrich-Thöne-Volkshochschule (siehe Anmerkung G)

Die Prioritäten des Arbeitskreises Migration & Geschichte haben sich geändert

Die Geschichte der Migration in Mülheim an der Ruhr zu zeigen, diese Arbeit an der Vergangenheit ist halbwegs geglückt, aber noch nicht ganz abgeschlossen, man arbeitet daran. Eine unglaubliche Vielfalt ist im Internet unter migration-geschichte.de mittlerweile zu finden. Es sind schöne und ergreifende Geschichten geschrieben worden, Erschütterndes und Trauriges ist zu lesen, aber es gibt auch viele Lichtblicke und es gibt auch was zum Schmunzeln. Seit Jahren jetzt ist auch die vom Arbeitskreis entwickelte Wanderausstellung „Das Gesicht der Migration in Mülheim an der Ruhr.. .“ unterwegs in der Stadt. Sie hat Station gemacht in Schulen, in Jugendheimen, in Kirchengemeinden, in Bibliotheken. Diese Ausstellung zeigt das ganze Spektrum der Migration, auch die „dunklen Seiten“, wie Vertreibung, Deportation oder Zwangsarbeit und trägt dazu bei, das Thema Migration als wichtiges, ernsthaftes Thema zu verankern.

Während die Arbeit am Projekt Migration & Geschichte am Anfang überwiegend durch bürgerschaftliches Engagement getragen wurde, konnte durch die Förderung der Leonhard-Stinnes-Stiftung eine überaus wichtige qualitative Verbesserung hergestellt werden. Es gibt im Jahr annähernd 22.000 Zugriffe auf das Internetportal www.migration-geschichte.de, das ist für dieses spezielle Themenangebot beachtlich. Und bei Google steht „Das Gesicht der Migration in Mülheim an der Ruhr“ bei der Eingabe der Suchbegriffe „Migration und Geschichte“ seit vielen Monaten auf den allerersten Plätzen, unter ca. 1.000.000 Einträgen. Interesse ist also vorhanden.

Wie oben geschildert, wird die Arbeit an der zwangsläufig kommenden neuen Gesellschaft, dem neuen Gesicht unserer Stadt, nicht einfach. Vielleicht bringt uns auch der Begriff Inklusion weiter statt der Begrifflichkeit Integration, wenn wir über die gleichberechtigte Teilhabe aller am städtischen Leben reden. Inklusion bedeutet Einbeziehung, Einschluss, Einbeschlossenheit, Dazugehörigkeit. Das könnte den Weg weisen in eine neue, sich verändernde Gesellschaft.

Und weil das so ist, beschäftigt sich der Arbeitskreis Migration & Geschichte seit vielen Monaten hauptsächlich mit dem aktiven, aktuellen interkulturellen Leben in unserer Stadt. Es werden Projekte gezeigt, die Bespiel sein können. Es wird Kommunikation gemacht für ein besseres Miteinander aller Kulturen in unserer Stadt am Fluss. Es wird am schon umfangreichen Netzwerk gearbeitet, damit es immer mehr Menschen werden, die sich ernsthaft stark machen für eine friedliche Zukunft. Es werden Tipps und Hilfen angeboten für den Alltag. Und es wird weiter gemacht. Wer mehr wissen will über das „Gesicht der Migration.. .“, der sollte einfach hin und wieder ins Internet schauen: migration-geschichte.de

migration-geschichte.de: Das Mülheim von morgen wird ein anderes Gesicht haben mehr
Klaus Wichmann und Helga Richter-Lönnecke gründeten den VHS-Arbeitskreis Migration & Geschichte, hier bei einer Ausstellungseröffnung zum Thema (siehe Anmerkung H)

Lesen Sie folgende Beiträge hier bei uns im Internet:

Anmerkung A: Schwarz oder Weiß: Unterwegs in der Welt als sichtbare Minderheit

Anmerkung B: Türkisches Zentrum eine „Brücke zur Stadt“

Anmerkung C: Wanderungen sind so alt wie die Menschheit. Ein Überblick über die Migrationsgeschichte

Anmerkung D: Stella Weber und ihr Verein „Love from Africa“

Anmerkung E: Zwei Wege, ein gemeinsames Leben: Lisa und Vassilios Poungias

Anmerkung F: Machtvolle Demonstration gegen Rechtsradikale in Mülheim an der Ruhr

Anmerkung G: Rita Süssmuth in Mülheim an der Ruhr. Migration und Integration: Testfall für unsere Gesellschaft

Anmerkung H: Gesichter der Migration – zu sehen im Gemeindezentrum


Quellen/Verweise:

(1) Referat V.1, Stadtforschung und Statistik, Mülheim an der Ruhr, 2008

(2) Berechnungen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden, 2008

(3) Prof. Dr. Horst A. Wessel, Mannesmann-Archiv, Mülheim an der Ruhr, 2008, Veröffentlichung unter migration-geschichte.de

(4) Bertelsmann-Stiftung, Gütersloh, 2010,

bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/bst/hs.xsl/283.htm

(5) Prof. Dr. Rita Süßmuth, Veröffentlichung unter migration-geschichte.de, 2010

(6) Sinus-Milieustudie „Diskriminierung im Alltag“, sociovision.de, 2010


Der Autor: Klaus Wichmann, mit väterlichen Vorfahren aus Polen, die im 19. Jahrhundert als „Gastarbeiter“ ins Ruhrgebiet kamen, beschäftigt sich seit 18 Jahren mit allen Fragen zu den Themen Migration und Integration. Er war seit 1993 aktiv in der MIT – Mülheimer Initiative für Toleranz und ist Initiator des Projektes „Das Gesicht der Migration in Mülheim an der Ruhr zeigen“. Er hat, zusammen mit der ehemaligen stellvertretenden Direktorin der Heinrich-Thöne-Volkshochschule, Helga Richter-Lönnecke, den VHS-Arbeitskreis „Migration & Geschichte“ gegründet.

Klaus Wichmann, Mülheim an der Ruhr, im Januar 2011

Fotos: Quellenangaben jeweils in den oben genannten Beiträgen hier im Internet, siehe Anmerkungen

Dieser Beitrag wurde im Mülheimer Jahrbuch 2011 gedruckt.


Kontakt: vhs@muelheim-ruhr.de
http://www.kulturbetrieb.de
http://vhs.muelheim-ruhr.de
Das Projekt Migration & Geschichte
wurde durch die Leonhard-Stinnes-
Stiftung gefördert.

Impressum
Stand: 09.01.2012

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