Ausstellungen

„Vergessene Welten und blinde Flecken - Die mediale Vernachlässigung des Globalen Südens“

Vom 16. August bis 17. September 2021 wird in der 3. Etage der Stadtbibliothek im MedienHaus die Ausstellung „Vergessene Welten und blinde Flecken – Die mediale Vernachlässigung des Globalen Südens“ gezeigt. Diese Ausstellung stellt die wichtigsten Ergebnisse einer Langzeitstudie vor, in der unter anderem über 5.100 Sendungen der Tagesschau aus den Jahren 1996 und 2007 bis 2019 ausgewertet wurden.

Die Ausstellung kann unter Einhaltung der gültigen Bestimmungen zur Corona-Pandemie zu den üblichen Öffnungszeiten der Bibliothek besucht werden. Mmomentan ist der Besuch der Stadtbibliothek mit medizinischem Mundschutz, Handdesinfektion und Registrierung möglich.

Das Foto zeigt einen Ausschnitt vom Veranstaltungsplakat mit einer groß abgebildeten Erde auf schwarzem Hintergrund. Links oben in weißer Schrift auf rotem Grund: Ausstellung in der Stadtbibliothek im MedienHaus, 16. August - 17. September 2021, rechts unten der Veranstaltungstitel: Vergessene Welten und blinde Flecken - Stadtbibliothek im MedienHaus

Informationen zur Ausstellung mit Vortrag
„Vergessene Welten und blinde Flecken - Die mediale Vernachlässigung des Globalen Südens“

Nicht selten weisen Medien einen blinden Fleck auf, wenn es sich um den Globalen Süden (sogenannte Dritte Welt- beziehungsweise  Entwicklungs- und Schwellenländer) handelt.

So wurde über die verheerende mangelnde Nahrungsmittelversorgung in Ostafrika und der Tschadseeregion, durch die Ende des Jahres 2017 fast 37 Millionen Menschen vom Hungertod bedroht waren und die UN-Nothilfekoordinator Stephen O’Brien als größte drohende humanitäre Krise seit der Gründung der Vereinten Nationen bezeichnet hatte, kaum berichtet. Auch der Jemen, wo 2017 die größte jemals in der Geschichte gemessene Cholera-Epidemie ausbrach, gehört zu den medial vergessenen Welten, denen keine Sondersendungen gewidmet werden.

Die Ausstellung „Vergessene Welten und blinde Flecken“ stellt die wichtigsten Ergebnisse einer Langzeitstudie vor, in der unter anderem über 5.100 Sendungen der „20 Uhr-Tagesschau“ aus den Jahren 1996 und 2007 bis 2019 ausgewertet wurden. 

Die Daten zeigen deutlich, dass die Berichterstattung geografisch sehr unausgewogen ist. Während dem sogenannten Westen weit überproportional hohe Aufmerksamkeit zufällt, werden zahlreiche Staaten des Globalen Südens an den Rand gedrängt oder teilweise sogar ignoriert. 

Im „Corona-Jahr“ 2020 hat sich die Situation sogar noch zugespitzt: In nur etwa fünf Prozent der Sendezeit, in der sich die „Tagesschau“ mit der Pandemie beschäftigte, berichtete sie über die Lage im Globalen Süden. Viele Katastrophen, wie die Zunahme der Hungernden auf der Welt in dieser Zeit um circa 130 Millionen Menschen auf insgesamt 820 Millionen, wurden fast gar nicht berücksichtigt. Hierzu gehören auch die Auswirkungen des Super-Zyklons „Amphan“, der im Mai 2020 Küstenregionen von Indien und Bangladesch verwüstete und von dem circa 60 Millionen Menschen betroffen waren.

Die Poster-Wanderausstellung wird vom 16. August bis zum 17. September 2021 in der Stadtbibliothek im MedienHaus (3. Etage, Synagogenplatz 3, 45468 Mülheim an der Ruhr) zu sehen sein. Die Ausstellungstafeln sowie die Studie selbst können unter folgender Adresse kostenlos eingesehen und heruntergeladen werden (dort ist auch eine Zusammenfassung mit den wichtigsten Ergebnissen als Video-Präsentation zu sehen): www.ivr-heidelberg.de


Stand: 11.08.2021

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