Ehrenring- und Ehrenspangenverleihung (2018)

Rede von Oberbürgermeister Ulrich Scholten

anlässlich der Verleihung der Ehrenringe und -spangen

am Samstag, 10. November 2018, 17 Uhr

Stadthalle, Kammermusiksaal

***

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

verehrte Gäste,

ich freue mich sehr über Ihre Teilnahme an der heutigen Feierstunde anlässlich der Verleihung der Ehrenringe und der Ehrenspangen der Stadt Mülheim an der Ruhr hier im Kammermusiksaal unsere Stadthalle!

Ich begrüße besonders

Bürgermeisterin Ursula Schröder

die Bezirksbürgermeister sowie

die Vertreterinnen und Vertreter des Rates der Stadt,
der Bezirksvertretungen und der Parteien...

die Medienvertreter

und – besonders herzlich – die heute Auszuzeichnenden:

Peter Jansen

Enver Sen

Volkmar Spira und

Thomas Weise…

sowie deren persönliche Gäste.

Danken möchte ich dem Mülheimer Jazz Club und der Band „Jazzpresso“ mit Larissa Stermann, Dr. Mathias Hehn, Martin Ohrt, Philipp Krumey und Jannik Hoffmann, die den heutigen Empfang musikalisch umrahmen.

Auch Ihnen ein herzliches Willkommen!

„Eine Gemeinschaft,“ – so sah es Antoine de Saint-Exupèry – „Eine Gemeinschaft ist nicht die Summe von Interessen, sondern die Summe von Hingabe.“

Ehrenamtliche Tätigkeit kann somit als Ausdruck einer intakten Gesellschaft und eines intakten menschlichen Zusammenlebens gesehen werden...

Dieses bürgerschaftliche Engagement findet überwiegend auf kommunaler Ebene statt: Die Kommunen sind der zentrale Ort aktiver Bürgerschaft.

Ehrenamtlich arbeitende Menschen nehmen Anteil und übernehmen Verantwortung:

Ob klassisches Ehrenamt in der Kommunalpolitik, aktive Mitarbeit im Verein oder einer Institution oder auch in neueren, beispielsweise projekt- oder anlassbezogenen Formen - viele freiwillige Aufgaben der Städte und Gemeinden werden ehrenamtlich erbracht.

Ob Brand- und Katastrophenschutz, Sport, Kultur, Bildung oder Soziales, ohne unsere Ehrenamtlichen läuft es nicht rund.

Es sind letztendlich die engagierten Bürgerinnen und Bürger, die maßgeblich zur Erfüllung kommunaler Daseinsvorsorge, zur Lebensqualität, zum sozialen Frieden und zum menschlichen Angesicht unserer Stadt beitragen. Sie tun dies, indem sie - zum Teil über viele Jahre und Jahrzehnte hinweg - ihre Zeit, ihre Kraft, ihr Können und ihre Kreativität für andere einsetzen.

Die Vielfalt ehrenamtlicher Arbeit in unserer Stadt spiegelt sich auch in den Tätigkeitsfeldern der heute Auszuzeichnenden wieder. Mit ihrer Würdigung erfüllen wir, was in der für die Stiftung von Ehrenring und Ehrenspange grundlegenden Satzung festgehalten ist:

„Außergewöhnliche Verdienste um die Stadt Mülheim an der Ruhr sind nicht an bestimmte Tätigkeitsmerkmale gebunden oder auf bestimmte Lebensbereiche beschränkt. Sie können auf allen Gebieten, beispielsweise im politischen, wirtschaftlichen, sozialen oder kulturellen Leben, erworben werden. Maßgebend ist einzig das als Außergewöhnlich anzusehende, individuelle Engagement.“

Für sein Wirken im kommunalpolitischen Bereich wird Peter Jansen – so hat der Rat der Stadt am 17. Mai 2018 beschlossen – heute der Ehrenring verliehen...

Sie, sehr geehrter Herr Jansen, setzen sich seit 1992 in verschiedenen politischen Gremien für bürgerschaftliche Anliegen ein: von 1992 bis 1994 sowie von 1999 bis 2009 und seit 2010 ohne Unterbrechung waren und sind Sie nämlich Mitglied der Bezirksvertretung 3.

Als sachkundiger Bürger haben Sie sich von 1994 bis 1999 um die Belange der Bürgerinnen und Bürger vor Ort gekümmert.

Mit den Schwerpunkten Arbeit, Gesundheit und Soziales bringen Sie sich somit seit vielen Jahren engagiert in das politische Geschehen unserer Stadt ein. Diesen unermüdlichen Einsatz wollen wir heute würdigen!

Auch Enver Sen kommt aus dem kommunalpolitischen Bereich. Er ist uns allen wahrscheinlich durch seinen langjährigen Einsatz für Integration, soziale Fragen und Bildung bekannt.

Herr Sen ist seit dem 5. Mai 2008 Mitglied des Rates der Stadt Mülheim an der Ruhr. Von 2001 bis 2008 war er Mitglied der Bezirksvertretung 3, von 1995 bis 2001 sachkundiger Bürger.

Enver Sen saß von Mai 1995 bis Oktober 1999 dem Ausschuss des Beirates für ausländische Einwohnerinnen und Einwohner sowie von November 2004 bis Juni 2014 dem Integrationsrat vor.

Auch sein außergewöhnliches Engagement wollen wir heute mit der Verleihung des Ehrenrings würdigen…

Kommen wir nun zu den Personen, die in diesem Jahr mit der Ehrenspange der Stadt Mülheim an der Ruhr ausgezeichnet werden.

Ihr Engagement, sehr geehrter Herr Spira, gilt seit vielen Jahrzehnten der Theaterkultur in Mülheim an der Ruhr.

Sie gründeten und leiteten als Regisseur mit viel Idealismus und Ausdauer folgende Mülheimer Theaterprojekte:

„Mülheimer Spielvögel“ (1958 bis 1964),

„VHS-Studio für Darstellendes Spiel“ (1958 bis 1964),

„Mülheimer Backsteintheater“ (Große Bühne 1990 bis 2008, Kleine Bühne 2007 bis heute).

Außerdem waren Sie verantwortlich für den Aufbau der Kulturbereiche am Ev. Krankenhaus, das daraufhin 1995 von der UNESCO als „Modellprojekt für Kultur am Krankenhaus“ ausgezeichnet wurde.

Für Ihr Wirken in Beruf und Ehrenämtern in Mülheim an der Ruhr wurden Sie 2002 mit dem „Jobs, der Kandidat“ ausgezeichnet.

Auf die vielen Gremien, in denen Sie als Geschäftsführender Direktor der Stiftung Ev. Kranken- und Versorgungshaus mitwirkten, und auf Ihre aktive Mitarbeit in der ÖTV sei hier nur ganz allgemein, aber verbunden mit einem sehr herzlichen Dank für Ihr Engagement, hingewiesen…

Last but not least ehren wir heute Thomas Weise. Viele von Ihnen kennen ihn seit langem als sympathischen Vertreter der Mülheimer Polizei.

Sie, sehr geehrter Herr Weise, gründeten 2002 den „Polizeisportverein Mülheim an der Ruhr“ (PSV), dessen hauptsächliches Ziel die Präventionsarbeit ist.

Seither haben zahlreiche Mülheimerinnen und Mülheimer an Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskursen, an Fahrsicherheitstrainings und sonstigen Verhaltenskursen Ihres Vereins teilgenommen.

2003 gründeten Sie unter der Dachorganisation des PSV die Polizeistiftung „David + Goliath“, die sich sozial engagiert. Die Stiftung hilft unbürokratisch, wenn Kinder, also die Schwächsten unserer Gesellschaft, durch Verbrechen oder Unglücksfälle in Not geraten. Jährlich werden durch die Polizeistiftung bis zu 20.000 Euro für mildtätige Zwecke zur Verfügung gestellt. Und viele Kinder verdanken Ihnen und Ihren Mitstreiterinnen und Mitstreitern kleine Lichtblicke in äußerst schwiegen und für sie belastenden Situationen.

Durch Ihren Einsatz, sehr geehrter Herr Weise, tragen Sie zu einem positiven Image der Mülheimer Polizei und zu einem guten Miteinander von Stadtgesellschaft und Polizei bei. Dafür gebührt Ihnen unser ausdrücklicher Dank, den wir Ihnen gleich in Form der Ehrenspange der Stadt Mülheim an der Ruhr aussprechen werden.

Es ist eine bewundernswerte Leistung, die Sie und Ihre Vereins- und Stiftungsmitglieder erbracht haben und erbringen!

Für diese Bandbreite ehrenamtlichen Einsatzes, für diesen unbezahlbaren Dienst an der Gemeinschaft, gilt es heute Dank zu sagen, und ich möchte dies mit der Überreichung der Urkunden und Ehrenzeichen jetzt tun...

Lassen Sie mich zum Abschluss aber noch einen besonderen Dank aussprechen an diejenigen unter Ihnen, die zu der Arbeit, die wir heute auszeichnen, direkt oder indirekt, einen wichtigen Beitrag leisten:

Ich meine die Partnerinnen und Partner, die Angehörigen und Wegbegleiter der Ehrenamtlichen... Ich freue mich, dass viele von ihnen heute als persönliche Gäste der Auszuzeichnenden gekommen sind...

Ohne Familie, ohne Freunde, die das ehrenamtliche Engagement mit unterstützen, wäre es für viele Ehrenamtlichen ungleich schwieriger, ihre Aufgaben wahrzunehmen. Also auch Ihnen, den Angehörigen und Freunden herzlichen Dank!

Kontakt


Stand: 14.11.2018

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