Herbstsynode (2018)

Grußwort von Oberbürgermeister Ulrich Scholten

anlässlich der Herbstsynode des Evangelischen Kirchenkreises An der Ruhr

am Samstag, 10. November 2018, gegen 8:30 Uhr

Althofstraße 9, Haus der Ev. Kirche

***

Sehr geehrter Herr Superintendent,

liebe Anwesenden,

ich freue mich sehr über die jährlich wiederkehrende Einladung zur Herbstsynode, zeigt sie doch, wie eng der evangelische Kirchenkreis an der Ruhr und die Stadt Mülheim an der Ruhr verbunden sind. Es ist nicht selbstverständlich, dass ein Kirchenkreis das Stadtoberhaupt regelmäßig zur Synode einlädt. Und so verstehe ich es als Ehre - und Angebot zu einer weiterhin vertrauensvollen Zusammenarbeit an Themen, die uns alle beschäftigen und die entscheidend sind für die Lebensqualität vieler Menschen in unserer Stadt.

Wie in jedem Jahr geht es auch bei Ihnen heute wieder ums Geld, um Haushalts- und Stellenpläne. Anfang Dezember wird sich der Rat der Stadt unter ähnlich schwierigen Bedingungen wie Sie diesen Entscheidungen stellen müssen. Wir – und auch das eint uns – die Stadtverordneten und Sie, die Kirchenvertreter, müssen dann Verantwortung übernehmen, Verantwortung für die Gestaltung unserer Zukunft hier in Mülheim.

Wenn kein Geld mehr zu verteilen ist, wenn Einschnitte in liebgewonnene Strukturen drohen, wenn selbst aus unserer Sicht notwendige Angebote gekürzt werden müssen oder zumindest auf dem Prüfstand stehen, dann erfordert es Mut, diese Entscheidungen zu treffen. Wissend, dass sie soziale Härten bedeuten, persönliche Schicksale bestimmen können und den einen oder anderen vor den Kopf stoßen. Und das in einer eigentlich reichen Gesellschaft wie der unsrigen.

Ich bin mir sicher, dass Ihnen ähnliche Fragen durch den Kopf gehen wie mir. Fragen nach einer gerechten Verteilung der vorhandenen Mittel, einer möglichst vielen gerecht werdenden Priorisierung bei den Ausgaben und der Einhaltung von Mindeststandards, die die Bewahrung des sozialen Friedens in unserer Gesellschaft erfordert. So manche offensichtlich unumgängliche Entscheidung hinterlässt bei mir einen schalen Beigeschmack, ob dies wirklich richtig ist oder sein kann. Wenn wir zum Beispiel die Bedürfnisse von Älteren gegen Jüngere, von Familien gegen Alleinstehende oder von Armen gegen Kranke abwägen sollen.

Sicher: Nicht alles, was wir jetzt haben, brauchen wir auch in Zukunft. Wir müssen mit der Zeit gehen, unsere Angebote verändern und an die heutigen Herausforderungen anpassen. Da muss auch mal etwas wegfallen. Wir werden an vielen Stellen umdenken müssen, um unseren Lebensstandard halten zu können.

Auch das, meine sehr geehrten Damen und Herren, erfordert Mut. Es erfordert aber auch die Zuversicht und das Vertrauen in uns selbst, dass wir diese schwierigen Aufgaben annehmen und meistern können. Am besten gemeinsam. Ich bin dazu gerne bereit. Lassen Sie uns zusammen an der Stadt Bestem arbeiten! 

Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.

(2 Timotheus 1:7)

Vielen Dank.  

Kontakt


Stand: 06.11.2018

[schließen]

Fehler melden

Sie haben einen Fehler auf dieser Internetseite gefunden? Bitte teilen Sie ihn uns mit. Ein Redakteur wird sich umgehend darum kümmern.

Haben Sie ein anderes Anliegen, um das wir uns kümmern sollen, dann wenden Sie sich bitte an die Bürgeragentur.

Ihre Nachricht

 

Teilen | Drucken | PDF-Version | RSS-Feed | Fehler melden

Transparenter Pixel