Impfanspruch für vorerkrankte Personen voraussichtlich ab Ende März

Impfanspruch für vorerkrankte Personen voraussichtlich ab Ende März

In der Coronaimpfverordnung ist geregelt, dass Personen, bei denen aufgrund von Erkrankungen ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht, einen Anspruch auf eine Schutzimpfung mit hoher Priorität haben (sogenannten Impfpriorität 2). Dies sind zum Beispiel Personen mit Trisomie, Personen nach Organtransplantation, Personen mit interstitieller Lungenerkrankung, COPD, Mukoviszidose oder einer anderen, ähnlich schweren chronischen Lungenerkrankung, Personen mit Leberzirrhose oder einer anderen chronischen Lebererkrankung oder Personen mit chronischer Nierenerkrankung. Die abschließende Aufzählung findet sich in § 3 Abs. 1 Nr. 2 a-i der Coronaimpfverordnung.

Nach derzeitigem Kenntnisstand soll diesen Personen ab Ende März ein Impfangebot unterbreitet werden. Das genaue Verfahren wird noch durch das Land Nordrhein-Westfalen festgelegt. Es ist daher zum jetzigen Zeitpunkt nicht notwendig, einen Antrag zu stellen oder eine Mitteilung an die Stadt zu machen.

Gleiches gilt für Personen, bei denen gemäß § 3 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. j der Coronaimpfverordnung nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände eine Einzelfallentscheidung getroffen werden muss. Diese Personen werden auf Antrag und bei entsprechenden Voraussetzungen den anderen Personengruppen gleichgestellt, also ebenfalls in die Impfpriorität 2 eingegliedert. Auch hier sind Impfangebote gemäß den Landesregelungen nicht vor Ende März vorgesehen.

Schild Impfzentrum Eingangsbereich Mülheim an der Ruhr - Jasmin Kramer

Je nach Ausgestaltung der genauen Vorgehensweise zum Umgang mit diesen Personengruppen durch das Land NRW plant die Stadt Mülheim an der Ruhr, eine Online-Plattform zur Verfügung zu stellen, über die sich jeder selbst registrieren bzw. seinen Anspruch geltend machen kann.

„Bis dahin bitten wir alle Betroffenen um etwas Geduld“, erklärt Thomas Nienhaus, Sprecher der Stadt. „Sobald genaue Regelungen seitens des Landes erlassen werden, informieren wir die Bürgerinnen und Bürger umgehend über die konkrete Vorgehensweise.“ Außerdem bittet die Stadt Mülheim, zum jetzigen Zeitpunkt von telefonischen und elektronischen Nachfragen abzusehen.

Aus Datenschutzgründen können auch keine telefonischen Auskünfte zu bereits gestellten Anträgen erteilt werden. Alle bisher gestellten Anträge und Anfragen werden nach Möglichkeit in den nächsten Tagen individuell beantwortet.

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Stand: 05.03.2021

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