Mülheim spricht viele Sprachen: Internationale Tage der Muttersprache 2018

Vom 19. bis 23. Februar 2018 findet unter der Schirmherrschaft des Beigeordneten Ulrich Ernst zum dritten Mal die Veranstaltungsreihe „Mülheim spricht viele Sprachen: Internationale Tage der Muttersprach in Mülheim an der Ruhr“ statt.  Der Internationale Tag der Muttersprache ist ein von der UNESCO ausgerufener Gedenktag, der jährlich am 21. Februar begangen wird.

Mülheim spricht viele Sprachen: Internationale Tage der Muttersprache in Mülheim an der Ruhr - Fotolia

An der Veranstaltungsreihe „Mülheim spricht viele Sprachen“ beteiligen sich rund 30 Bildungspartner, darunter Kindertagesstätten, Schulen, Vereine und Migrantenselbstorganisationen. Koordiniert werden die Aktionstage von den Bildungsnetzwerken Eppinghofen, Innenstadt und Styrum. Die Veranstaltungsreihe ist in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen und findet nun im gesamten Stadtgebiet statt.

Verschiedene öffentliche Veranstaltungen, zu denen Interessierte herzlich willkommen sind:

  • Ab Montag, 19. Februar findet täglich eine Ausstellung mit interaktiven Elementen in der Diakonie am Eck statt.
  • Am Dienstag, 20. Februar sind Familien mit Kindern herzlich in das Familienzentrum Fiedelbär eigeladen, um Spiele aus verschiedenen Ländern kennenzulernen.
    • In der Stadtteilbibliothek Heißen wird ein spannendes Bilderbuchkino zu der Geschichte „Das Allerwichtigste“ gezeigt.
    • Die Besucherinnen und Besucher des Jugendzentrums Stadtmitte lesen Geschichten in verschiedenen Sprachen vor.
  • Am Freitag, 23. Februar lädt das Familienzentrum Villa Kunterbunt zum gemeinsamen Singen in verschiedenen Sprachen ein.
    • Im offenen Eltern-Kind-Treff „Familienoase“ in der dezentrale sind Eltern mit ihren Kindern willkommen, um gemeinsam Lieder in verschiedenen Sprachen zu singen.
    • Die Fatih Moschee veranstaltet unter dem „Dilim Sevgi Bayragim/Meine Sprache ist die Fahne der Liebe“ ein buntes Programm mit Geschichten und Zungenbrechern.
    • Der Verein Afro-Mülheimers e. V. lädt zu dem Vortrag „Code-Switching and borrowing in a Multilingual Setting Community – the case study of Mülheim an der Ruhr“ von Bridget Fonkeu, Research and Teaching Assistant an der Technischen Universität Dortmund ein.

Das Programmheft mit weiteren Veranstaltungen liegt bei den teilnehmenden Kooperationspartnern (unter anderem CBE, dezentrale, Jugendzentrum Stadtmitte, MedienHaus, Stadtteilbüchereien, Stadtteilbüro Eppinghofen) aus. Zusätzlich können Sie am Ende des Beitrages das Programmheft als Pdf-Datei herunterladen.

Hintergrund:
In Mülheim an der Ruhr leben derzeit Menschen aus rund 140 Nationen zusammen. Mit ihren Muttersprachen tragen sie zur sprachlichen und kulturellen Vielfalt der Stadt bei. Zahlreiche Mülheimer Kinder und Jugendliche wachsen mit zwei oder mehreren Sprachen auf. Die Veranstaltungsreihe „Mülheim spricht viele Sprachen“ soll eben diese sprachliche und kulturelle Vielfalt aufzeigen und fördern.
„Mehrsprachigkeit ist bereichernd für die Menschen und für unsere Stadt“, betont der Beigeordnete Ulrich Ernst. „Die Veranstaltungen zum Internationalen Tag der Muttersprache machen das deutlich. Sie tragen zu einem wertschätzenden Klima und gegenseitiger Achtsamkeit bei.“ Mehrere Sprachen zu erlernen, fällt vor allem kleinen Kindern leicht und kann als Chance begriffen werden. Mehrsprachigkeit gelingt dabei nur durch eine wechselseitige Wertschätzung der Sprachen. Vor allem Kinder, deren Herkunftssprache nicht Deutsch ist, sollten frühzeitig in Kontakt mit der deutschen Sprache kommen – etwa durch den Besuch einer Kita. Zugleich ist es wichtig, dass sie die Sprachkenntnisse in ihrer Herkunftssprache nutzen und ausbauen können. Für die Sprach- und Identitätsentwicklung des Kindes sollten Eltern mit ihren Kindern in der Sprache sprechen, die sie selbst am besten beherrschen.
Sprache und Sprachförderung entlang der Bildungskette sind auch über den Internationalen Tag der Muttersprache hinaus ein bedeutendes Thema in Mülheim an der Ruhr: „Ein Beispiel neben der Vermittlung von Deutsch als Zweit- und Bildungssprache ist der herkunftssprachliche Unterricht an Mülheimer Grundschulen. Dieser wird zusätzlich zum regulären Lehrplan derzeit in zwölf Sprachen angeboten,“ ergänzt Ulrich Ernst.

Ermöglicht wird die Veranstaltungs-Reihe durch die finanzielle Unterstützung von innogy und  MEG sowie aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) der Europäischen Union.

AMIF-Logo. Das Projekt Mülheim spricht viele Sprachen wurde aus Mittel des AMIF-Fonds kofinanziert. - BAMF  Mit freundlicher Unterstützung der Mülheimer Entsorgungsgesellschaft mbH (MEG) - MEG    Logo der innogy SE (ehemals RWE)- Sponsoringpartner der Stadt Mülheim an der Ruhr - innogy SE

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Stand: 15.02.2018

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