RWW Schulkulturpreis 2020

Die Auswahljurys haben entschieden. Die diesjährigen drei Preisträger des mit jeweils 1.000 Euro dotierten RWW-Schulkulturpreises stehen fest.

Für die Aufführung „Oma sagt: Ich hatte auch mal Träume“ sowie für das Konzert der BigBand mit dem Landespolizeiorchester NRW „2inConcert“ wird die Luisenschule ausgezeichnet. Die Realschule Mellinghofer Straße erhält den Preis für das Foto-Projekt „Alles eine Farbe“. Einen herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner!

Coronabedingt werden die Preisverleihungen leider nichtöffentlich in beiden Schulen stattfinden müssen.

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Mit dem RWW-Schulkulturpreis fördert die RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH herausragende kulturelle Aktivitäten an weiterführenden Schulen in Mülheim an der Ruhr.

Der Preis wird jeweils in den drei Bereichen Darstellende Kunst, Musik und Bildende Kunst in den Sekundarstufen I und II verliehen und ist mit je 1.000 Euro dotiert.

Ziel des Wettbewerbs ist es, kreative Aktivitäten an den Schulen zu unterstützen.

Preiswürdig sind Beiträge die in ästhetischer Form die Wirklichkeit der Schülerinnen und Schüler verarbeiten beziehungsweise gestalten. Den Themen sind keine Grenzen gesetzt.

Preisverdächtig sind insbesondere Beiträge, die unter anderem folgende Kriterien erfüllen: Die Schülerinnen und Schüler sind an Idee und Ausgestaltung beteiligt und werden zu aktiver, spielerischer kultureller Praxis angeregt. Sie erfahren auf spielerische Art, dass Alltag/Wirklichkeit von ihnen gestaltet werden kann.

Das Verfahren 
Drei fachkundig besetzte Jurys sehen sich über den Zeitraum eines Jahres Beiträge aus den jeweiligen Bereichen an und wählen daraus die Preisträger, die im Frühjahr des Folgejahres bekanntgegeben werden.

 

Die RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH ist MülheimPartner geworden

Begründung der Jury RWW-Schulkulturpreis 2020 im Bereich Darstellende Kunst

"In diesem Jahr hat die Jury viele Eigenproduktionen gesehen, die nicht an literarische Vorlagen gebunden waren, sondern von den Schülerinnen und Schülern selbst entwickelt wurden. Dabei stach besonders das Stück „Oma sagt: Ich hatte auch mal Träume“ des Literaturkurses der Klasse 11 der Luisenschule unter der Leitung von Simone Hoberg hervor und führte zu einem einstimmigen Votum der Jury.
Das Stück befasst sich mit der Lebenssituation und der Rolle junger Frauen heute im Vergleich zum Leben ihrer Mütter und Großmütter in deren Jugend.
Gerade in Zeiten, in denen versucht wird, die Frauenrolle wieder auf ein traditionelles Frauenbild zu reduzieren, ist es wichtig, dass sich junge Frauen mit Rollenklischees auseinandersetzen.
In einer interessanten Mischung von Bewegungs- und Chorischem Theater sowie Einspielern, die geschickt in den Kontext eingewoben wurden, wurde eine dem Inhalt entsprechende überzeugende Form gefunden.
Dabei richtet sich das Augenmerk unter anderem auf Themen wie Erinnerungen aus der Kriegs- und Nachkriegszeit, Krieg und Frieden und Zukunftsperspektiven.
Man merkt der Produktion an, dass die Spielerinnen sich intensiv mit dem Thema befasst haben und sich durch ausführliche Recherchearbeit ein persönlicher Bezug zur Geschichte entwickeln konnte.
Die gesammelten persönlichen Erzählungen wurden durch selbstbewusste Schauspielerinnen adäquat umgesetzt."

Jury:
Rainer Besel - Theaterpädagoge, Regisseur, Schauspieler
Gert Rudolph - Theaterproduzent, Veranstalter
Bettina Erbe - Kulturbetrieb Mülheim an der Ruhr

 

Begründung der Jury RWW-Schulkulturpreis 2020 im Bereich Musik

"In dem „2inConcert“ überschriebenen Projekt trafen sich die BigBand der Luisenschule und das Landespolizeiorchester NRW unter Leitung von Hans Steinmeier am 29.01.2020 zu einem gemeinsamen Konzert in der Aula der Luisenschule.
Schon eine Woche zuvor hatten sich die Musikerinnen und Musiker beider Ensembles bei der gemeinsamen Probearbeit kennengelernt. Mitglieder des LPO leiteten hierbei unterschiedliche Instrumentenformationen der 2009 gegründeten BigBand und gaben den Schülerinnen und Schülern wertvolle Tipps für Zusammenspiel und „Groove.“
Der erste Teil des gemeinsamen Konzerts mit bekannten Titeln wie „Route 66“ und „The sunny side of the street“ wurde von der BigBand unter der souveränen Leitung von Regina Coupette auf bemerkenswert hohem musikalischen Niveau präsentiert. Auch die gemeinsam mit den professionellen Coaches des LPO vorgetragen Stücke fanden begeisterte Zuhörerinnen und Zuhörer.
Der zweite Teil des Konzerts war dem LPO gewidmet, das - unterstützt von dem Sänger Joe Doll - mit Jazz-Standards und neuen Kompositionen rundum überzeugte.
Die BigBand der Luisenschule hat mit „2in Concert“ einen wichtigen Beitrag zum schulischen Leben in Mülheim an der Ruhr geleistet. Das nachhaltige und musikpädagogisch fundierte Engagement für den Jazz und die gelungene Zusammenarbeit zwischen Profimusikern und den hochmotivierten jungen Musikerinnen und Musiker der Luisenschule hat die Jury überzeugt.
Für die beteiligten Schülerinnen und Schüler war das Projekt nicht nur eindrucksvolles Erlebnis, sondern auch weiterer wichtiger Schritt in ihrer musikalischen und persönlichen Entwicklung."

Jury:
Tom Täger - Leiter „Neue Schule für Musik“ und „Tonstudio an der Ruhr“
Bruno Szordikowski - Musikpädagoge, Komponist & Arrangeur
Peter Ansorge - Kulturbetrieb Mülheim an der Ruhr

 

Begründung der Jury RWW-Schulkulturpreis 2020 im Bereich Bildende Kunst

"In dem Foto-Projekt „Alles eine Farbe“ haben Schülerinnen und Schüler der Realschule Mellinghofer Straße außergewöhnliche und ausdruckstarke experimentelle Fotografien geschaffen. Teilgenommen haben jahrgangsübergreifend an Fotografie interessierte Kinder und Jugendliche der Klassen 5 bis 10 die sich im Rahmen einer „Foto-AG“ über den Zeitraum eines Schuljahres regelmäßig getroffen und fotografiert, experimentiert und geforscht haben. Koordiniert wurde das Projekt durch den Schulsozialarbeiter Philipp Blaschke. Die Durchführung und künstlerische Leitung übernahm der Werbefotograf Frank Plück.
Das Spiel mit Unschärfen, Überbelichtung, UV-Licht und Collage zeigt einen selbstbewussten, kritischen und kreativen Umgang mit dem Medium der Digital-Fotografie. Neben dem technischen „Spiel“ sind vor allem in den Porträtfotografien auch theatrale Elemente des Darstellens, Verkleidens, Inszenierens eigenwillig und ideenreich realisiert worden.
Eingebettet in das Themenfeld „Hautfarbe“ erreichen die Jugendlichen hier eine gelungene, medienreflexive Transformation eines gesellschaftlich relevanten Themas in das künstlerische Medium Fotografie.
Besonders hervorzuheben ist die umfangreiche Vorbereitung des Projektes. Neben der Einführung in künstlerische, fotografische Techniken ergänzten Besuche von Kulturveranstaltungen und Museen das Programm. Die einzelne Fotografie beziehungsweise fotografische Serie wurde hier zum Ergebnis eines Recherche- und Forschungsprozesses."

Jury:
Ralf Raßloff – Künstler, Dozent für Fotografie
Barbara Walter - Kulturbetrieb Mülheim an der Ruhr

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Stand: 29.09.2020

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