standpunkt lehmann

Ausgehend von der abtrakten Malerei gelangte ich zur ostasiatischen Kalligraphie, der Kunst des „ Schönen Schreibens“. Ich verfolge den sogenannten Schreib-Weg, Sho-do, der vor dem Hintergrund der Zen-Tradition zu sehen ist. Es ist eine Form der Meditation und gilt als religiöse Handlung und gleichzeitig als künstlerisch-ästhetische Übung.

„Der spontane Niederschlag der schreibenden Persönlichkeit in einer „Tuschespur“ musste bei den bewusst unkonventionellen Zen-Meistern zu neuen, bis dahin kaum gekannten Grenzen führen, zu einer gewagten Art „Nicht-Kalligraphie“, die durch ihre unprätentiöse, ja bisweilen rustikale Einfachheit in vorsätzlicher Abkehr von allen orthodoxen, traditionellen Schriftformen und in gezielter Opposition zu jedem kanonischen Formalismus stand.“

Zitat aus: Chinesische und japanische Kalligraphie aus 2 Jahrtausenden, 1987, S.103.

 

Die Bilder Christine Lehmanns strahlen Ruhe aus und eine konzentrierte Kraft Ihre künstlerischen Anfänge liegen in der abstrakten Malerei.

Weitergehend beschäftigte sie sich intensiv mit der ostasiatischen Zen-Philosophie. Neben der Meditation war es vor allen Dingen die Kalligaphie, die sie faszinierte. Seit 1993 hatte sie die Möglichkeit, bei einem japanischen Lehrer –Professor Nangaku Kawamata- in Hamburg diese alte Zeichenschrift zu studieren. Der Pfad des Schreibens gilt als religiöse Handlung und gleichzeitig als künstlerisch-äthetische  Übung, genannt Sho-Do, Schreib-Weg. Es ist ein langer Weg des unablässigen, wiederholten Übens. Dieser zielt jedoch nicht nur auf Perfektion in der Ausführung, sondern auch auf das Finden eines eigenen Ausdrucks im Zeichen selbst.

(Hermann-Lickfeld-Förderpreis für Bildende Kunst 2001-2005, Hrsg.Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr in der Alten Post, A.Bauer u.I.Wiskemann, 2006)


Stand: 20.08.2018

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