Stiftung Sammlung Ziegler

1981 stiftete das Ehepaar Karl und Maria Ziegler seinen bedeutenden Kunstbesitz expressionistischer Gemälde und Papierarbeiten dem Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr. Die Sammlung des Nobelpreisträgers und seiner Frau, die im Laufe von 30 Jahren entstanden ist, ergänzt und bereichert den Sammlungsbestand des Museums auf einzigartige Weise. Sie verstärkt schon vorhandene Akzente und fügt neue hinzu.

In den Erwerbungen zeigen sich die Vorlieben der Sammler für den Rheinischen Expressionismus und die eher heiteren Arbeiten von August Macke, Franz Marc und Hans Purrmann sowie ihr besonderer Blick für Heckel und vor allem für die farbenprächtigen Blumenbilder von Emil Nolde, des weiteren Max Beckmann, Otto Mueller und Karl Schmidt-Rottluff.

Lyonel Feininger, Der Rote Turm II (Halle), 1930 | Öl auf Leinwand, 101 x 81 cm | Stiftung Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr |  VG Bild-Kunst, BonnAugust Macke, Blick in eine Gasse, 1914 | Aquarell über Bleistift, 29 x 22,7 cm | Stiftung Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr August Macke, Stickende Frau im Sessel, 1909 | Öl auf Holz, 57,8 x 47,2 cm | Stiftung Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr

Mit Lyonel Feiningers repräsentativem Gemälde "Roter Turm II (Halle)" von 1930 hat sich das Sammlerehepaar eine Erinnerung an die Stadt Halle, von wo sie im Jahr 1943 nach Mülheim an der Ruhr zogen, bewahrt.


Das Kind in der Kunst
von Beckmann bis Zille
18. Februar 2018 bis 30. Juni 2018

Im frühen 20. Jahrhundert stellten Reformpädagogen wie Ellen Key das Verständnis von Kindheit, Mutterschaft und Erziehung auf eine neue Grundlage. Ihre Vision vom Recht des Kindes auf Anerkennung der eigenen Persönlichkeit stand im Zusammenhang mit einer umfassenden Aufbruchstimmung, die großen Einfluss auf die Kunst und das Geistesleben in Deutschland hatte. Dem Glauben an das Kind als wegweisenden Hoffnungsträger einerseits stand andererseits die bittere Erkenntnis entgegen, dass Zuwendung und individuelle Förderung nur wenigen Kindern vorbehalten war.

Mit Bildern der Sammlung Ziegler und des Kunstmuseums möchte die Ausstellung entlang der Stationen (1.) Mutter und Familie, (2.) Kinder unter sich, (3.) Scham und Affekte (Porträts) in die historische Debatte rund um den Kinderkult des frühen 20. Jahrhunderts einführen und den tiefgreifenden Wandel in der Darstellungstradition nachzeichnen. Die letzte Station – (4.) Mit den Augen des Kindes – befasst sich mit einem formalen Aspekt, wenn etwa Künstler wie Paul Klee, Lyonel Feininger oder Alexej Jawlensky in der Auseinandersetzung mit von Kindern angefertigten Zeichnungen nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten suchten.

In der Ausstellung werden rund 70 Arbeiten zu sehen sein, unter anderem von Max Beckmann, Otto Dix, Lyonel Feininger, Alexej Jawlensky, Ernst Ludwig Kirchner, Paul Klee, Käthe Kollwitz,  Max Liebermann, August Macke, Franz Marc, Paula Modersohn-Becker, Otto Mueller, Emil Nolde, Otto Pankok und Heinrich Zille.

 


Stand: 12.02.2018

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