Der Stolperstein in der Kreuzstraße

Grabdenkmal der Familie Frosch auf dem kath. Altstadtfriedhof in Gelsenkirchen Jakob Frosch (Kreuzstraße 70)

Jakob Frosch wurde am 29. Juli 1900 in Kienburg, Bezirk Traunstein, geboren. Als Grund für seine mehrmalige Gefangensetzung wurde seine fremdrassische Zugehörigkeit als ungarischer Zigeuner angegeben. Insgesamt war er drei Jahre, einen Monat und 19 Tage eingesperrt. Seine Frau Rosa heiratete er am 19. September 1939 in Oberhausen-Osterfeld. Beide hatten beim Zirkus Althoff als Artisten gearbeitet, jedoch wurde der Vertrag gelöst, als ihnen im September 1939 die weitere Ausübung des Berufs verboten wurde. Die Familie Frosch, zu der mittlerweile auch vier Kinder gehörten, lebte in einem Wohnwagen an der Holzstraße beziehungsweise der Kreuzstraße 70. Sie wurden am 2. Februar 1942 in das Familienghetto Auschwitz-Birkenau deportiert. Dort wurden die Kinder von den Eltern getrennt und mit hoher Wahrscheinlichkeit vergast. Jakob Frosch erhielt die Häftlingsnummer 2510. Es ist von mehreren Misshandlungen des Mannes die Rede - so wurden ihm beispielsweise einmal 85 Stockhiebe auf den Rücken verabreicht. Laut Aussage der Ehefrau Rosa starb ihr Mann im September 1943 in ihren Armen an einer Typhus- und Malariaerkrankung. Rosa Frosch überlebte das Konzentrationslager, kehrte nach dem Krieg nach Mülheim an der Ruhr zurück und und stellte einen Antrag auf Wiedergutmachung, um für die Versteigerung ihres Wohnwagens mit der Kücheneinrichtung und aller Habe - was auch Schmuck im Wert von über 15.000 Reichsmark (RM) und Bargeld einschloss - durch das Mülheimer Finanzamt eine Entschädigung zu erhalten.

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Stand: 19.07.2017

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