"tasten trippeln tanzen" - Kulturelle Bildung von Anfang an 2020

"tasten trippeln tanzen" - Kulturelle Bildung von Anfang an 2020

Das gemeinsame Projekt der Mülheimer Familienhebammen und der Koordinierungsstelle Kulturelle Bildung war auch 2020 ein voller Erfolg!

Drei Mütter mit ihren wenigen Monate alten Kindern sitzen mit Abstand verteilt im Laden der Mülheimer Familienhebammen. Jede hat Alltagsgegenstände aus der Küche bei sich auf der Decke und gemeinsam werden Klänge gemacht: aus Schneebesen, Kochlöffeln, Töpfen u.v.m. Manchmal ist es laut, manchmal aber auch ganz leise und alle hören genau hin. Die Babys staunen, erkunden die Gegenstände und probieren sie als Musikinstrumente aus. Die Performerin, Bewegungspädagogin und Motopädin Alexandra Zimmer leitet die Kleingruppe an und macht ihnen Mut sich mit ihren Neugeborenen auf sinnlich ästhetische Entdeckungsreisen zu begeben. „Das ist mir gar nicht in den Sinn gekommen diese Dinge zum Musizieren zu benutzen!" sagt eine der Mütter und lacht.

Projekt tasten trippeln tanzen- Kulturelle Bildung von Anfang an. Baby spielt mit Federn. - Jennifer Jaque-Rodney  Projekt tasten trippeln tanzen -Kulturelle Bildung von Anfang an. Baby robbt über Stillkissen. Sicht von Hinten. - Jennifer Jaque-Rodney

Ästhetische Lernräume über Alltagsgegenstände

Das Projekt lädt die Mütter dazu ein sich auf die Perspektive von Neugeborenen und Kleinkindern einzulassen. Und diese lernen ihre Umwelt auf ästhetische und sinnliche Weise kennen. „Man braucht dazu nichts Neues kaufen.“ sagt Zimmer, „Es reichen die eigenen Alltagsgegenstände zuhause um für die Kleinen ein sinnlich ästhetisches Erlebnis zu ermöglichen.“

An jedem Termin konnten anderen Frauen kommen, an jedem Termin wurde mit anderem Alltagsmaterial ästhetisch geforscht. Bei einem gemeinsamen Spiel mit einer Rettungsdecke waren die Kinder ganz begeistert von dem Rascheln, dem Gefühl und dem goldenen Glanz der Rettungsdecke. Es wurde gezogen, geschüttelt, gerobbt und am Ende wollten sie die Rettungsdecke gar nicht mehr loslassen.

Begegnungsraum in Zeiten der Pandemie

Insbesondere in der Zeit der Pandemie waren die Treffen (wenn sie möglich waren) sehr wertvoll. Ein viermonatiges Mädchen hatte aufgrund der Pandemie in diesem Rahmen zum ersten Mal Kontakt mit anderen Kindern und hat die meiste Zeit nur die anderen Kinder bestaunt und beobachtet.

Persönlicher und fachlicher Austausch

Da das Projekt an die Sprechstunde der Familienhebammen gekoppelt wurde, konnten die Eltern sich nicht nur untereinander austauschen, sondern auch den fachlichen Rat einer der begleitenden Hebammen finden. Diese Mischung macht das Projekt zu einem besonderen Angebot für Familien mit Kleinkindern, welches auch weiterhin fortgeführt werden soll.

 

     

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Stand: 16.02.2021

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