Vergabe des Ruhrpreises 2015

Vergabe des Ruhrpreises für Kunst und Wissenschaft

der Stadt Mülheim an der Ruhr für das Jahr 2015

- Sponsor: Sparkasse Mülheim an der Ruhr -

 

Der Kulturausschuss hat in seiner Sitzung vom 16. Juli 2015 auf Empfehlung des Vergabegremiums beschlossen, den Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft der Stadt Mülheim an der Ruhr für das Jahr 2015 an die Kostümbildnerin

Tabea Braun

sowie an die Szenenbildnerin, Fotografin und Autorin

Naomi Schenck

zu vergeben.

Beide Hauptpreise sind jeweils mit 3.000 Euro dotiert.

 

Die Entscheidung ist wie folgt begründet worden:

Tabea Braun erhält den Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft für das Jahr 2015 für ihre Kostümbildnerin Tabea Braun ist Ruhrpreisträgerin des Jahres 2015herausragenden Leistungen als international arbeitende Kostümbildnerin.

Nach einer Schneiderlehre hat die in Roodeport, Südafrika, geborene und in Mülheim an der Ruhr aufgewaschene Tabea Braun Kostümdesign an der Fachhochschule für Gestaltung in Hamburg studiert. Seit 1992 ist sie freischaffend als Kostümbildnerin für Schauspiel, Oper und Film tätig. In ihrer künstlerischen Laufbahn entwarf sie Kostüme unter anderem auch für die Regisseure Luc Bondy, Frank Castorf,  Schorsch Kamerun, René Pollesch und Oskar Roehler. Noch während des Kostümdesign-Studiums an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg engagierte sie Christoph Schlingensief als Kostümbildnerin für seine ersten Stücke an der Volksbühne Berlin. Hieraus entstand eine langjährige Zusammenarbeit, unter anderem auch für Filme wie "Die 120 Tage von Bottrop", diverse Theaterstücke sowie "Parsifal" an den Bayreuther Festspielen. Weitere Stationen waren unter anderem auch die Bayerische Staatsoper, das Opernhaus Zürich, die Münchner Kammerspiele, die Schauspielhäuser Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Zürich und das Thalia Theater Hamburg. Ihre jüngste Arbeit John Gabriel Borkman nach Henrik Ibsen von Simon Stone ist eine Koproduktion des Burgtheaters mit den Wiener Festwochen und dem Theater Basel.  

Als Gastprofessorin hat sie an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee sowie an der der Akademie der Bildenden Künste in Maastricht unterrichtet.

Vita Tabea Braun

 

Die in Santa Monica, USA, geborene und in Mülheim an der Ruhr aufgewachsene Naomi Szenenbildnerin, Fotografin und Autorin Naomi Schenck ist Ruhrpreisträgerin 2015Schenck ist eine Künstlerin, die sich auf vielen Feldern bewegt: vom Szenenbild für Film und Fernsehproduktionen über die Fotographie hin zur Literatur, in Form von Hörspielen und Erzählungen.

Sie hat Malerei und Bühnenbild an der Kunstakademie Düsseldorf studiert. Seit 1996 arbeitet sie als selbständige Szenenbildnerin für Film- und Fernsehproduktionen. Sie war unter anderem auch Art Director für Lars Beckers "Kanak Attack" (1999) und wirkt als Set Dresser bei der amerikanischen Kinoproduktion "Spun" (2002, Regie: Jonas Akerlund) mit. Als Production Designer arbeitet Naomi Schenck schwerpunktmäßig für Fernsehproduktionen, häufig für Krimiserien, wie zum Beispiel "Der Fahnder", einige Folgen des Münsteraner "Tatorts" sowie zwei "Schimanski"-Folgen, und zuletzt für zwei Folgen der ZDF-Serie "Katie Fforde".

Zum routinierten Handwerk der Szenenbildnerin kam im Jahr 2005 die Lust am Schreiben hinzu. In ihrem zuletzt erschienen Buch "Kann ich mal Ihre Wohnung sehen?" erzählt Naomi Schenck prägnante Momente, die sie in fremden Wohnungen erlebt hat. Auch hier zeigt sich, dass ihr künstlerisches Schaffen ist immer vom Sehen geprägt ist, der Fotoblick der bemerkenswerten Beobachterin Naomi Schenck ist der Ausgangspunkt aller Arbeiten. Ihre Werke sind philosophische Erkundungen von Lebensentwürfen, die sich als die Wahrnehmungen von Möglichkeiten präsentieren. Auch die szenenbildnerischen Arbeiten zeigen Schencks besonderen Blick für das Detail, für besondere Atmosphäre, für das Licht neben den Schatten.

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Zur Entstehung und der Geschichte des Ruhrpreises:
Der Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft entstand auf Anregung der Mülheimer Künstlerschaft, die darauf aufmerksam machte, dass in Mülheim an der Ruhr eine erstaunliche Breite und Vielfalt des künstlerischen Schaffens zu finden ist und dass eine vergleichsweise große Zahl guter und weithin anerkannter Künstlerinnen und Künstler hier ihre Heimat gefunden haben.

So beschloss der Rat der Stadt am 17. April 1962 jährlich den Kunstpreis zu verleihen.

Bereits ein Jahr später wurde angeregt, diesen Preis nicht nur im Bereich der bildenden Kunst zu verleihen, sondern auch an Musiker, Dichter und Wissenschaftler.
Damit erhielt er auch seinen endgültigen Namen: Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft der Stadt Mülheim an der Ruhr.

Die Entscheidung über die alljährliche Vergabe des Ruhrpreises trifft der Kulturausschuss. Zur Vorbereitung der Verleihung wird ein Gremium mit externen Fachberaterinnen und -berater gebildet, das dem Ausschuss eine Empfehlung für die Vergabe vorlegt.

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Die Verleihung des Ruhrpreises für Kunst und Wissenschaft der Stadt Mülheim an der Ruhr für das Jahr 2015 fand am Sonntag, dem 6. Dezember 2015 um 11:00 Uhr in der Kundenhalle der Sparkasse Mülheim an der Ruhr am Berliner Platz statt.

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Stand: 07.12.2017

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