Vortrag in der Reihe zur Mülheimer Geschichte 2017

Auszug aus dem (Reichs-)StGB. Der § 175, der gleichgeschlechtliche Beziehungen zwischen Männern stigmatisierte und illegalisierte wurde erst 1994 endgültig aus dem StGB entfernt.Ausgrenzung aus der Volksgemeinschaft: Die Verfolgung von Homosexuellen in Duisburg, Mülheim an der Ruhr und Essen 1933–1945

Ein Vortrag von Dr. Jürgen Müller, NS-Dokumentationszentrum Köln

Am Donnerstag, 12. Oktober 2017, um 19.00 Uhr im Vortragssaal im Haus der Stadtgeschichte

Veranstalter ist das Stadtarchiv Mülheim an der Ruhr in Kooperation mit dem Geschichtsverein Mülheim an der Ruhr

Eintritt frei

 

Eine Homosexuellensubkultur in den 1920er- und 1930er- Jahren gab es nicht nur in den Metropolen des Rheinlands – auch im westlichen Ruhrgebiet etablierten sich Lokale und Vereine. Die Ausgrenzung aus der Gesellschaft führte zu einem Leben im Verborgenen, mit Treffpunkten in Parks und Pissoirs. Diese Subkultur wurde durch die Nationalsozialisten unmittelbar nach der Machtübernahme weitgehend zerschlagen.

Die Verfolgung der Homosexuellen während der NS-Zeit ging von der Düsseldorfer Staatspolizei aus. Sie beobachtete ihre Treffpunkte und führte Razzien durch. In Essen wie in anderen Ruhrgebietsstädten fanden immer wieder großangelegte Sonderaktionen statt, bei denen Hunderte Homosexuelle festgenommen wurden. Wer wegen homosexueller Handlungen überführt wurde, dem drohte das Gefängnis oder das Zuchthaus. Der Einstufung als „Volksschädling“ folgte die Einweisung in ein Konzentrationslager. Im Krieg wurden auch Todesurteile vollzogen.

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Stand: 06.10.2017

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