Gastspiele
Neben Inszenierungen des Theater an der Ruhr präsentiert das Theaterbüro auch in der Spielzeit 2011/2012 wieder Gastspiele diverser Bühnen:
25. Januar 2012 im Theater an der Ruhr, Foyer / 19.30 Uhr:
Schauspielhaus Wien
"Die Geschichte meiner Einschätzung am Anfang des dritten Jahrtausends"
von Peter Licht
Ein modernes Märchen. Ein namenloser Protagonist. Es geht ihm gut. Er ist nicht arm. Er ist gesund. Er hat eine Frau und die Sonne scheint. Er sitzt auf seinem Sofa. Das Sofa ist nahezu perfekt. Aber irgendetwas stimmt nicht. Dem Sofa fehlt ein Bein. Die Welt gerät ins Schwanken. Und plötzlich ist sie da, die Katastrophe...
Für seinen existentialistischen und eskalierenden Wortschwall über ein kaputtes Sofa, der zwischen maßlosem Optimismus und ausufernder Resignation schwankt, wurde der multidisziplinär zwischen Musik und Literatur arbeitende Künstler Peter Licht 2007 mit dem Publikumspreis des Ingeborg-Bachmann-Preises und dem 3-sat Preis ausgezeichnet.
"Ich versuche in Bildern zu sprechen, anstatt die Dinge direkt zu benennen, weil ich sie gar nicht benennen kann. Die Wirklichkeit hat ja oftmals diesen Lotuseffekt, jede direkte Beschreibung perlt an ihr ab. Dann muss eben etwas anderes gegen die Wirklichkeit gesetzt werden, was eine eigene Wirklichkeit beansprucht. So funktioniert es vielleicht."
(Peter Licht)
Regie: Katharina Schwarz
Eintrittspreise: 8,50/3,50 EUR ermäßigt
(alle Preise jeweils zzgl. Bearbeitungsgebühr!)
26. Januar 2012 im Theater an der Ruhr / 19.30 Uhr:
Schauspielhaus Wien
"tier. man wird doch bitte unterschicht"
von Ewald Palmetshofer
In seinem neuen Stück stellt Ewald Palmetshofer einmal mehr die Frage: Was ist ein Mensch? Und was ist er überhaupt wert in unserer Gesellschaft? Was darf ein Mensch hoffen in den Randbezirken des Sozialen, wo die einzige Gewissheit das Ausgeschlossensein ist?
Ein Ort am Rand, irgendwo. Erika geht ab und zu dem alten Schuldirektor pflegerisch zur Hand. Dessen Sohn lebt in der Stadt, sich um den Vater kümmern kann er nicht. Das macht dafür die Erika. Am Wochenende kellnert sie als Aushilfskraft. Sie schlägt sich halt so durch. Als dann der Sohn mal nach dem Rechten schaut, am Land, das langsam stirbt, wird deutlich, dass sich diese drei vor vielen Jahren schon sehr nah gekommen sind. Egal. Der Alte hat sich mittlerweile schon in einer Todessehnsucht wohnlich eingerichtet, der Junge in seiner Stadt. Nur Erika sucht noch das Warme, das den Menschen in ihr drin zum Schmelzen bringt, damit die Wörter kommen, die erzähl'n. Weil Tiere sprechen nicht.
(Ewald Palmetshofer)
Regie: Felicitas Brucker
Eintrittspreise: 17,-/7,- EUR ermäßigt,
für Schülergruppen (ab 10 Personen) 3,- EUR pro Person
(alle Preise jeweils zzgl. Bearbeitungsgebühr!)
Mittwoch, 07.03.2012 im Theater an der Ruhr / 19.30 Uhr:
Deutsches Theater Göttingen
„Sweetie“
nach dem Film von Jane Campion
empfohlen ab 16 Jahren
Kay und Dawn, genannt Sweetie, sind äußerst ungleiche Schwestern. Kay - introvertiert, gehemmt und sehr abergläubisch - hat vor allem Angst, was sich ihrer mühsam aufgebauten Ordnung entzieht. Sweetie – manisch, infantil, vulgär und lebenshungrig - ist in ihrer Kindheit vom Vater als singendes und tanzendes Wunderkind verhätschelt worden, für das sie sich fatalerweise immer noch hält. Eines Tages platzt sie samt Liebhaber und angeblichem Produzenten unvermittelt in Kays ödes Eheleben mit dem gutmütigen Louis...
Zu dem ersten Spielfilm der neuseeländischen Regisseurin Jane Campion (DAS PIANO) schreibt das Lexikon des Internationalen Films:
"An Jarmusch und Greenaway orientierter Spielfilm, der einen ins Groteske verzerrten Blick auf das alltägliche Leben wirft."
Die Meinung der Cinemaexperten:
"Messerscharf beobachtete Groteske, zwischen schwarzem Humor und bitteren Blicken auf Spießbürger-Tristesse. Großartig."
(TV TODAY)
Inszenierung: Joachim von Burchard
Eintrittspreise: 17,-/7,- EUR ermäßigt,
für Schülergruppen (ab 10 Personen) 3,- EUR pro Person
(alle Preise jeweils zzgl. Bearbeitungsgebühr!)
Samstag, 10.03.2012 im Theater an der Ruhr / 19.30 Uhr:
Theater Heidelberg
„Furcht und Hoffnung in Deutschland“
von Franz Xaver Kroetz
„Notiz. Als ich das Stück schrieb, hieß es: Furcht und Hoffnung der BRD. Die Zeit war noch nicht reif, dieses an sich schon als verfassungsfeindlich angesehene Kürzel durch das stattliche Deutschland zu ersetzen. Die Zeit ist reif; ich danke der Wiedervereinigung, dem Herrn Dr. Kohl, den vielen andern. Endlich macht das große Thema des Stücks nicht mehr vor den widernatürlichen innerdeutschen Grenzen halt: Die Arbeitslosigkeit hat fast alle erreicht. Und mein Stück endlich den schönen, runden Titel. Danke vielmals!"
F. X. Kroetz, 30. Juni 1997
Kroetz’ Stück, das in seinem Titel auf Bertolt Brechts Furcht und Elend des Dritten Reiches Bezug nimmt, wurde 1984 uraufgeführt. Die Gesellschaft hat sich seither rasant gewandelt – nicht nur durch die Wiedervereinigung. Nicht verändert hat sich die Verbindung von gesellschaftlichem Ansehen und Erwerbsarbeit. Von denen, die darunter leiden, mit der Arbeit auch ihr gesellschaftliches Ansehen und ihre Teilhabe zu verlieren, erzählt Kroetz’ Stück.
Regie: Cornelia Crombholz
Eintrittspreise: 17,-/7,- EUR ermäßigt,
für Schülergruppen (ab 10 Personen) 3,- EUR pro Person
(alle Preise jeweils zzgl. Bearbeitungsgebühr!)
Samstag, 17.03.2012 im Theater an der Ruhr / 19.30 Uhr:
Theater Heidelberg
„Die vier Himmelsrichtungen“
von Roland Schimmelpfennig
Ein Mann verunglückt mit seinem LKW, lässt die Ladung im Straßengraben liegen und überfällt anschließend einen Schnapsladen. Der andere Mann findet am Stadtrand genau diese Ladung. 400 Kartons mit Modellierballons machen ihn von einem Tag auf den anderen zu einem Kleinkünstler. Der eine kommt aus dem Norden, bringt den Regen mit und kauft sich einen Revolver, der andere kommt aus dem Süden und glaubt, er sei Perseus. Beide verlieben sich in eine junge Frau mit unheimlichen Locken. Sie arbeitet als Kellnerin, erinnert an Medusa und wird begleitet vom Westwind. Madame Oiseau, die Wahrsagerin aus dem Osten, weiß, dass sie einander zum Verhängnis werden.
Roland Schimmelpfennig, Jahrgang 1967, ist Deutschlands derzeit erfolgreichster Bühnenautor. Er wurde mehrfach ausgezeichnet und seine Stücke werden in über 40 Ländern aufgeführt.
Regie: Jakob Fedler
Eintrittspreise: 17,-/7,- EUR ermäßigt,
für Schülergruppen (ab 10 Personen) 3,- EUR pro Person
(alle Preise jeweils zzgl. Bearbeitungsgebühr!)
Eintrittskarten sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich, in Mülheim:
- Touristinfo im MedienHaus, Synagogenplatz 3, Tel. 0208 - 960 960
- WAZ / NRZ Ticket-Shop, Eppinghofer Straße 1-3, Tel. 0208 - 44 308 14
- Tabak Budde, Löhberg 4, Tel. 0208 - 47 20 20
Kontakt
Stand: 19.01.2012








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