Archiv-Beitrag vom 25.06.201425 Jahre Städtepartnerschaft mit Opole / Polen

OB Mühlenfeld und Stadtpräsident Zembaczynski planen Jugendkongress

Demografischer Wandel trifft Opole und Mülheim gleichermaßen - Junge Menschen sollen Visionen für die Zukunft ihrer Städte entwickeln.

Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld in den Fachgesprächen mit der Verwaltung aus Opole, es wurde schnell deutlich, dass die Mülheimer Partnerstadt die gleichen demografischen Herausforderungen zu meistern hat wie Mülheim selbst.

Opole und Mülheim an der Ruhr im Jahr 2035. Wie wird sich das Stadtbild, wie wird sich das Leben in unseren Städten in den kommenden 20 Jahren verändern?
Der demografische Wandel erfordert schon heute eine intensive Planung dieser Zukunft. Bei einem internationalen Jugendkongress sollen Jugendliche aus Mülheim und Opole im kommenden Jahr ihre Visionen dazu entwickeln. Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld und Stadtpräsident Ryszard Zembaczynski haben diesen Schwerpunkt während ihrer Konsultationen anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft in Opole formuliert.

In den Fachgesprächen mit der Verwaltung aus Opole wurde schnell deutlich, dass die Mülheimer Partnerstadt die gleichen demografischen Herausforderungen zu meistern hat wie Mülheimer selbst: Fachkräftemangel und gute Ausbildung, die Ansiedlung weiterer hochqualifizierter Firmen und damit von Arbeitsplätzen, eine schnell alternde und schrumpfende Gesellschaft, die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Bildung, Klimawandel, Infrastrukturanpassungen, die Attraktivierung der Innenstädte und Quartiersentwicklung, die Liste der gemeinsamen Themen ist lang.
"Deshalb wollen wir von den Menschen, die in 20 Jahren das Sagen haben werden und mit den Entscheidungen von heute leben müssen, wissen, wie sie sich die Zukunft in ihren Städten vorstellen", sagt OB Dagmar Mühlenfeld.

25 Jahre Städtepartnerschaft mit Opole/Polen, Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld und Stadtpräsident Ryszard Zembaczynski planen Jugendkongress. Um beim Jugendkongress 2015 in Mülheim zu belastbaren Ergebnissen zu kommen, setzt die OB auf eine Begleitung der Jugendlichen durch die lokalen Politik und die Fachverwaltung. "Ich bin schon heute sehr gespannt auf die Ideen, Wünsche und Ziele der jungen Menschen", sagt Mühlenfeld.

Neben vielen ähnlichen Herausforderungen gab es auch zwei Themen, die in den Partnerstädten unterschiedliche Blickwinkel erfordern: Während die deutsche Seite froh ist über die Zuwanderung von Fachkräften aus Polen, arbeitet die polnische Seite daran, diese zu halten beziehungsweise wieder zurückzuholen. Das gilt zum Beispiel für den Pflegebereich und die IT-Branche. Und in Sachen interkulturelle Stadtgesellschaft blickt Opole gespannt nach Mülheim: Derzeit gibt es in Opole nur wenig Erfahrungen mit dem Thema.

Ein weiteres wichtiges gemeinsames Anliegen war der Ausbau des Radtourismus. Die Stadtoberhäupter vereinbarten, die jeweiligen Angebote auszutauschen und damit der Städtepartnerschaft neue Zielgruppen zu erschließen. "Die Landschaft rund um Opole und die Lage an der Oder laden geradezu zum Radfahren ein", schwärmt Dagmar Mühlenfeld und rührte kräftig die Werbetrommel für den Radtourismus im Ruhrgebiet.
"Wir werden Potsdam, das ebenfalls unsere deutsche Partnerstadt ist, mit einbinden", versprach Stadtpräsident Zembaczynski. Denn dort, so das polnische Stadtoberhaupt, könne man ebenfalls auf sehr gut ausgebauten Wegen radeln.

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Stand: 25.06.2014

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