Archiv-Beitrag vom 06.01.2016Bezirksregierung Düsseldorf erteilt Zuwendungsbescheid zum Neubau der Thyssenbrücke

Baudezernent Vermeulen: Finanzzuwendung nicht ganz so wie erwartet

Es muss ein Neubau für die Thyssenbrücke in Mülheim-Styrum geplant werden.Die Bezirksregierung Düsseldorf hat heute den Zuwendungsbescheid für den Neubau der Thyssenbrücke und den angrenzenden Ausbau der Oberhausener Straße (B 223) an die Stadt Mülheim an der Ruhr erteilt. Bei der Maßnahme handelt es sich um eine Gemeinschaftsmaßnahme der Stadt Mülheim an der Ruhr, der Mülheimer VerkehrsGesellschaft mbH (MVG) und der DB Netz AG. Das Land Nordrhein-Westfalen beteiligt sich mit 4.117.800,- Euro aus Mitteln zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse der Gemeinden, Gemeindeverbände und Kreisen nach den Förderrichtlinien kommunaler Straßenbau am kommunalen Straßenbauanteil.

Das hohe Alter der Brücke in Verbindung mit zunehmenden Spannungsüberschreitungen durch erhöhte Verkehrsbelastungen macht einen Neubau der Brücke zwingend erforderlich. Der Neubau soll parallel direkt neben dem alten Bauwerk errichtet werden. Mit der Ausbildung von Radwegen, der barrierefreien Ausbildung von Verkehrsanlagen und der baulichen Separation zwischen Bahn- und Individualverkehr soll der gleichzeitig erfolgende Ausbau der Oberhausener Straße an die heutigen Verkehrsbedürfnisse angepasst werden. Die Bauzeit der Maßnahme beträgt voraussichtlich 26 Monate.

Die Stahlbrücke wurde bereits im Jahre 1909 erstellt und im Jahre 1946/47 nach teilweiser Zerstörung des Stahlüberbaus wieder aufgebaut. Aufgrund des maroden Zustands der Brücke mussten in der Vergangenheit bereits mehrere Vorsorgemaßnahmen zur Belastungsreduzierung  vorgenommen werden, um die Standsicherheit der Brücke weiter gewährleisten zu können. So wurde beispielsweise der Begegnungsverkehr der Straßenbahnen und PKW unterbunden oder die Brücke für den LKW-Verkehr größer als 7,5 Tonnen gesperrt.
Peter Vermeulen, Dezernent für Umwelt, Planen und BauenBaudezernent Peter Vermeulen freut sich über den Bescheid, weist aber darauf hin, dass der Förderbetrag rund eine Million Euro unter den Erwartungen bleibt. „Der Neubau der Thyssenbrücke kann weder verschoben noch ausgesetzt werden. Diese Brücke übernimmt eine wesentliche Verkehrsfunktion in die Nachbarstadt Oberhausen und für die Anbindung Styrums mit den dortigen Gewerbebetrieben“.
Die Stadt Mülheim an der Ruhr wird nun mit ihren Partnern klären, wie die Gesamtfinanzierung des Brückenneubaus gesichert wird. Unter anderem wird noch ein Förderbescheid des VRR für den ÖPNV-Anteil erwartet. Gegebenenfalls kann auf diesem Wege ein Teil der nicht gewährten Fördermittel des Landes kompensiert werden, hofft die Stadt.

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Stand: 06.01.2016

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