Archiv-Beitrag vom 09.04.2014Bildungskongress Ruhr mit Mülheimer Beteiligung

Beim Bildungsforum Ruhr stellen RVR und Kommunen Praxisbeispiele für reibungslose Bildungsübergänge vor

Übergänge in Kindergarten, Schule und Beruf sind entscheidende Schnittstellen im Leben eines jungen Menschen, die möglichst fließend verlaufen sollten. Beim Bildungsforum Ruhr Anfang April in Oberhausen diskutiert der Regionalverband Ruhr (RVR) gemeinsam mit den Kommunen über Wege, die Kindern und Jugendlichen im Ruhrgebiet den reibungslosen Übergang von einem Bildungsbereich in den nächsten ermöglichen. Vier Praxisbeispiele aus Gelsenkirchen, Mülheim an der Ruhr, Dortmund und Herne machten deutlich, wie die entscheidenden Phasen im Leben eines jungen Menschen erfolgreich gestaltet werden können.

Mülheimer Beteiligung beim Bildungsforum Ruhr: v.l. Mülheims Sozialdezernent Ulrich Ernst, Schulministerim Sylvia Löhrmann, RVR-Direktorin Karola Geiß-Netthöfel, NRW-Staatssekretär Bernd Neuendorf und Brita Russack von der Mülheimer Koordinierungsstelle Bildung

Mülheimer Beteiligung beim Bildungsforum Ruhr: v.l. Sozialdezernent Ulrich Ernst, Schulministerim Sylvia Löhrmann, RVR-Direktorin Karola Geiß-Netthöfel, NRW-Staatssekretär Bernd Neuendorf und Brita Russack von der Koordinierungsstelle Bildung. (Foto: RVR)

Dem regionalen Bildungsmanagement kommt für die Gestaltung erfolgreicher Bildungsbiografien eine besondere Rolle zu. Dies bekräftigt auch NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann: „Unser Ziel ist: Kein Abschluss ohne Anschluss. Wir wollen jungen Menschen Bildungsbiografien ohne Brüche ermöglichen. Nordrhein-Westfalen hat deshalb als erstes Flächenland ein neues Übergangssystem Schule-Beruf eingeführt. Durch eine systematische Studien- und Berufswahlorientierung wollen wir Schülerinnen und Schülern einen reibungslosen Start in Studium und Beruf ermöglichen. Dabei kommt es auf die koordinierte Zusammenarbeit von Schule und außerschulischen Partnern an. In der Schule der Zukunft arbeiten viele verschiedene Professionen zusammen unter einem Dach, um Schülerinnen und Schülern eine ganzheitliche Bildung zu vermitteln.“

Praxisbeispiel Mülheim an der Ruhr: „Schafft Bildung Zukunftschancen für alle? Die Bedeutung des Übergangs von der Schule in den Beruf“

Der Übergang ins Erwerbsleben ist der Testfall für den Erfolg von vorhergehenden Bildungsprozessen: Welche Möglichkeiten stehen mir offen? Welchen Wert haben die erworbenen Kompetenzen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt? Entscheidend für den erfolgreichen Einstieg ist die rechtzeitige berufliche Orientierung und Entscheidungsfindung der Jugendlichen. Arbeitgeber im dualen System, aber auch Universitäten erwarten ein gutes Maß an Entschlossenheit und Engagement in der Sache.

Die Erfahrung lehrt, dass junge Menschen sich von der Vielfalt der Möglichkeiten, aber auch von den Erwartungen der Arbeitswelt häufig verunsichert fühlen und deshalb die Berufsentscheidung lange aufschieben. Die Vielzahl der möglichen Übergangsmaßnahmen und Bildungsgänge macht es ihnen leicht, sich in Warteschleifen zu verlieren, die nicht oder nur begrenzt zu einer echten Steigerung der Qualifikation führen.

„Aus diesem Grund arbeiten in Mülheim seit vielen Jahren an fast allen weiterführenden Schulen gut vernetzte Pädagogen als Über-gangsbegleiter, die den Entscheidungs- und Bewerbungsprozess der Jugendlichen aktiv unterstützen. Die Ergebnisse können sich sehen lassen: 43 Prozent aller Mülheimer Hauptschüler beginnen direkt nach der Schule mit einer betrieblichen Ausbildung. Die Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen liegt regelmäßig um ein Prozent. Im Bereich des SGB II können auch alle BewerberInnen um einen Ausbildungsplatz tatsächlich versorgt werden“, konnte Sozialdezernent Ulrich Ernst in Oberhausen berichten.

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Stand: 09.04.2014

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