Archiv-Beitrag vom 23.02.2011Damit Schüler die richtige Ausbildung wählen

Die bbwe Gemeinnützige Gesellschaft für Beratung, Begleitung und Weiterbildung mbH hat jetzt erstmals ein Berufsorientierungsprogramm für Schüler angeboten. In dem Projekt konnte ein vollständiger Mülheimer Realschuljahrgang praktische Erfahrungen in verschiedenen Berufsfeldern sammeln – dies soll den jungen Nachwuchskräften später die Wahl des richtigen Ausbildungsplatzes erleichtern.

Der Übergang von der Schule in den Beruf verläuft nicht immer wunschgemäß. Denn rund 20 Prozent aller Auszubildenden brechen vorzeitig ihre Ausbildung ab, und nicht selten liegt das daran, dass sie sich zuvor völlig falsche Vorstellungen von dem gewählten Beruf gemacht haben. Während die Schulabgänger dann zunächst einmal mit leeren Händen dastehen und kostbare Zeit verlieren, stehen auch die Ausbildungsbetriebe vor einem Problem: Sie müssen schnellstmöglich Ersatz finden. Eine von vornherein richtige und entsprechend nachhaltige Ausbildungsplatzwahl kommt letztlich also beiden Seiten zugute.

Die bbwe Gemeinnützige Gesellschaft für Beratung, Begleitung und Weiterbildung mbH, Mülheim an der Ruhr, hat daher im Winter 2010/2011 erstmals ein so genanntes Berufsorientierungsprogramm für Schüler der 8. Klasse durchgeführt.

Beim bbwe-Berufsorientierungsprogramm für Mülheimer Realschüler stand die praktische Erfahrung im Vordergrund: Unter fachkundiger Anleitung wird hier gerade ein Kerzenständer aus Messingrohren zusammengeschweißt.

Beim bbwe-Berufsorientierungsprogramm für Mülheimer Realschüler stand die praktische Erfahrung im Vordergrund: Unter fachkundiger Anleitung wird hier gerade ein Kerzenständer aus Messingrohren zusammengeschweißt.
(Foto: Angelika Barth)

 

Initiiert und gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Bundesinstitut für berufliche Bildung, ermöglichte das zweiwöchige Projekt 94 Schülern der Realschule an der Mellinghofer Straße, in den Ausbildungsräumen der bbwe gGmbH verschiedene Berufe des Dualen Ausbildungssystems von der Pike auf kennen zu lernen und für sich zu erproben. Insgesamt neun Berufsfelder konnten die Realschüler dabei "beschnuppern" – darunter "Farbe und Raumgestaltung", "Elektrotechnik", "Lager und Handel", "Wirtschaft und Verwaltung" sowie "Gesundheit und Soziales".

Programm soll Regelangebot werden

"Unser Ziel ist es, die Berufswahlkompetenz junger Menschen dahingehend zu stärken, dass sie später leichter eine für sie stimmige Ausbildungsplatzentscheidung treffen können", erklärt bbwe-Geschäftsführer Thomas Aring. Mit dem Berufsorientierungsprogramm, welches mit einer zweitägigen, wissenschaftlich fundierten Potenzialanalyse kurz vor den Weihnachtsferien gestartet ist und im Februar mit der praktischen Arbeit an den vier Standorten der bbwe gGmbH fortgesetzt wurde, schließt der größte Bildungsträger in Mülheim an der Ruhr gezielt eine Lücke in der lokalen Schulbildungslandschaft. Wenn die Maßnahme weiterhin vom Bund gefördert wird, sollen davon künftig auch weitere Haupt-, Gesamt- und Realschulen profitieren. Auch Förderschulen, die auf eine duale Ausbildung vorbereiten, können an dem Programm teilnehmen.

Der erste Durchlauf war aus Sicht des bbwe-Teamleiters Stefan Trost jedenfalls erfolgreich: "Die Schüler haben viel Spaß gehabt und prima mitgearbeitet und meines Erachtens einen guten Eindruck davon bekommen, welchen Beruf sie später erlernen wollen – und was für sie schlichtweg ausscheidet." Denn auch Letzteres sei wichtig, da es vor Fehlgriffen schützt und mit dazu beiträgt, nach der Schulzeit eine begründete Entscheidung treffen zu können.

Schüler produzieren eigene Werkstücke

So fand etwa die 14-jährige Vanessa, dass es "toll war, mal zu sehen, was man in bestimmten Berufen so alles machen muss". Das Passende sei für sie jedoch nicht dabei gewesen. Insofern hat sie das Berufsorientierungsprogramm darin bestätigt, später lieber eine zahnmedizinische Ausbildung anzustreben. Der 13-jährige Dennis hingegen hat in den bbwe-Lehrwerkstätten offensichtlich Gefallen am Feilen, Sägen und Bohren gefunden und möchte nach der Schule einen handwerklichen Beruf erlernen. Wie alle anderen Teilnehmer hat auch er nach Ende des Berufsorientierungsprogramms ein eigenhändig hergestelltes Werkstück – in seinem Fall einen formvollendeten Flaschenöffner – mit nach Hause genommen. Und dies ganz sicher nicht ohne Stolz.

"Ich persönlich würde mir wünschen, wenn auch im kommenden Jahr unsere 8. Klassen an diesem Programm teilnehmen könnten", sagte der 2. Konrektor der Realschule an der Mellinghofer Straße Frank Michels am Abschlusstag. Und auch Klassenlehrerin Daniela Hesse zeigte sich sichtlich begeistert von dem neuen und nach dem Willen aller Beteiligten nicht nur einmaligen bbwe-Angebot. "Als Ergänzung zum Unterricht ist das eine super Sache. Unsere Schüler haben hier richtig gute Erfahrungen gesammelt, die wir ihnen mit unseren Mitteln so nicht bieten können." Zudem mache die Wertigkeit der neuen Erfahrungen den bei geschicktem Timing überschaubaren Unterrichtsausfall durchaus wett, so die beiden Pädagogen übereinstimmend.


Die bbwe Gemeinnützige Gesellschaft für Beratung, Begleitung und Weiterbildung mbH hat jetzt erstmals ein Berufsorientierungsprogramm für Schüler angeboten. In dem Projekt konnte ein vollständiger Mülheimer Realschuljahrgang praktische Erfahrungen in verschiedenen Berufsfeldern sammeln – dies soll den jungen Nachwuchskräften später die Wahl des richtigen Ausbildungsplatzes erleichtern.

Mülheim an der Ruhr. Der Übergang von der Schule in den Beruf verläuft nicht immer wunschgemäß. Denn rund 20 Prozent aller Auszubildenden brechen vorzeitig ihre Ausbildung ab, und nicht selten liegt das daran, dass sie sich zuvor völlig falsche Vorstellungen von dem gewählten Beruf gemacht haben. Während die Schulabgänger dann zunächst einmal mit leeren Händen dastehen und kostbare Zeit verlieren, stehen auch die Ausbildungsbetriebe vor einem Problem: Sie müssen schnellstmöglich Ersatz finden. Eine von vornherein richtige und entsprechend nachhaltige Ausbildungsplatzwahl kommt letztlich also beiden Seiten zugute.

Die bbwe Gemeinnützige Gesellschaft für Beratung, Begleitung und Weiterbildung mbH, Mülheim an der Ruhr, hat daher im Winter 2010/2011 erstmals ein so genanntes Berufsorientierungsprogramm für Schüler der 8. Klasse durchgeführt. Initiiert und gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Bundesinstitut für berufliche Bildung, ermöglichte das zweiwöchige Projekt 94 Schülern der Realschule an der Mellinghofer Straße, in den Ausbildungsräumen der bbwe gGmbH verschiedene Berufe des Dualen Ausbildungssystems von der Pike auf kennen zu lernen und für sich zu erproben. Insgesamt neun Berufsfelder konnten die Realschüler dabei "beschnuppern" – darunter "Farbe und Raumgestaltung", "Elektrotechnik", "Lager und Handel", "Wirtschaft und Verwaltung" sowie "Gesundheit und Soziales".

Programm soll Regelangebot werden

"Unser Ziel ist es, die Berufswahlkompetenz junger Menschen dahingehend zu stärken, dass sie später leichter eine für sie stimmige Ausbildungsplatzentscheidung treffen können", erklärt bbwe-Geschäftsführer Thomas Aring. Mit dem Berufsorientierungsprogramm, welches mit einer zweitägigen, wissenschaftlich fundierten Potenzialanalyse kurz vor den Weihnachtsferien gestartet ist und im Februar mit der praktischen Arbeit an den vier Standorten der bbwe gGmbH fortgesetzt wurde, schließt der größte Bildungsträger in Mülheim an der Ruhr gezielt eine Lücke in der lokalen Schulbildungslandschaft. Wenn die Maßnahme weiterhin vom Bund gefördert wird, sollen davon künftig auch weitere Haupt-, Gesamt- und Realschulen profitieren. Auch Förderschulen, die auf eine duale Ausbildung vorbereiten, können an dem Programm teilnehmen.

Der erste Durchlauf war aus Sicht des bbwe-Teamleiters Stefan Trost jedenfalls erfolgreich: "Die Schüler haben viel Spaß gehabt und prima mitgearbeitet und meines Erachtens einen guten Eindruck davon bekommen, welchen Beruf sie später erlernen wollen – und was für sie schlichtweg ausscheidet." Denn auch Letzteres sei wichtig, da es vor Fehlgriffen schützt und mit dazu beiträgt, nach der Schulzeit eine begründete Entscheidung treffen zu können.

Schüler produzieren eigene Werkstücke

So fand etwa die 14-jährige Vanessa, dass es "toll war, mal zu sehen, was man in bestimmten Berufen so alles machen muss". Das Passende sei für sie jedoch nicht dabei gewesen. Insofern hat sie das Berufsorientierungsprogramm darin bestätigt, später lieber eine zahnmedizinische Ausbildung anzustreben. Der 13-jährige Dennis hingegen hat in den bbwe-Lehrwerkstätten offensichtlich Gefallen am Feilen, Sägen und Bohren gefunden und möchte nach der Schule einen handwerklichen Beruf erlernen. Wie alle anderen Teilnehmer hat auch er nach Ende des Berufsorientierungsprogramms ein eigenhändig hergestelltes Werkstück – in seinem Fall einen formvollendeten Flaschenöffner – mit nach Hause genommen. Und dies ganz sicher nicht ohne Stolz.

"Ich persönlich würde mir wünschen, wenn auch im kommenden Jahr unsere 8. Klassen an diesem Programm teilnehmen könnten", sagte der 2. Konrektor der Realschule an der Mellinghofer Straße Frank Michels am Abschlusstag. Und auch Klassenlehrerin Daniela Hesse zeigte sich sichtlich begeistert von dem neuen und nach dem Willen aller Beteiligten nicht nur einmaligen bbwe-Angebot. "Als Ergänzung zum Unterricht ist das eine super Sache. Unsere Schüler haben hier richtig gute Erfahrungen gesammelt, die wir ihnen mit unseren Mitteln so nicht bieten können." Zudem mache die Wertigkeit der neuen Erfahrungen den bei geschicktem Timing überschaubaren Unterrichtsausfall durchaus wett, so die beiden Pädagogen übereinstimmend.

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Beim bbwe-Berufsorientierungsprogramm für Mülheimer Realschüler stand die praktische Erfahrung im Vordergrund: Unter fachkundiger Anleitung wird hier gerade ein Kerzenständer aus Messingrohren zusammengeschweißt. (Foto: Angelika Barth)

Pressekontakt:
Andreas Quinkert
Tel.: 0203 / 372730
Handy: 0171 / 5444094
E-Mail: presse@bbwe.de

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Stand: 28.02.2011

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