Archiv-Beitrag vom 29.07.2011Facebook-Party-"Welle" erreicht Mülheim

„Ich wusste nicht, was das auslösen kann“

Die Facebook-Party-„Welle“ hat nun auch Mülheim erreicht. Für das kommende Wochenende haben zwei junge Leute über Facebook zu einer (privaten) Geburtstagsfeier in den MüGa-Park eingeladen. 30 Gäste waren geplant – über 70 Zusagen haben nach kurzer Zeit einen der beiden Einlader erreicht. „Ich wusste wirklich nicht, was das auslösen kann“, stellte der Einlader erschreckt fest.

Facebook-Party-Bei der Stadt gingen unmittelbar nach Bekanntwerden die „Alarmglocken“ an. Gemeinsam mit der Polizei hat man sich im Rathaus schon vor Wochen auf eine Strategie geeinigt, sollte „im offenen Netz“ über Facebook zu einer Party eingeladen werden. „Beispiele aus anderen Städten haben gezeigt, dass diese Party meist ‚unbeherrschbar’ sind,“ so Stadtsprecher Volker Wiebels. Im Sinne der Einlader habe man daher die Party untersagt.

Mittels einer sogenannten „Allgemeinverfügung“ – die sich gegen alle richtet, die den Inhalten zuwider handeln – wird das Verbot bekannt gegeben.  Auf der Grundlage des Ordnungsbehördengesetztes soll mit der Allgemeinverfügung „eine im Einzelfall bestehende Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung“ abgewehrt werden. Die Allgemeinverfügung finden Sie auch unterhalb des Beitrages in der Datei zum Kontext.
„Abgesehen davon, dass die Einlader zu einer Party auf einer öffentlichen Fläche aufrufen, fehlen der Veranstaltung wesentliche Merkmale für einen geordneten Ablauf,“ so Volker Wiebels: Es besteht keine Veranstalterversicherung; für die An- und Abreise liegt kein Verkehrskonzept vor; es gibt keine Ordnungs-, Rettungs-, Sicherheits- oder Sanitätsdienst usw. – „alles Notwendigkeiten, die erfüllt sein müssen, wenn es sich um eine Veranstaltung mit einer nicht zu kalkulierenden Teilnehmerzahl handelt.“

Die Stadt rät allen, die die Einladung wahrnehmen wollten, dies nicht zu tun. „Bei Zuwiderhandlungen sprechen wir einen Platzverweis aus“, erläutert Wiebels.
Man sei am Wochenende mit Einsatzkräften des Ordnungsamtes und der Polizei vor Ort. Eines macht der Stadtsprecher nochmals deutlich: „Wir wollen keine Spaßverderber sein. Hier geht es um das Wohl der Teilnehmer, das es zu schützen gilt“.

 

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Stand: 29.07.2011

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