Archiv-Beitrag vom 24.06.2010Feuerwehrkran "Molli" nach 28 Jahren wieder bei der BF Mülheim

Vor 28 Jahren ging er in den "verdienten Ruhrstand", nun wird er wieder "Dienst schieben". Gemeint ist der über 50 Jahre alte Feuerwehrkran, der 1956 bei der Berufsfeuerwehr Mülheim in den Einsatz kam. Im Volksmund "Molli" genannt, schaffte die BF Mülheim den Kranwagen der Marke Krupp-Ardelt (auf einem Drache-Fahrgestell von Krupp mit der Bezeichnung AL 480) nach einem schweren Unfall mit einer Straßenbahn an. Treu versah der "kantige" Kran seinen Dienst - nur ein einiges Mal "strauchelte" er. Im Januar 1965 sollten vor dem Rathaus auf der Ruhrstraße Baumstümpfe entfernt werden. Hierzu orderte man den Feuerwehrkran. Bei den Arbeiten löste sich plötzlich die Drehkranzbremse, so dass das ganze Fahrzeug seitlich umschlug. Es wurde gottlob niemand verletzt und abgesehen von einem abgebrochenen Aussenspiegel hielt sich der Schaden an dem Fahrzeug in Grenzen. Die Nachbarfeuerwehr aus Duisburg halft damals beim Bergen des Krans.

Oldtimer Feuerwehrkran der Berufsfeuerwehr Mülheim an der Ruhr.23.06.2010Foto: Walter Schernstein

Foto: Walter Schernstein

Fahrzeugpark 1967, Berufsfeuerwehr Mülheim an der Ruhr.Foto: Archiv

Der Feuerwehr-Fahrzeugpark von 1967 auf der Feuerwache Aktienstraße mit dem Krupp-Kranwagen in der letzten Reihe

Feuerwehrkran 1956, Berufsfeuerwehr Essen.Foto: Archiv-

Bis zur Beschaffung eines eigenen Feuerwehrkrans lieh man sich den Kranwagen der Essener Feuerwehr im Bedarfsfall aus

(historische Fotos: Sammlung Medienzentrum)

1982 wurde "Molli" dann "ausser Dienst gestellt" und ging an das Deutsche Feuerwehrmuseum nach Fulda. Dort fristete das Spezialfahrzeug allerdings ein trotzloses Dasein und kam schließlich als Dauerleihgabe zu einem Sammler von Kruppfahrzeugen  nach Oldenburg. Hier stand er wohlbehütet in einer Oldtimerhalle und wurde stolz auf Oldtimerschauen gezeigt.

Durch erfolgreiche Verhandlungen mit dem Deutschen Feuerwehrmuseum und dem oldenburgischen Sammler wurde nun erreicht, dass das historische Mülheimer Feuerwehrfahrzeug in seine "Heimatstadt" zurückkehrte - mit eigener Kraft und siebenstündigen Fahrt für die rund 300 Kilometer (Höchstgeschwindigkeit 55 km/h). In Kürze wird der Oldtimer als geschichtsträchtiger Repräsentant und Blickfang im Foyer der neuen Haupt- und Rettungswache an der Duisburger Straße stehen und dort zu bewundern sein.

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Stand: 25.06.2010

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