Archiv-Beitrag vom 11.12.2015"Grünes Licht" für neue Flüchtlingsunterkünfte

Beispiel zur Flüchtlingsunterbringeung im Flüchtlingsdorf Saarn. Hier wird eins der insgesamt elf Holzhäuser zusammengebaut (zehn davon als Wohnhäuser). Dazu kommen noch mehrere Sanitärcontainer. 27.10.2015 Foto: Walter SchernsteinDer Rat der Stadt beschloss in seiner Dezembersitzung mehrheitlich zur Unterbringung von Asylbewerbern und Flüchtlingen die Errichtung von mobilen Wohneinheiten auf den Grundstücken

  • Blötter Weg,
  • Brunshofstraße,
  • Friedhofstraße,
  • Großenbaumer Straße,
  • Klöttschen/Vereinstraße,
  • Oberheidstraße,
  • Pilgerstraße und
  • Schlippenweg.

Begonnen wird mit der Bebauung auf den Grundstücken Blötter Weg, Klöttschen/Vereinstraße und Oberheidstraße. Die Bebauung der übrigen Grundstücke erfolgt im Rahmen der zeitlichen Umsetzungsmöglichkeiten.

Entwicklung 2016 und Sicherstellung der Unterbringung

Für eine Schätzung des Unterbringungsbedarfes 2016 stehen zurzeit keine Prognosen des Bundes zur Verfügung; die Verwaltung rechnet damit auch nicht vor Anfang 2016. Zum Vergleich: Für 2015 hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge die erste Prognose am 18. Februar 2015 herausgebracht.
Die verwaltungsinterne Einschätzung der Entwicklung 2016 geht davon aus, dass das Niveau 2015 auch im kommenden Jahr anhalten wird. Das heißt, es wird in 2016 von weiteren mindestens 800.000 Asylbewerbern und Flüchtlingen bundesweit ausgegangen. Unter Berücksichtigung der Verteilungsschlüssel (Land, kommunal), von Ausreisen oder Übergängen in eigene Mietverträge, rechnet die Verwaltung im Ergebnis damit, dass in 2016 bis zu 2.000 Asylbewerber und Flüchtlinge in Mülheim an der Ruhr neu hinzukommen werden.

Um die prognostizierte Personenzahl von bis zu 2.000 zu erwartenden Asylsuchenden und Flüchtlingen unterbringen zu können müssten, auf der Grundlage der bislang durchschnittlichen Belegung von 4,5 Personen pro Wohnung, über 440 weitere Wohnungen angemietet werden.
Hinzu kommt: Die vorübergehende Nutzung der ehemaligen Grundschule Fünter Weg muss zu Beginn des Jahres 2016 beendet werden, um das dort geplante und schon lange in Vorbereitung befindliche gemeinschaftliche Wohnprojekt vereinbarungsgemäß umsetzen zu können. Daraus ergibt sich ein zusätzlicher Unterbringungsbedarf für weitere 80 Personen. Um diesen für mindestens 18 Monate zu decken, wurde mit der Vorlage 15/0628-01 der Umbau des ehemaligen Schulstandortes Wenderfeld 25 - 29 zu einer Gemeinschaftsunterkunft beschlossen. Auch die Nutzung des Hildegardishauses (Kapazität 100 Personen) muss aller Voraussicht nach Anfang 2016 beendet werden.

Die in Mülheim an der Ruhr ansässigen Wohnungsunternehmen haben bereits signalisiert, dass sie ab dem Jahr 2016 nicht mehr in der Lage sein werden, der Stadt Wohnungen für Asylbewerber und Flüchtlingen in dem benötigten Umfang anzubieten.

Mehr Infos der Ratsvorlage zur vorübergehende Nutzung der ehemaligen Grundschule Fünter Weg finden Sie unter:
http://ratsinfo.muelheim-ruhr.de/buerger/vo020.asp?VOLFDNR=17976

Weitere Informationen zu Flüchtlingen in Mülheim finden Sie hier:
fluechtlinge.muelheim-ruhr.de.

Kontakt


Stand: 14.12.2015

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