Archiv-Beitrag vom 04.03.2015Jahrespräsente für Stadtbibliothek

Mit über 100.000 Euro in mehr als 15 Jahren fördert der Freundeskreis die Stadtbibliothek - Eine erstaunliche Bilanz

Der Freundeskreis der Stadtbibliothek hat sich 1997 gegründet mit seinem damaligen  Anliegen, das noch immer seine Gültigkeit hat: Die Basiseinrichtungen unserer Kultur zu sichern und zu fördern! Das fand auch in der Mülheimer Bürgerschaft Befürworter und Anhänger. So ist der Förderverein mit 25 Gründungsmitgliedern bis heute auf annähernd 200 Unterstützer angewachsen. Damit sich die Stadtbibliothek im MedienHaus mit ihren vier Stadtteilbibliotheken in Dümpten, Heißen, Speldorf und Styrum stets zeitgemäß präsentieren kann, ist der Freundeskreis als Förderer neuer und erfolgreicher Projekte immer unentbehrlicher geworden.

Übergabe der Jahresgeschenke 2014 des Freundeskreises der Stadtbibliothek. V.l.n.r. Vorsitzender Bernhard Haake, Bibliotheksleiterin Claudia vom Felde und Birgit Hass, Literaturpädagogin

Übergabe der Jahresgeschenke 2014 des Freundeskreises der Stadtbibliothek. V.l.n.r. Vorsitzender Bernhard Haake, Bibliotheksleiterin Claudia vom Felde und Birgit Hass, Literaturpädagogin.

Mit Hilfe des Freundeskreises konnte vor einigen Jahren in Mülheim die „Onleihe – Digitale Medien rund um die Uhr“ eingeführt werden. Mit diesem Angebot war sie damals Vorreiter in der Region. Das elektronische Ausleihen von zu Hause aus ist inzwischen sehr beliebt und wird immer stärker genutzt. Aufgrund der intensiven Nachfrage wurden im letzten Jahr die Bestände mit Mitteln des Freundeskreises weiter aufgestockt.

Auch die darauf folgende Anschaffung des neuzeitlichen Projektes „Aktiv im Alter“ mit transportablen Sortimenten für Bewohner in Senioreneinrichtungen zu 12 inhaltlich verschiedenen Themen war ein Volltreffer."Medienkisten für Senioren, Demenzkranke, Pflegebedürftige und PflegerInnen sind im Vormarsch, denn die Bibliotheken in den Einrichtungen sind überaltet. Hier wird stetig an einer Optimierung gearbeitet und die Angebote werden angepasst, zum Beispiel durch die Veranstaltung von Liederabenden. Das kommt gut an," erklärt die Leiterin der Stadtbibliothek Claudia vom Felde.

Nach einer  konzeptionellen Neuausrichtung der Jugendabteilung in 2013 hat sie an Attraktivität gewonnen und erlebt einen verstärkten Zulauf. Demzufolge wird durch eine Schwerpunktförderung im letzten Jahr im Bereich Eltern, Kind & Co – sowohl in der Zentrale wie auch in den Stadtteilen – jetzt eine erweiterte Erlebniswelt mit zusätzlichen pädagogischen Anreizen angeboten."Die Förderung des Freundeskreises besteht immer aus einer Mischung aus Medien und Möbeln, denn damit hat die Stadtbibliothek große Probleme, da hierfür keinerlei Mittel zur Verfügung stehen," so Claudia vom Felde. So konnten dank des Freundeskreises zum Beispiel ein mobiles Lesezelt oder Sitzkissen für die Zweigstellen angeschafft werden.

"Kamishibai ist keine japanische Grußformel"

Übergabe der Jahresgeschenke 2014 des Freundeskreises der Stadtbibliothek. V.l.n.r. Birgit Hass, Literaturpädagogin, Bibliotheksleiterin Claudia vom Felde und Bernhard Haake, Vorsitzender des Freundeskreises mit einem Kamishibai

V.l.n.r. Birgit Hass, Claudia vom Felde und Bernhard Haake mit einem japanischem Papier-Theater, einem sogenannten Kamishibai. (Fotos: MedienHaus)

Darüber hinaus konnten durch die Unterstützung des Freundeskreises zwei Papier-Theater aus Japan, sogenannte Kamishibai, gekauft werden. "Diese mobilen Papier-Theater können überall mit hingenommen werden und erfreuen sich einer großen Beliebtheit. Das Kamishibai erfährt heute eine Wiedergeburt, nachdem es, auch in Japan, fast von der Bildfläche verschwunden war. 80 Geschichten mit Bildkarten werden wieder produziert. Die Geschichten und Märchen, wie zum Beispiel 'Der dicke fette Pfannekuchen' oder 'Hund Helmut zählt Äpfel' wurden der Stadtbibliothek vom Freundeskreis zur Verfügung gestellt," erzählt Literaturpädagogin Birgit Hass. Dies sei eine wichtige Sache für die Leseförderung und nicht nur für die Kleinsten ein großer Spaß!

Bei der Auswahl der Medien und Möbel für die Stadtbibliothek mischt sich der Freundeskreis nicht ein. "Dafür sind wir nicht die Fachleute," so dessen Vorsitzender Berhard Haake, "was angeschafft wird, entscheiden die KollegInnen der Einrichtung."

Das Förderaufkommen im letzten Jahr betrug insgesamt wieder 10.000 Euro.

"Der Freundeskreis setzt seinen Ehrgeiz daran, auch für das laufende Jahr eine entsprechende Summe zur Verfügung stellen zu können", erklärt Bernhard Haake. Denn, "eine Stadtbibliothek muss immer top-aktuell sein, sonst gehen die Besucherzahlen zurück."

Der Freundeskreis freut sich, wenn weitere Mülheimer Bürgerinnen und Bürger ihn durch eine Mitgliedschaft unterstützen möchten. Auskunft erteilt Bernhard Haake gern unter der Telefonnummer 39 02 57.

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Stand: 04.03.2015

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