Archiv-Beitrag vom 28.06.2013Kulturrucksack - Abschluss der "mittendrin-AGs"

Logo »mittendrin« im Rahmen des Kulturrucksack-Programms der Landesregierung NRWAm Dienstag, 2. Juli 2013 werden ab 15 Uhr im Foyer des Kunstmuseums Schülerarbeiten präsentiert, die im Rahmen des Kulturrucksack-Programms der Landesregierung, entstanden sind.

Der „Kulturrucksack NRW“ ist ein Programm zur Förderung kultureller Bildung von Kindern und Jugendlichen, das sich explizit an die Zielgruppe der 10 bis 14jährigen richtet. Unter Berücksichtigung der Strukturen vor Ort wurden Vermittlungsprojekte entwickelt, die das Interesse der Kinder und Jugendlichen für Kunst und Kultur wecken sollen und sie zugleich darin unterstützen, ihre Kreativität auszuprobieren und weiterzuentwickeln.
Das Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr hat unter dem Titel mittendrin! ein Projekt konzipiert, das sich gezielt den Kindern und Jugendlichen widmet, die im Mülheimer Stadtteil Eppinghofen leben. Ziel des Projekts ist die Förderung einer kritisch-reflexiven Auseinandersetzung der Jugendlichen mit ihrem Lebensraum. Sie wurden darin unterstützt, einen eigenen künstlerischen Ausdruck zu finden, der ihre Sichtweise auf den Stadtteil, in dem über 92 Nationen leben, widerspiegelt und zugleich die Themen Stadt – Natur – Raum miteinander verbindet.

Logo des Kulturrucksacks Nordrhein-WestfalenIm 2. Halbjahr des Schuljahres 2012/13 wurde an dem Standort Realschule Mellinghoferstraße, wie schon im 1. Halbjahr, die wöchentliche, offene Angebot mittendrin-AG veranstalter. Neu entwickelt wurden in diesem Halbjahr Angebote am Standort Max-Kölges-Schule (ehemals Hauptschule Bruchstraße). Für die teilnehmenden Jugendlichen entstanden für die Projektteilnahme keine Kosten. Die Projektdurchführung erfolgte größtenteils an den Schulen vor Ort. Geleitet und durchgeführt wurden die AGs von der Museumspädagogin und Kunstvermittlerin Barbara Thönnes M.A..

Inhaltlich setzen sich die Jugendlichen an der Realschule auch im 2. Halbjahr mit ihrem unmittelbaren Lebensumfeld auseinander. Zum einen machten sie sich auf die Suche nach ihrem Lieblingsort. Dieser wurde dann in einer Kaltnadelradierung realisiert. Die Idee zur Umsetzung in dieser Technik erfolgte in unmittelbarer Anbindung an den Besuch der Ausstellung „Heinrich Zille und sein Berlin“. Die Jugendlichen entdeckten in den grafischen Arbeiten des Berliner Künstlers sein unmittelbares Lebensumfeld in Berlin um 1900. Die daraus resultierende Aufgabe für die Schüler lautete: Gestalte deinen Lieblingsort in derselben Technik wie Heinrich Zille! Im folgenden Projektteil beschäftigten sich die Schüler mit dem Thema der gleichnamigen Ausstellung des Kunstmuseums: Schauplatz Stadt. Es ging um Street Art und Graffiti - die Stadt als Schauplatz für Kunst, die Stadt als Leinwand. Es entstanden Schablonengraffiti, sogenannte Stencils. Die Schüler übten sich in Vereinfachung und Tontrennung. Sie erarbeiteten Schablonen von Porträts. Bei der Motivauswahl ging es um Identitätsfragen: Wer bin ich? Wie sehen mich andere, wenn sie bspw durch die Stadt gehen? Wie ändert sich die Wahrnehmung eines Gesichts aus der Ferne?

An der Max-Kölges-Schule stand ebenfalls die Auseinandersetzung mit Graffiti im Mittelpunkt der AG, wobei hier ein anderes, für die Jugendlichen gänzlich unbekanntes Graffiti-Medium gewählt wurde: Moos. So konnte zugleich auch auf Umweltaspekte sowie die ökologische Abbaubarkeit dieser Kunst hingewiesen werden. Auch hier wurde in mehreren Vorübungen auf die Erstellung des Moos-Graffito hingearbeitet.

Insgesamt haben von Februar bis Juli 2013 ungefähr 30 Jugendliche an 24 AG- Terminen teilgenommen.

Und im Herbst 2013 geht es weiter!

Die neuen Angebote lassen sich im Internet auf der zentralen Informationsseite der Kulturrucksack-Angebote finden.

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Stand: 28.06.2013

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