Archiv-Beitrag vom 08.05.2013Massiver Ausbau von "Kraft-Wärme-Kopplung" schon in diesem Jahr

Bleibt auch ohne Landesunterstützung großes Thema in Mülheim

Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld: Leiterin des Verwaltungsvorstandes und Chefin der Stadtverwaltung. Seit 10. April 2003 Oberbürgermeisterin der Stadt Mülheim an der Ruhr. Foto: Walter Schernstein

Peter Vermeulen, Dezernent für Schule, Jugend und KulturMülheim wird keine „Modellkommune Kraft-Wärme-Kopplung – KWK“. In der sogenannten zweiten Phase ist die Stadt nicht dabei. Das teilte das Umweltministerium jetzt der Stadt offiziell mit. „Das ist bedauerlich, hindert uns aber nicht, den eingeschlagenen richtigen Weg konsequent fortzuführen“, kommentiert Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld die Entscheidung des Ministeriums.
„Wir hatten gehofft, an dem 25-Millionen Euro-Topf partizipieren zu können. Nun werden wir eigene Finanzierungswege finden“, so die Oberbürgermeisterin.
„Wir gehen davon aus, dass die zusätzlichen Finanzmittel die Energiewende in den ausgewählten Städten beschleunigt und sie einen Schritt voranbringen werden auf dem Weg, die gesteckten Klimaziele zu erreichen. Wir in Mülheim an der Ruhr werden aber auch ohne Förderung in diese Richtung weitergehen“.

Kraft-Wärme-Kopplung ist doppelt so effizient wie herkömmliche Kraftwerke. Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld und Umweltdezernent Peter Vermeulen freuen sich, dass auf der Basis des Energetischen Stadtentwicklungsplanes Mülheim an der Ruhr auch ohne die Mittel aus dem Sonderprogramm des Landes das Umsetzungstempo der Energiewende deutlich erhöht werden kann.

Die Mülheimer Energiedienstleistungsgesellschaft (medl) investiert massiv in Kraft-Wärme-Koppelung. In der zweiten Jahreshälfte gehen 5500 kW elektrische Leistung ans Netz.

  • Ein Modul im Wohnpark Witthausbusch an der Liverpoolstraße
  • In Saarn im Bereich der Wohnsiedlung „Auf den Hufen“ entstehen zwei Einheiten
  • An der Boverstraße (Gustav-Heinemann-Schule) wird das Netz mit einem Modul erweitert
  • Im Kraftwerk Broich wird ein Modul modernisiert und ein weiteres neu installiert  

Weitere KWK-Projekte sollen mit dem Max-Plank-Institut im Rahmen der Standorterweiterung realisiert werden und im Bereich des Industriestandortes Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH sowie beim Neubau der Hochschule Ruhr West in Broich.

Dann werden Projekte mit den Wohnungsbaugesellschaften und am Krankenhausstandort folgen. "All diese Projekte rechnen sich ökonomisch und ökologisch und sind an keine Fesseln von Förderrichtlinien und -fristen gebunden. Die CO2-Bilanz der Stadt wird so spürbar verbessert, die Unabhängigkeit von Energieimporten auch."

Möglich wurde diese Entwicklung durch die gute und enge Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung, medl und Partnern.

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Stand: 08.05.2013

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