Archiv-Beitrag vom 07.02.2013Menschenhandel muss verfolgt und bekämpft werden!

„Menschenhandel, damit verbunden sexuelle Ausbeutung und Zwangsarbeit, das sind unhaltbare Zustände, die wir in Europa und weltweit mit allen rechtlich zur Verfügung stehenden Mitteln verfolgen und bekämpfen müssen“, sagt Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld.

Während der Plenartagung des AdR, des Ausschusses der Regionen, hatte sie das Thema mit Vertretern europäischer Städte in der vergangenen Woche in Brüssel diskutiert. Nun will sie die Informationen an die lokalen Akteure weitergeben, damit auch in Mülheim der wichtige Diskurs über die Bekämpfung von Menschenhandel mit den Informationen aus Brüssel weitergeführt werden kann.

„Die Europäische Kommission arbeitet derzeit an einer Strategie der EU zur Beseitigung des Menschenhandels 2012 bis 2016“, berichtet Mühlenfeld.
Die diesbezügliche Mitteilung der Europäischen Kommission an den AdR war Anlass für das Gremium aus Vertretern der europäischen Städte, sich mit diesem Papier intensiver zu beschäftigen.

Auf dem richtigen Weg, aber bitte mit enger Einbindung der Regionen und Städte, so das zusammenfassende Urteil des AdR. Europa müsse bei der Beseitigung des Menschenhandels eng mit den Netzwerken, Freiwilligenorganisationen, Fachleuten vor Ort sowie der Zivilgesellschaft zusammenarbeiten und deren Expertise in die gemeinsame Arbeit einfließen lassen. Schließlich seien die lokalen Akteure am nächsten an den Opfern dran und wüssten am besten um deren psychische und physische Notlagen.  

„Menschenhandel wird in Artikel 5 der Charta der Grundrecht der Europäischen Union explizit verboten“, betont die Oberbürgermeisterin. Deutschland habe zudem das Palermo-Protokoll der Vereinten Nationen über Menschenhandel und das Übereinkommen des Europarates zur Bekämpfung des Menschenhandels ratifiziert.

Ganz wie der AdR fordere, werde die Thematik auch in Mülheim von Zivilgesellschaft und Fachleuten mit viel Engagement verfolgt: „Ob M.I.T. oder Kinderschutzbund, der Verein Hilfe für Frauen, die Gleichstellungsstelle, der Gleichstellungsausschuss, der DGB und die Fachverwaltung - sie alle und viele andere arbeiten seit Jahren erfolgreich daran, dass Menschenhandel in Mülheim geächtet wird“, so die OB.

Die „Strategie der EU zur Beseitigung des Menschenhandels 2012 bis 2016“ sei schon jetzt im Internet“ zu finden, informiert die Oberbürgermeisterin. Bis die endgültige Stellung des AdR vorliege, könnten dagegen noch einige Woche vergehen.

„Bisher gibt es nur der Entwurf einer Stellungsnahme. „Nun werden die Ergebnisse der Diskussion der Teilnehmer der Plenarversammlung einfließen und dann wird die Stellungsnahme des AdR für alle über das Internet einsehbar sein“, so Dagmar Mühlenfeld.

Hinweis: Der Entwurf der Stellungnahme kann über das OB-Büro angefordert werden.

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Stand: 08.02.2013

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