Archiv-Beitrag vom 16.06.2011Mietspiegel 2012

 

Befragung der Mülheimer Mieter beginnt

10.000 zufällig ausgewählte Mülheimer Mieter-Haushalte erhalten in diesen Tagen Post: Ein übersichtlicher Bogen fragt nach Größe, Alter, Ausstattung und Mietpreis freifinanzierter Mietwohnungen. Denn Ende des Jahres soll der neue Mietspiegel 2012 für die Stadt Mülheim an der Ruhr erscheinen – der bisherige läuft aus.  

Gemeinsam mit den Mülheimer Wohnungsvermietern und Mietervereinen ruft Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld deshalb die angeschriebenen Bürger zu reger Teilnahme auf: „Es kommt auf möglichst viele Rückmeldungen an, also auch auf Ihre“, so OB Mühlenfeld in ihrem Begleitschreiben zum Fragebogen. Natürlich ist die Teilnahme freiwillig, die Daten werden anonymisiert gespeichert und keinesfalls an Dritte weitergegeben.

 

DHH in der MausegattsiedlungWie hoch Mülheims Mieten wirklich sind und ob die jeweils vereinbarte Miete einer Wohnung angemessen ist – für die Klärung dieser Fragen soll der neue Mietspiegel eine verlässliche Grundlage bieten. Bis voraussichtlich Ende Juli erhalten die durch eine Zufallsstichprobe ermittelten Mieter Gelegenheit, die Fragen zu beantworten und kostenlos an die Stadt Mülheim an der Ruhr zurückzusenden.

Aus den Ergebnissen erarbeitet das Bochumer Institut InWIS Forschung und Beratung in einem anerkannten wissenschaftlichen Verfahren das neue Zahlenwerk zum Mülheimer Mietwohnungsmarkt. Ständig begleitet wird die Arbeit der InWIS-Experten, die kürzlich erst erfolgreich Mietspiegel unter anderem für die Städte Dortmund, Witten oder auch Frankfurt am Main erstellt haben, von einem beratenden Arbeitskreis. Dort sind die Mülheimer Wohnungsunternehmen, Haus- und Wohnungseigentümer sowie Makler genauso vertreten wie die Mietervereine und die Stadt Mülheim an der Ruhr.

Mietspiegel sind ein objektives Instrument für die Beurteilung von Mietpreisen, indem sie eine Übersicht über die ortsübliche Vergleichsmiete im freifinanzierten Wohnungsbau bieten – sie sollen die in einer Gemeinde üblicherweise gezahlten Mieten „spiegeln“. Damit dienen Mietspiegel beiden Parteien eines Mietverhältnisses: Sie schützen Mieter vor ungerechtfertigt hohen Mieten und Vermieter vor unwirtschaftlich niedrigen Mieten.

 

Neuer Mietspiegel schafft Transparenz und Verlässlichkeit

Wie der bisherige soll auch der neue Mietspiegel „qualifiziert“ im Sinne des Bürgerlichen Gesetzbuches sein. Das bedeutet, dass er von der Gemeinde oder von Interessenvertretern beider Parteien – also Mieter- und Vermieterseite – anerkannt werden muss. 2008 erstellte die Stadt Mülheim an der Ruhr den Mietspiegel in Eigenregie – Ende des Jahres verliert er automatisch seine volle Gültigkeit. „Wir mussten handeln“, erklärt SWB-Geschäftsführer Robert Kunz das Engagement von Mülheims größtem Wohnungsvermieter. „Ein neuer Mietspiegel schafft Transparenz und Verlässlichkeit – davon profitieren alle Akteure auf Mülheims Wohnungsmarkt gleichermaßen“, so übereinstimmend die Mitglieder des Arbeitskreises.

An den Kosten beteiligen sich sämtliche Arbeitskreis-Mitglieder – also auch Mietervertreter und die Stadt. Nach Abschluss der Befragung tagt der Arbeitskreis in regelmäßigen Abständen, um das InWIS-Institut bei der Auswertung in einem kooperativen und transparenten Verfahren zu begleiten und zu unterstützen.


Weitere Informationen erteilen:

InWIS – Institut für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und
Regionalentwicklung an der EBZ Business School und der Ruhr-Universität Bochum
Hotline Fragebogen
Telefon: 01801 / 146 947 (Ortstarif dt. Festnetz)

 

Kontakt


Stand: 16.06.2011

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