Archiv-Beitrag vom 09.01.2014Kirchen erstrahlen in neuem Licht

OB Mühlenfeld: Neue Qualität in der Altstadt

             Illumination der Kirchen in der Altstadt. 08.01.2014 Foto: Walter Schernstein Illumination der Kirchen in der Altstadt. 08.01.2014 Foto: Walter Schernstein

In hellem Licht erstrahlen ab sofort die Außenfassaden der evangelischen Petrikirche und die katholischen Kirche St. Maria Geburt in der Mülheimer Altstadt.
In der zweiten Januarwoche setzten Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld und Dr. Arndt Neuhaus, Vorstandsvorsitzender der RWE Deutschland AG, die Beleuchtung mit einem symbolischen Knopfdruck in Betrieb.

Illumination der Kirchen in der Altstadt. 08.01.2014 Foto: Walter Schernstein

Fotos: Walter Schernstein

Im Rahmen der Neugestaltung der Althofstraße zu einer Verkehrsfläche, die alle Verkehrsteilnehmer gemeinsam und gleichberechtigt nutzen können, wurde neben der neuen Straßenbeleuchtung auch die Beleuchtung der beiden Kirchen installiert. In diesem sogenannten Shared Space soll öffentlicher Straßenraum lebenswerter und sicherer sowie der Verkehrsfluss verbessert werden. Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld: „Auf dem Kirchenhügel ist mit Shared Space ein neues Lebensgefühl entstanden. Mit der durch RWE Deutschland ermöglichten Anstrahlung der Kirchen wird der Bereich zusätzlich noch in besonderer Weise aufgewertet.“
„Wir freuen uns sehr, dass wir bei der Außenbeleuchtung der beiden Kirchen helfen konnten. Unsere Beleuchtungsexperten haben dabei gerne ihr technisches Wissen bei Planung und Ausführung eingesetzt, wie schon 2012 bei der Willy-Brand-Schule.“, so Dr. Arndt Neuhaus.

 Illumination der Kirchen in der Altstadt. 08.01.2014 Foto: Walter Schernstein Illumination der Kirchen in der Altstadt. 08.01.2014 Foto: Walter Schernstein

Stichwort „Shared Space“:
Shared Space (deutsch: etwa „gemeinsam genutzter Raum“) bezeichnet eine Planungsphilosophie, nach der vom Verkehr dominierter öffentlicher Straßenraum lebenswerter, sicherer sowie im Verkehrsfluss verbessert werden soll. Charakteristisch ist dabei die Idee, auf Verkehrszeichen, Signalanlagen und Fahrbahnmarkierungen zu verzichten. Gleichzeitig sollen die Verkehrsteilnehmer vollständig gleichberechtigt werden, wobei die Vorfahrtsregel weiterhin Gültigkeit besitzt.

Zum Planungsablauf:
Die Verkehrsführung und die Umgestaltung der Straßen und Plätze in der Altstadt waren in der Vergangenheit Gegenstand zahlreicher Diskussionen. Im Januar und Oktober 2007 wurden Planungswerkstätten mit Vertretern der Kirchen, der Politik, der Bürgerschaft, der Stadtverwaltung und weiterer Akteure durchgeführt. Die Anregungen der Werkstattteilnehmer wurden in einem städtebaulichen Strukturkonzept für den Bereich um die Althofstraße zusammengefasst und dem Planungsausschuss zusammen mit einem Verkehrskonzept für den Bereich Kirchenhügel/Altstadt vorgestellt.
Die vertiefende Gestaltungsplanung für den öffentlichen Raum in der Folgezeit erarbeitet wurde, trägt bereits der im Verlauf des Jahres 2008 aufkommenden Diskussion zum Thema "shared space" Rechnung. Im Rahmen von „shared space“ wurde darauf aufbauend ein ganzheitlicher und für jedermann offener Planungsprozess unter Moderation des shared-space-Instituts geführt. Die Erarbeitung des Gestaltungskonzeptes erfolgte unter Beteiligung der Anlieger und Anwohner der Altstadt in offenen Arbeitskreisen. Die Planungsbetroffenen haben in einem moderierten Planungsverfahren die Möglichkeit genutzt, ihre Meinungen und Interessen in die Planung einzubringen. Durch die intensive Abstimmung und die Mitarbeit der Planungsbetroffenen wurde das Planungsergebnis von einem breiten Konsens getragen.

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Stand: 09.01.2014

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