Archiv-Beitrag vom 26.02.2014 Appell zur Kostenübernahme bei Eingliederungshilfe

Im Ton freundlich, in der Sache hart: Die Oberbürgermeister und Kämmerer des Ruhrgebietes und des Bergischen Landes, unterstützt von Landräten, appellieren an die Bundesregierung, die im Koalitionsvertrag vereinbarte Entlastung der Kommunen unbedingt zeitnah zu realisieren. Als Sprecher des parteiübergreifenden Aktionsbündnisses „Raus aus den Schulden / Für die Würde unserer Städte“ richten sich Mülheims Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld  (SPD) und Wuppertals Oberbürgermeister Peter Jung (CDU) per Brief persönlich an Bundeskanzlerin Angela Merkel, Vizekanzler Sigmar Gabriel und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble: „Wir vertrauen auf ihr Wort… Die angekündigten fünf Milliarden Euro Bundesmittel müssen schnell ankommen.“

Mülheims Stadtkämmerer Uwe Bonan und Dr. Johannes Slawig, Stadtdirektor von Wuppertal, warnen im selben Schreiben vor Verzögerungen: „In den Mitgliedskommunen unseres  Bündnisses sind bereits enorme Sparmaßnahmen umgesetzt worden, bei denen die Schmerzgrenze für die Bürger häufig überschritten werden musste. Wenn aber unsere Konsolidierungsbemühungen immer wieder durch massive Ausgabensteigerungen im Sozialbereich aufgezehrt werden, kann der Weg aus der kommunalen Schuldenfalle nicht gelingen! Je länger die Bundeshilfe für die bislang von den Kommunen getragenen Kosten  für die Hilfe zur Eingliederung behinderter Menschen auf sich warten lässt, umso höherwerden unsere Kassenkredite.“

Die Verterinnen und Vertreter des Aktionsbündnisses unter Leitung von Sprecherin Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld (2.v.r.) im NRW Landtag Foto: Walter Schernstein

Foto: Walter Schernstein

Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld (2.v.r.) und Oberbürgermeister Peter Jung (r.) begründen politisch und moralisch die Pflicht des Bundes, die Kommunen zu unterstützen: „Die Eingliederungshilfe ist eine gesamtstaatliche und nicht eine kommunale Aufgabe. Bei zeitlicher Verzögerung  der versprochenen Bundeshilfe drohen bundesweit kommunale Milliardenverluste – und uns, die strukturschwachen Städte in besonders schwieriger Lage, wird es erneut hart treffen“.  

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Stand: 27.02.2014

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