Archiv-Beitrag vom 22.04.2013Pflanzung "Baum des Jahres 2013"

Pflanzung Baum des Jahres. 25.04.2012 Foto: Walter SchernsteinWie in den letzten fünf Jahren soll auch in diesem Jahr durch das Amt für Umweltschutz in Abstimmung mit dem Amt für Grünflächenmanagement und Friedhofswesen der Baum des Jahres im Mülheimer Stadtgebiet gepflanzt werden.
Das Kuratorium Baum des Jahres e.V., welches seit 1989 jeweils den „Baum des Jahres“ ausruft, hat für das Jahr 2013 den Wild-Apfel, Malus sylvestris, auserwählt.

Am Donnerstag, 25. April 2013, um 14.30 Uhr findet in den Ruhranlagen am Luisental eine symbolische Pflanzung durch Umweltdezernent Peter Vermeulen und die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt und Energie statt.

Die Öffentlichkeit ist herzlich dazu eingeladen!

Hintergrundinformationen zum Baum des Jahres 2013

Mit dem Wild-Apfel wurde eine Wildobstart gewählt, die zu den seltensten Baumarten gehört. Er wird von anderen Baumarten unterdrückt und ist vom Menschen fast vergessen.
Er ist im Bestand stark gefährdet und steht im Wald oder am Waldrand unauffällig.

Eine sichere botanische Bestimmung ist auch für Fachleute nicht einfach, weil er mit verwilderten Kulturäpfeln leicht verwechselt werden kann.
Wie der Kulturapfel wächst er auch mehr in die Breite als in die Höhe, wobei er bei Lichtmangel jedoch schlanker und höher wird als ein Kulturapfel.
Die Zweige sind auffallend „störrisch“ an denen sich viele Kurztriebe bilden, die mit Dornen verwechselt werden können.
Der Stamm zeigt oft Drehwuchs, die Rinde und Borke sind dick-schuppig. Häufig bleibt der Wild-Apfel nur ein Strauch und erreicht selten die Höhe von maximal 10 Metern.
Er kann ein Alter von 1000 Jahren erreichen und verfügt über ein sehr gutes Stockausschlagvermögen.
Die angenehm duftenden Blüten gehen von einem rot oder rosa zu einem strahlenden weiß bei Vollblüte über. Leider ist die Blütezeit auf zirka eine Woche oder bei Hitze nur wenige Tage begrenzt.
Gelb-grüne Früchte, die nur etwa 3 Zentimeter Durchmesser aufweisen reifen im September/Oktober und sind roh ungenießbar. Daher wird der Wild-Apfel im Volksmund auch „Holzapfel“ genannt. Im gedörrten oder gekochten Zustand sind Holzäpfelchen aber sehr aromatisch.
Unauffällig gelbbraun bis graugrün ist die Herbstfärbung des Laubes.
Das natürliche Verbreitungsgebiet erstreckt sich über fast ganz Europa mit Ausnahme von Nordskandinavien, Nordrussland sowie Teile Spaniens und Griechenlands.
Verbreitungsschwerpunkte in Deutschland sind intakte Auwaldreste (z. B. Oberrhein, Mittelelbe) und regional im Mittelgebirgsraum (z. B. Schwäbische Alb, Erzgebirge).
Der Wild-Apfel ist sehr lichtbedürftig, hält aber auch an schattigen Standorten durch, blüht allerdings dort nur spärlich.
Am besten gedeiht er in gut gesonnten Gehölzinseln. Bei Wild, Kleinsäugern und Vögeln sind die Holzäpfelchen sehr beliebt.
Für kleine Gärten ist dies Baumart ideal wegen seines langsamen Wachstums und seiner lichten Krone.

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Stand: 22.04.2013

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