Archiv-Beitrag vom 26.02.2016Polizeipräsident Frank Richter besuchte das Flüchtlingsdorf Saarn

Delegation bewertet die Einrichtung als „beispielgebend“

Auf Einladung von Mülheims Sozialdezernent Ulrich Ernst besuchte jetzt eine Delegation des Polizeipräsidiums Essen/Mülheim das Flüchtlingsdorf Saarn. DRK-Vize Frank Langer führte die Besucher mit Polizeipräsident Frank Richter an der Spitze durch die Einrichtung.

Flüchtlingsdorf Saarn. Polizeipräsident Frank Richter besichtigt mit Sozialdezernent Ulrich Ernst das Flüchtlingsdorf. 25.02.2016 Foto: Walter Schernstein

Polizeipräsident Frank Richter besichtigt mit Sozialdezernent Ulrich Ernst das Flüchtlingsdorf (Foto: Walter Schernstein)

Die wichtigste Erkenntnis: Im Flüchtlingsdorf Saarn werden die Menschen individuell in massiven Holzhäusern, und dort in der Regel zu viert in Apartments, unterbracht. Außerdem gibt es größere Einheiten für Familien mit Kindern. „Es gelten strikte Regeln für die Bewohner“, so Frank Langer, “und das klappt“. Das dorfähnliche Zusammenleben wird durch Gemeinschaftsräume zum Aufenthalt, Spielen und Fernsehschauen unterstützt. Es gibt einen „Waschsalon“ und einen Kiosk, eine Kindergruppe.
Besonders erfreulich – so Frank Langer – sei das ungebrochene ehrenamtliche Engagement der Mülheimerinnen und Mülheimer. So gebe es eine Gruppe von über 20 Personen, die die neuankommenden Flüchtlinge „an die Hand nehmen“ und „Erkundungsbesuche“ anbieten: wo ist der nächste Lebensmittelladen, wo ist der Arzt, wie fährt man mit dem Bus, wo ist die Stadtverwaltung.

Interessant für die Delegation war auch das Sicherheitssystem für das Flüchtlingsdorf Saarn: Es gilt das Prinzip 7/24/365 – gleich Betreuung an sieben Tagen der Woche, 24 Stunden lang. Selbst in der Nacht stehen fünf Betreuungskräfte für die fast 500 Bewohner zur Verfügung. Eine elektronische Einlasskontrolle regelt, dass nur Berechtigte Zugang haben. Das gesamte „Dorf“ ist zum Schutz eingezäunt.
Dass es in Mülheim „in Maßen“ zu Einsätzen der Polizei an Flüchtlingsunterkünften komme führten die Polizeivertreter auf die hohe Zahl der dezentralen Unterbringungen in Wohnungen einerseits und andererseits auf das hervorragenden Betreuungssystem durch die Hilfsorganisationen DRK (Deutsches Rotes Kreuz) und JUH (Johanniter Unfall Hilfe) zurück. „Und wenn man das Gefühl haben könnte, an unseren Flüchtlingsdörfern des Öfteren Polizeiautos zu sehen, so liegt das auch an der gemeinsamen Verabredung, gerade dort Präsenz zu zeigen“, ergänzte Sozialdezernent Ulrich Ernst.

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Stand: 26.02.2016

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