Archiv-Beitrag vom 18.01.2011Silber beim European Energy Award

Am 13. Januar 2011 wurde die Stadt Mülheim an der Ruhr in Bottrop mit dem "European Energy Award" ausgezeichnet. Die Urkunde stammt vom Umweltminister Johannes Remmel und wurde von Bürgermeister Markus Püll entgegen genommen.
Hintergrund der Auszeichnung ist die seit 2006 erarbeitete Planung und Umsetzung energiepolitischer Projekte zur Senkung des Energieverbrauchs und des CO²-Ausstoßes. Insgesamt wurden 26 Kommunen und zwei Kreise mit dem europäischen Energiepreis ausgezeichnet.

In Mülheim wurden die Projekte durch ein "Energieteam" koordiniert, an dem sich neben der Stadt und ihrer kommunalen Einrichtungen auch die Energiedienstleister beteiligten. Umweltdezernentin Helga Sander spricht dabei von einem langen, aber doch sehr erfolgreichen Prozess und ist glücklich darüber, mit wieviel Herzblut das Lokale Agendabüro mit allen Partnern gemeinsam an dem Thema arbeite. "Ohne die vielen engagierten Menschen wäre dies nicht möglich gewesen," weiß sie.

Helga Sander dankte allen Beiteiligten und erklärte, dass die Stadt weiterhin sehr intensiv an dem Thema arbeiten werde und auch Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld dies stark unterstütze.


Der Energy-Award in Silber wurde der Stadt Mülheim an der Ruhr verliehen. Bürgermeister Markus Püll und Lothar Schneider, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW.13.01.2011

Der European Energy Award in Silber wurde der Stadt Mülheim an der Ruhr verliehen. Unser Foto zeigt Bürgermeister Markus Püll (li.) und Lothar Schneider, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW bei der Übergabe

 

Hartmut Kremer, Leiter des Lokalen Agendabüros, spricht von über 100 Einzelmaßnahmen, die letztlich zu dem Erfolg geführt haben. Die Hauptprojekte kommen hierbei aus dem Bereich der Partner, zu denen, wie bereits oben erwähnt, neben der Verwaltung auch Energiedienstleister wie die medl, das RWE oder die MVG gehören.

Hervorgehoben seien hierbei das sanierte Technische Rathaus, das für seine CO²-Einsparung bereits den Klimapreis erhalten hat, das Projekt "Ökoprofit", bei dem Unternehmen zu mehr Energieeinsparungsmaßnahmen bewegt werden, die Klimazonen, die der städt. ImmobilienService (IS) gemeinsam mit der Mülheimer Klimainitiative durchführt oder den "Dicker Pulli-Tag". "Dieser Tag war im vergangenen Jahr sehr erfolgreich und ist daher auch in der ersten Februar-Hälfte 2011 geplant", so Dr. Susanne Dickel, Leiterin der Klimainitiative. "Dann werden unter anderem im Technischen Rathaus alle Heizungen um zwei Grad runter gedreht," erklärt Frank-Peter Buchwald, Leiter des IS. Damit ließe sich eine Menge Energie einsparen. Der IS gibt darüber hinaus Energiespartipps raus oder fordert durch "Lichtschalteraktionen" mit dem Slogan "Drück mich!"" und "Mach mich aus!" zu mehr Energiesparwillen auf. In 2010 konnten somit 1,5% an Stromverbrauch allein im Technischen Rathaus eingespart werden.

 

Viele gute Projekte zur Energieeinsparung

Weitere hervorzuhebende Energiesparprojekte unter den 100 Einzelmaßnahmen sind auch das Solardachkataster, in dem die BürgerInnen sehen können, ob ihr Dach für eine Solaranlage geeignet ist oder nicht und "die nach Start einen solch unglaublichen Zuspruch erhielt, das die städtische Internetseite kurzfristig zusammenbrach", so die stellv. Leiterin des Umweltamtes, Gabriele Wegner. Oder etwa das Thema Mobilität, bei dem Mülheim durch seine Projekte "simply city" oder "Mitpendler" dank der Einbindung der BürgerInnen durch Infoveranstaltungen und Workshops als Modell für ganz NRW gelten. Die jetzt erschienene "Mülheim Mobil Broschüre" gibt dazu umfassend Auskunft. Oder etwa die  intelligenten Stromzähler der RWE, die in Mülheim Einsparungen zeitnah online melden können. Oder aber auch Schulungsmaßnahmen für Hausmeister, Schul- und KindergartenleiterInnen zum Energiesparen...
Alle Projekte haben eines gemeinsam, nämlich Energie einzusparen und dabei die Bürger mitzunehmen!

Dr. Susanne Dickel bringt es dabei auf den Punkt: "Der European Energy Award ist ein Qualitätssiegel. Es geht dabei zum einen darum Begeisterung für dieses Thema zu entwickeln und zum anderen darum die Bürger daran zu beteiligen."

Durch die zahlreichen guten Projekte und die sehr kooperative Zusammenarbeit sei die Idee geboren worden, die vielen Facetten rund um das Thema Energie aufzuführen und mit den Bürgern, Unternehmen und Partnern gemeinsam die "Klimazone Mülheim" ins Leben zu rufen.
Und Helga Sander ergänzt abschließend: "Nur gemeinsam sind wir stark. In 2012 werden wir eine Bestandsaufnahme der Projekte machen und sehen wo wir stehen. Danach entscheiden wir, ob wir über 75% an erreichbarer Energieeinsparung kommen." - Das Kriterium für den "European Energy Award" in Gold...

 


 

Mitglieder des Energieteams:
Dr. Dickel, Susanne (Mülheimer Initiative für Klimaschutz); Gering, Andreas (Personal/Organisation); Hornbostel, Rolf (Stadtentwicklungsplanung); Huebner, Andreas (Gertec); Jansen, Roland (Verkehrswesen/Tiefbau); Jestel, Ralf (RWE/RWW); Kalthoff, Stefan (MEDL); Klauer, Hermann (Verwaltung aktiv); Dr. Kogelheide, Claus (Klima&Energie); Kox, Petra (RWE); Kremer, Hartmut (Agendabüro/Ref. VI); Lohoff, Sabine (Gertec); Neumann, Bettina (Amt für Umweltschutz), Ninck, Norbert (ImmobilienService); Paap, Thomas (MVG); Roth, Sandra (Gertec); Schinke, Horst (ImmobilienService); Schmidt, Katja Bettina (Gertec);  Schmitt, Regina (Amt für Umweltschutz); Schröer, Martin (Verkehrswesen/Tiefbau); Wegner, Gabriele (Amt für Umweltschutz); Dr. Zentgraf, Juergen (Amt für Umweltschutz)

 

Kontakt


Stand: 21.01.2011

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