Archiv-Beitrag vom 23.04.2012"Wir wollen dem Müll eine Abfuhr erteilen"

Neue Broschüre zur Mülheimer Müllgeschichte

Titelblatt zur Broschüre Wir wollen dem Müll eine Abfuhr erteilen. Müllgeschichte in Mülheim an der RuhrWo Menschen sind, da gibt es auch Müll. Diese Binsenweisheit gilt für alle Epochen der menschlichen Entwicklung. Die moderne Zivilisation mit ihren chemisch-technischen Entwicklungen und den Hinterlassenschaften ihrer Produktionsprozesse sorgt dafür, dass der Anblick oder schon der Gedanke an Abfälle oder Müll bei den Menschen nicht nur Ekel, sondern auch ein Gefühl der Bedrohung hervorruft. Gab es ein Gefühl des Ekligen und auch des Bedrohlichen bereits in der Vergangenheit? Anders gefragt: Gibt es für bestimmte Epochen spezifische „Abfälle“, welche Abfälle und warum bereiteten und bereiten sie und ihre Entsorgung den Menschen und der Natur Probleme? Wie wurden und werden diese Probleme von den Menschen gemeistert? kurz: wie gingen und gehen die Menschen mit Abfällen um? Gab es Müllvermeidung bzw. -verwertung (Recycling) bereits in der Vergangenheit oder handelt es sich um eine Errungenschaft der sogenannten „modernen“ Zivilisation?

In der Veröffentlichung des Amtes für Umweltschutz mit dem Titel „Wir wollen dem Müll eine Abfuhr erteilen". Mülheimer Müllgeschichte. ist Dr. Rolf-Achim Mostert diesen und weiteren Fragestellungen am Beispiel der historischen Entwicklung allgemein und in Mülheim an der Ruhr insbesondere, soweit es die bisherige Quellenlage zuließ, nachgegangen.

Einführung hygienischer Standards seit dem 20. Jahrhundert

In Europa und auch in Mülheim setzten sich beispielsweise individuelle Reinlichkeit und Hygiene erst dann wirklich durch, als die Menschen um die Entstehung von gefährlichen Krankheiten durch den sorglosen Umgang mit Abfällen aller Art genau Bescheid wussten, seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts. Der Staat und auch die Mülheimer Kommunalverwaltung haben dabei unterstützend eingegriffen: für sauberes Trinkwasser gesorgt; Bauvorschriften erlassen, um seit dem 20. Jahrhundert möglichst Toiletten mit Wasserspülung einzuplanen, damit die Fäkalien aus dem Haus entfernt und so ein Infektionsherd für die Entstehung von Krankheiten beseitigt werden konnten; eine Kanalisation zum Abtransport der Fäkalien geschaffen und sich um Müllabfuhr und Straßenreinigung als äußerst wichtige Aufgaben der Daseinsvorsorge für die Bürger gekümmert. Damals sind hygienische Standards eingeführt worden, die heute als Selbstverständlichkeit unter anderem von alle Mülheimern beansprucht werden.

Diese wenigen Beispiele mögen genügen. „Alles Gewordene hat Geschichte“, und daher auch der Umgang der Menschen mit ihren Abfällen. Das Amt für Umweltschutz möchte mit seiner Broschüre ein wenig Licht auf ein Thema werfen, das zwar jeden Menschen angeht, über dass er aber ungern spricht.

Die Broschüre „Wir wollen dem Müll eine Abfuhr erteilen.“ Mülheimer Müllgeschichte. ist an den städtischen Infostellen oder über das Amt für Umweltschutz, Technisches Rathaus, Hans-Böckler-Platz 5, 45468 Mülheim an der Ruhr, Dr. Achim Mostert über unten genannte Kontaktdaten zu erhalten.

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Stand: 25.04.2012

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