E-Auto FAQ

E-Auto FAQ

Die Autos der Zukunft werden ohne die herkömmlichen Brennstoffe auskommen müssen, denn nur so kann das Ziel der Klimaneutralität erreicht werden. E-Autos sind die logische Alternative. Im weiteren Verlauf finden Sie häufig gestellte Fragen und die dazugehörigen Antworten zu diesem Thema. 

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Kategorie Klima

Kategorie Kosten

Kategorie Ladeinfrastruktur

Kategorie Sicherheit

Kategorie Organisatorisches

Weitergehende Informationen/ Quellen:

Agora Verkehrswende (2019): Klimabilanz von Elektroautos, Einflussfaktoren und Verbesserungspotenzial www.ifeu.de

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU): „Wie umweltfreundlich sind Elektroautos? - Eine ganzheitliche Bilanz“, Berlin, 2021 www.bmu.de

Sind E-Autos wirklich umweltfreundlicher als Benzin oder Dieselfahrzeuge, gerade aufgrund der Batterie?

Ja, sind sie. Auch wenn bei der aktuellen Produktion von E-Autos etwas mehr Emissionen entstehen als beim klassischen Verbrenner, holt das E-Auto schnell auf: Beim Betrieb verursacht es deutlich weniger Emissionen, was zu einem deutlichen Vorteil bei der gesamten Lebenszyklusbetrachtung führt. Bei dem heutigen Strommix produziert ein E-Auto 30 % weniger Emissionen als ein Benziner und 23 % weniger als ein Diesel. Mit steigendem Ökostromanteil wird sich auch in Zukunft die Klimabilanz des E-Autos deutlich verbessern, ein schneller Ausbau der Erneuerbaren Energien ist hierfür entscheidend.

Können E-Autos alleine das Klima retten?

Nein, können sie nicht. Das E-Auto ist nur ein Teil einer Lösung: Der Umstieg vom Auto auf die Bahn oder das Fahrrad ist ausschlaggebend. Allerdings lassen sich nicht alle Strecken gut mit der Bahn oder dem Fahrrad zurücklegen, hier ist ein E-Auto eine sinnvolle Alternative.

Sind Wasserstoffautos oder E-Fuels eine gute Alternative zum E-Auto?

Nein, nicht wirklich. Wasserstoffautos und E-Fuels brauchen deutlich mehr Ökostrom, um betrieben zu werden. Das liegt daran, dass der Strom nicht direkt genutzt wird, sondern erst in ein Zwischenprodukt umgewandelt werden muss. Dadurch geht viel Energie verloren. Ein E-Auto hat etwa einen Strombedarf von 18 Kilowatt pro Stunde (kWh) pro 100 Kilometer (km), ein Wasserstoffauto 54 kWh und ein Auto, das mit E-Fuels betrieben wird sogar 115 kWh.

Wie viel kostet ein E-Auto in der Anschaffung?

E-Autos gibt es, genau wie Verbrenner, in vielen verschiedenen Modellen und Ausstattungen. Ein beliebtes E-Auto ist etwa der VW e-up, das kleine Stadtauto kostet neu etwa 22.000 Euro, wobei die Förderung schon eingerechnet ist. Dagegen gibt es auch deutlich höherklassige Fahrzeuge, wie etwa den Tesla Model 3. Der Mittelklassewagen kostet um die 40.000 bis 50.000 Euro, je nach Ausstattung. Die Anschaffungspreise für E-Autos haben sich in den letzten Jahren den vergleichbaren konventionellen Autos immer mehr angenähert. In Zukunft kann mit immer mehr gebrauchten E-Autos gerechnet werden, wodurch die Anschaffungskosten nochmal sinken.

Gibt es Fördermöglichkeiten?

Ja, es gibt einen Umweltbonus. Dieser beträgt für reine E-Autos 6.000 Euro, wenn diese weniger als 40.000 Euro kosten. Bei Fahrzeugen über 40.000 Euro liegt die Förderung bei 5.000 Euro. Ab dem 1. Januar 2023 wird die Förderung für E-Autos bis 40.000 auf 4.500 Euro reduziert, bei Autos über 40.000 bis 65.000 Euro auf 3.000 Euro. Eine Förderung von Plug-In-Hybride wird zum 1. Januar 2023 komplett eingestellt. Eine gesamte Übersicht zu den aktuellen Fördersätzen finden Sie unter www.bafa.de, alle Änderungen ab 2023 finden Sie unter www.bmwk.de.

Zusätzlich gibt es ab dem 1. April 2022 eine Förderung von 1.500 Euro pro Ladepunkt, wenn Sie zusätzlich eine Photovoltaik-Anlage installieren. Das gilt allerdings nur noch für freiberuflich Tätige und Einzelunternehmen. Weitere Informationen finden Sie unter www.bra.nrw.de

Ein E-Auto in Kombination mit einer Photovoltaik-Anlage zu installieren ist sowieso sinnvoll, da Sie den eigenen, günstigen Solarstrom zum Autoladen nutzen können. Weiterführende Informationen zu Photovoltaik finden sie hier: Ihr Weg zur eigenen Solaranlage

Wie viel kostet es mein E-Auto zu laden?

Für die Nutzung der medl Ladesäulen muss ein Tarif „medlAutostromFlex“ abgeschlossen werden. Der Grundpreis liegt bei 5 Euro im Monat und der Arbeitspreis liegt bei 35 Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh). Eine komplette Ladung für den VW e-up mit seiner 32-kWh-Batterie kostet demnach 11,20 Euro, zuzüglich der Arbeitspreise. Diese Preise gelten aber nur für medl Ladesäulen. Innogy ist eine weitere Anbieterin von Ladesäulen in Mülheim und gehört mittlerweile zum Stromkonzern E.ON. Der Ladetarif „E.ON Drive Easy“ setzt sich zusammen aus einem monatlichen Grundpreis von 4,95 Euro zuzüglich der Ladekosten. Demnach ist der preisliche Unterschied der beiden Anbietenden eher marginal. Grade wenn es um Ladesäulen geht, die nicht auf öffentlichen Flächen stehen (z. B. auf Parkplätzen vor Discountern), sollte der individuelle Tarif geprüft werden. In manchen Fällen kann das Laden dort auch kostenlos sein. Bei eigenen Wallboxen (Wandladestation) wird der normale Stromtarif bezahlt.

Wo kann ich in Mülheim mein E-Auto überall laden?

Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich über die Ladeinfrastruktur zu informieren. Die Internetseite „e-tankstellen-finder“ bietet einen guten Überblick darüber, an welchen Punkten in der Stadt freie Ladesäulen vorhanden sind: https://e-tankstellen-finder.com

Auch über Google Maps lassen sich die Standorte der Ladensäulen in Mülheim herausfinden.

Wie lange dauert ein Ladevorgang in der Regel?

Das ist maßgeblich abhängig von der benötigten Strommenge und der Leistung der Ladesäule. Die Leistung einer Ladesäule wird in Kilowatt (kW) angegeben. Je höher die kW Anzahl der Ladesäule, desto schneller kann das Auto geladen werden. Wallboxen haben meistens eine Leistung von 11 bis 22 kW, die bekannten grünen Ladesäulen der medl in Mülheim haben 22 kW. Hier kann eine Aufladung je nach Entladezustand etwa 3 Stunden dauern. Schnelladestationen mit 150 kW können dieselbe Ladung in etwa 15 Minuten erledigen. Das dauert kaum länger als das altbekannte Benzin tanken.

Sind weitere Ladesäulen in Mülheim geplant?

Ja, auf jeden Fall. Aktuell werden zwei Schnelladeparks in Mülheim geplant, die im Rahmen des Deutschlandnetzes entstehen sollen. Dabei handelt es sich um eine Förderung vom Bund. Zusätzlich wird die Ladeinfrastruktur aber auch von anderen Akteur*innen weiter vorangetrieben.

Haben E-Autos eine höhere Brandgefahr als Benziner und Diesel?

Nein, denn grundsätzlich gilt: Elektroautos sind nicht mehr oder weniger brandgefährdet als Autos mit Verbrennungsmotor, da sie den gleichen gesetzlichen Sicherheitsstandards unterliegen. Viel entscheidender als die Antriebsart sind die verbauten Materialien in Bezug auf die Brandintensität. Auch die Batterie macht hierbei keinen Unterschied, da ein Batteriebrand sehr unwahrscheinlich ist. Demzufolge können Sie sich im E-Auto genauso sicher fühlen wie in einem konventionellen Auto.

Besteht die Gefahr, dass ich mit meinem E-Auto im Winter liegen bleibe, weil der Akku nicht reicht?

Besitzer*innen eines E-Autos müssen sich im Winter darauf einstellen, dass sich die Reichweite durch die Einflüsse der kalten Jahreszeit um 10 bis 30 Prozent verringert. Ein entscheidender Grund hierfür ist die Beheizung des Innenraums samt Scheiben, Sitzen und Lenkrad sowie des Akkus selbst. Der größte Verbrauch ist jedoch ganz klar der Luftheizung zuzuordnen. Es gibt einige Tipps, wie Sie trotzdem gut durch den Winter kommen: www.adac.de

Kann ich mein Auto auch zu Hause laden?

Ja, das ist möglich, sofern Sie eine sogenannte „Wallbox“ bei sich zu Hause installieren. Das Aufladen über eine Haushaltssteckdose (Schuko Steckdose) ist prinzipiell auch möglich, ist aber besonders bei älteren Steckdosen nicht zu empfehlen. Diese sind nicht für solche Belastungen ausgelegt, da es zu einem erhöhten Brandrisiko führt. Somit bietet die Wallbox eine deutlich höhere Sicherheit beim Laden. Außerdem lässt sich das Auto deutlich schneller über eine Wallbox laden, als über eine Schuko Steckdose. Sie kosten zwischen 500 und 2000 Euro, können aber unter anderem von der Förderbank KfW subventioniert werden.

Ist es erlaubt, ein Ladekabel über den Gehweg zu legen?

Nein, es ist verboten ein privates Ladekabel über den öffentlichen Gehweg zu legen. Es besteht das Risiko, dass ein*e Fußgänger*in über das Kabel stolpert oder sonstige Schäden verursacht werden, für der*die Besitzer*in haftbar gemacht werden kann. Auch ein Kabelkanal stellt hier keine Lösung dar, da die Barrierefreiheit nicht mehr gegeben ist. Folglich sollte sich der Ladevorgang möglichst auf dem eigenen Stellplatz begrenzen.

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Stand: 28.07.2022

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