Sanierungsmanagement im Quartier Dümpten

Nicht in der großen Stadt, sondern im überschaubaren Quartier tätig zu werden, hat viele Vorteile: Man ist näher an den Menschen dran, kann gezielte Aktionen mit einer überschaubaren Anzahl an Akteurinnen und Akteuren starten. Nachhaltige und integrierte Lösungen lassen sich kurzfristig realisieren.

Stadtkarte mit dem markierten Bereich des Integrierten Energetischen Quartierskonzept für Mülheim an der Ruhr-Dümpten. - Volker Wiebels

Förderung durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau bis 2022 gesichert

Für die nächsten drei Jahre wird ein Sanierungsmanagement eingesetzt, um die im Konzept erarbeiteten Maßnahmen zu realisieren. Eine Verlängerung um zwei weitere Jahre ist möglich. 

Viele Akteure und Akteurinnen

Viele Akteurinnen und Akteure tragen dazu bei, die Ziele bestmöglich zu erreichen. Die SWB-Service-Wohnungsvermietungs- und -baugesellschaft mbH, die Kreishandwerkerschaft Mülheim an der Ruhr-Oberhausen, die medl GmbH, die Mülheimer Wohnungsbau e.G. und die Haus & Grund Mülheim-Ruhr e.V. haben hierzu bereits 2019 eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Handlungsfelder für die CO2-Reduzierung werden im Bereich Gebäudesanierung, Mobilität und erneuerbare Energien eröffnet. Aber auch bei Themen wie Barriereabbau, Sicherheit und Modernisierung sollen die Bewohnerinnen und Bewohner vom Quartier beraten werden.

Vor Ort gemeinsam tätig werden

Der Fokus für die Arbeiten des Sanierungsmanagements liegt für die nächsten drei Jahre auf einer Vor-Ort-Beratung. Mit gezielten Maßnahmen und Aktionen möchte das Team die Anwohnerinnen und Anwohner aktivieren, sich im privaten und öffentlichen Umfeld mit dem Thema Energiereduzierung zu beschäftigen. Dabei wird ein Schwerpunkt auf die Energetische Sanierung des Gebäudebestandes aus der Nachkriegszeit gelegt, da dort große CO2-Einsparungsmöglichkeiten liegen. Davon gibt es im Quartier rund 1.200 Häuser. Gerade die energetische Modernisierung der Mehrfamilien-, Reihen- und Einfamilienhäuser aus den Baujahren 1949 bis 1983 bietet hier ein besonders hohes Potenzial. Bei vielen Häusern steht momentan ein Generationenwechsel an. Neubesitzerinnen und -besitzer planen Komplett- oder Teilsanierungen ihrer neuerworbenen Immobilien. 

Mit energetischem Sanieren viel Energie einsparen

Sanierungsmanager Ulrich Bergermann hat jahrelange Erfahrung bei der energetischen Sanierung von Gebäuden und wird gezielt beraten, für welche Maßnahmen der Bund Förderzuschüsse bereit stellt und mit welchen Maßnahmen zum Beispiel die Heizkosten deutlich gesenkt werden können.

Aber auch Vereine, Schulen, Unternehmen und Geschäfte werden bei den Aktivitäten mit eingebunden. Weitere Maßnahmen sind unter anderem der Ausbau von Photovoltaik, die Initiierung von Mieterstrommodellen sowie Aspekte einer klimagerechten Mobilität. Ebenfalls thematisiert werden Klimaschutzaktionen im Kindergarten, Stromeinsparprojekte für Privatpersonen und Energielotsen für fremdsprachige Haushalte, um so Reduzierungen von Energieverbräuchen und Treibhausgasen zu erreichen.

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Stand: 31.08.2020

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