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Heinrich Siepmann - Stahl und Eisen Komposition I, 1953 - Öl auf Leinwand, 115 x 85 cm - Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr, Copyright 2018 VG Bild-Kunst, Bonn - Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr, Copyright 2018 VG Bild-Kunst, BonnHeinrich Siepmann. Gemälde
Impuls JUNGER WESTEN
28. Januar bis 15. April 2018 | Erdgeschoss

Als Mitglied der Künstlergruppe JUNGER WESTEN ist der 1904 in Mülheim geborene und 2002 verstorbene Maler Heinrich Siepmann überregional bekannt geworden. Der rege Austausch und die gemeinsamen Ausstellungen mit Gustav Deppe, Thomas Grochowiak, Ernst Hermanns, Emil Schumacher und Hans Werdehausen beförderten seine Werkentwicklung enorm. Mit konstruktiven Bildern aus der Formenwelt von Industrie und Technik gelang Siepmann der Anschluss an die Errungenschaften der Moderne. Es folgten freiere, auch informelle Gestaltungen. Im Alter näherte er sich mit subtil ausbalancierten Bildern der konkreten Kunst an.

Mit Werken aus der Sammlung des Kunstmuseums, mit Leihgaben aus der Sammlung Ströher, Darmstadt, und dem Nachlass Siepmann fokussiert die Ausstellung verschiedene Werkphasen. Sie beschließt die Ausstellungs- und Veranstaltungsfolge der 20 RuhrKunstMuseen zum 70. Jubiläum des Jungen WESTEN.


Ute Behrend
Being a Child
Fotografie

15. Februar bis 1. Juli 2018 | Grafikraum

Ergänzend zur Ausstellung mit Kinderbildern der klassischen Moderne präsentiert die in Köln lebende Fotografin Ute Behrend (*1961 Berlin) eine Auswahl ihrer Porträts von Kindern und Jugendlichen. In ihren assoziativ zu Bildpaaren zusammengestellten Arbeiten kombiniert die Absolventin der Fachhochschule Dortmund jeweils ein Kinderbildnis mit einem Stillleben oder mit landschaftlichen Impressionen. Auf diese Weise entstehen rätselhaft poetische Bildwelten von großer Suggestivkraft, die sich einer eindeutigen Interpretation entziehen. Sie animieren den Betrachter zu einem anregenden Spiel der Assoziationen, das immer auch persönliche Erfahrungen mit einbezieht.
Das Porträt ist ein zentrales Thema im fotografischen Schaffen von Ute Behrend. Regelmäßig sind ihre Werke auf Ausstellungen im In- und Ausland vertreten, zuletzt beispielsweise in der Überblicksschau „Mit anderen Augen – Das Portrait in der zeitgenössischen Fotografie“ im Kunstmuseum Bonn und am Kunsthaus Nürnberg sowie auf dem Singapore International Photography Festival. Ute Behrend wurde 2004 mit dem Toyota Fotokunstpreis ausgezeichnet. Sie war unter anderem nominiert für den Espy Foto Award, 2014, den Deutschen Fotobuchpreis, 2009, und den European Award for Woman Photographers, 2002.


Das Kind in der Kunst
von Beckmann bis Zille
18. Februar 2018 bis 30. Juni 2018 |
Ausstellung der Stiftung Sammlung Ziegler

Im frühen 20. Jahrhundert stellten Reformpädagogen wie Ellen Key das Verständnis von Kindheit, Mutterschaft und Erziehung auf eine neue Grundlage. Ihre Vision vom Recht des Kindes auf Anerkennung der eigenen Persönlichkeit stand im Zusammenhang mit einer umfassenden Aufbruchstimmung, die großen Einfluss auf die Kunst und das Geistesleben in Deutschland hatte. Dem Glauben an das Kind als wegweisenden Hoffnungsträger einerseits stand andererseits die bittere Erkenntnis entgegen, dass Zuwendung und individuelle Förderung nur wenigen Kindern vorbehalten war.

Mit Bildern der Sammlung Ziegler und des Kunstmuseums möchte die Ausstellung entlang der Stationen (1.) Mutter und Familie, (2.) Kinder unter sich, (3.) Scham und Affekte (Porträts) in die historische Debatte rund um den Kinderkult des frühen 20. Jahrhunderts einführen und den tiefgreifenden Wandel in der Darstellungstradition nachzeichnen. Die letzte Station – (4.) Mit den Augen des Kindes – befasst sich mit einem formalen Aspekt, wenn etwa Künstler wie Paul Klee, Lyonel Feininger oder Alexej Jawlensky in der Auseinandersetzung mit von Kindern angefertigten Zeichnungen nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten suchten.

In der Ausstellung werden rund 70 Arbeiten zu sehen sein, unter anderem von Max Beckmann, Otto Dix, Lyonel Feininger, Alexej Jawlensky, Ernst Ludwig Kirchner, Paul Klee, Käthe Kollwitz,  Max Liebermann, August Macke, Franz Marc, Paula Modersohn-Becker, Otto Mueller, Emil Nolde, Otto Pankok und Heinrich Zille.


Stand: 15.02.2018

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